BITKOM begrüßt Empfehlungen der Bundesnetzagentur für mehr Innovation im Energiesystem
Behörde empfiehlt, Anreize für intelligente Netze zu schaffen / BITKOM: Wichtiger Schritt zur Bewältigung der Energiewende
Die Bundesnetzagentur hatte die seit 2009 geltende Anreizregulierung evaluiert und dem Bundeswirtschaftsministerium jetzt Verbesserungsvorschläge übergeben. Die Anreizregulierung ist ein Instrument zur Regulierung monopolistischer Märkte. Sie soll Wettbewerb simulieren, damit Strom günstig und die Versorgung sicher ist. Allerdings hat die geltende Fassung leitungs-und kapitalintensive Lösungen zