Megatrend Mobilität: Thüringer Innovationszentrum Mobilität und automotive thüringen kooperieren

Megatrend Mobilität: Thüringer Innovationszentrum Mobilität und automotive thüringen kooperieren

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(PresseBox) - Das Thüringer Innovationszentrum Mobilität (ThIMo) und das Industrienetzwerk automotive thüringen (at) werden künftig eng zusammenarbeiten, um Innovationen in der Thüringer Automobil- und Zulieferbranche voranzutreiben. Gemeinsam möchten die Partner von Thüringen aus den Megatrend Mobilität erschließen und weltweit nutzbar machen. Bereits am 29. Januar wird ThIMo sich den at-Mitgliedern, 100 Automobilzulieferern aus Thüringen, auf der Mitgliederversammlung im Com-Center Erfurt präsentieren.
Da Unternehmen, um sich auch in Zukunft auf dem umkämpften und schnell veränderlichen Automobilmarkt behaupten zu können, Forschung und innovative Technologien benötigen, werden das an der TU Ilmenau angesiedelte Thüringer Innovationszentrum Mobilität und das Industrienetzwerk automotive thüringen künftig eng zusammenarbeiten. Zudem lassen sich Forschungsprojekte durch die Kooperation, insbesondere auf internationaler Ebene, gemeinsam erfolgreicher einwerben und bearbeiten. ThIMo und at werden künftig den Bedarf an Forschung, Entwicklung und Dienstleistung gemeinsam ausloten und wirkungsvoll bewältigen. Geplant ist auch, öffentliche Fördermöglichkeiten zu nutzen, mit denen innovative Entwicklungen finanziert werden, die kleine und mittlere Unternehmen alleine nicht leisten könnten.
Von der Zusammenarbeit werden beide Seiten profitieren: Da Forschung und Entwicklung im Thüringer Innovationszentrum Mobilität schwerpunktmäßig auf industrierelevante und wirtschaftlich umsetzbare Lösungen ausgerichtet sind, hat das Zentrum von Anfang an die Gewähr auf deren Marktfähigkeit und darauf, dass sich die Forschungsergebnisse in der Praxis durchsetzen werden. Andererseits haben die in automotive thüringen zusammengeschlossenen kleinen und mittleren Unternehmen der Automobil- und Zulieferbranche Zugriff auf das umfangreiche nationale und internationale ThIMo-Netzwerk. Für viele Unternehmen dürften außerdem, um innovations- und leistungsfähig zu bleiben, das wissenschaftliche Know-how und die hochqualifizierten Fachkräfte aus dem universitären Umfeld von ThIMo von großem Interesse sein.


Bei einem Besuch von automotive thüringen im Thüringer Innovationszentrum Mobilität wurden Ende vergangenen Jahres die Weichen für die Kooperation gestellt. Bei einer mehrstündigen Führung präsentierte ThIMo-Sprecher Prof. Matthias Hein den zehn Mitgliedern des erweiterten at-Vorstands die Zukunft weisenden Arbeitsfelder "Optimierte Verbrennungsmotoren", "Powertrain" (Antriebsstrang), "fahrzeugbasierte Funktechnik", "Elektromobilität" und "Leichtbau". In diesen Bereichen betreibt ThIMo innovative industrieorientierte Forschung, um den Wandel in der Automobilbranche und deren Zulieferindustrie, aber auch in der Informations- und Kommunikationstechnologie hin zu nachhaltiger Mobilität voranzutreiben. Prof. Hein ist sehr zufrieden, dass sich die Gäste von der Leistungsfähigkeit des Zentrums begeistert zeigten: "Die positive Resonanz des at-Vorstandes zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und sie unterstreicht auch die große Bedeutung dieser Einrichtung für Thüringen. Gleichzeitig bestärkt es uns, als Ideenschmiede und Innovationstreiber in noch stärkerem Maße als bisher zur Steigerung von Forschung und Entwicklung in den Unternehmen beizutragen."
Nach dem Dezembertreffen mit dem Vorstand von automotive thüringen wird das Thüringer Innovationszentrum Mobilität die eigenen Kompetenzen den 100 Automobilzulieferern auf deren Mitgliederversammlung am 29. Januar präsentieren und ihnen die vielfältigen Vorteile der Kooperation verdeutlichen. Im Rahmen der künftigen Zusammenarbeit könnten die Unternehmen die gesamte hochmoderne technologische Infrastruktur des Zentrums nutzen. Das Hauptgebäude wurde soeben fertiggestellt, zudem stehen bald weitere Forschungs- und Laborgebäude mit Fertigungsanlagen, Messtechnik und vor allem mit zwei leistungsstarken Großprüfständen zur Verfügung, von denen allein der größte ein Raumvolumen von 2.000 Kubikmetern hat.
Der Großprüfstand MaSTeR ("Multivalent anwendbare Simulations- und Testumgebung - Vier-Rollenprüfstand") ist eine hochkomplexe, über vier Prüf- und Testeinrichtungen in drei Gebäuden hinweg vernetzte virtuelle Prüf- und Testanlage, in der Fahrzeuge sparsamer und umweltverträglicher gemacht und moderne Konzepte für den Antriebsstrang und für Fahrsicherheits- sowie Fahrerassistenzsysteme entwickelt werden. Eine vollklimatisierte Prüfumgebung ermöglicht die realitätsnahe Versuchsfahrt von Fahrzeugen in einem Temperaturbereich von minus 20 bis plus 45 Grad mit bis zu 250 Kilometern pro Stunde unter Berücksichtigung von Fahrdynamik und klimatischen Randbedingungen. So können neu entwickelte Antriebe oder Abgassysteme im Labor wesentlich besser als auf der Straße auf Effizienzsteigerung und Emissionsminimierung getestet werden.
Der zweite Großprüfstand "VISTA - Virtuelle Straße Simulations- und Testanlage" ist eine Testanlage für die Fahrzeugkommunikation im intelligenten Auto der Zukunft. In der elektromagnetisch abgeschirmten Halle werden straßenähnliche Funk- und Fahrumgebungen nachgebildet, die es Forschern und Automobilherstellern ermöglichen, die immer komplexer werdenden elektronischen Systeme in Fahrzeugen zu entwickeln, ohne dafür teure und langwierige Testfahrten in den entlegenen Regionen der Welt durchführen zu müssen.
Noch in diesem Frühjahr wird eine Experimentaleinrichtung fertiggestellt, in der ThIMo-Wissenschaftler neue Generationen kraftstoffarmer, kompakter und leistungsfähiger Verbrennungsmotoren und Turbolader entwickeln werden. Dabei erforschen sie insbesondere unter Einsatz regenerativer Energieträger Verfahren, die mit optimiertem Wirkungsgrad und verbesserter Abgasenergienutzung die Effizienz neuartiger Antriebe erheblich steigern. Zur exzellenten Forschungs- und Entwicklungsinfrastruktur des Thüringer Innovationszentrums Mobilität gehört auch das kunststofftechnische Zentrum, in dem an neuen Verarbeitungstechnologien, zukunftweisenden Faserverbundwerkstoffen und Hybridmaterialien für den Leichtbau von Fahrzeugen geforscht wird.
Das Industrienetzwerk automotive thüringen wurde vor 15 Jahren gegründet, um die Thüringer Automobilzulieferer zu stärken. Seine inzwischen auf die bemerkenswerte Zahl von 101 angewachsenen Mitgliedsunternehmen beschäftigen rund 30.000 Arbeitnehmer und erbrachten bis Ende vergangenen Jahres einen Umsatz von 4,2 Milliarden Euro. Das Konsortium unterstützt seine Mitglieder bei betrieblichen Forschungs- und Entwicklungskapazitäten, Technologietransfer und bei der Nutzung vorhandener Prüf- und Fertigungseinrichtungen. Das Thüringer Innovationszentrum Mobilität und automotive thüringen versprechen sich von der breit angelegten Kooperation einen substantiellen Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Schaffung von Arbeitsplätzen in Thüringen. ThIMo-Sprecher Prof. Matthias Hein: "Durch die Kombination der wissenschaftlichen Exzellenz des Thüringer Innovationszentrums Mobilität mit der wirtschaftlichen Kompetenz von automotive thüringen kann sich das Automobil- und Zulieferland Thüringen zu einer Modellregion für nachhaltige intelligente Mobilität und Logistik mit europaweiter Ausstrahlung entfalten".

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Datum: 27.01.2015 - 10:33 Uhr
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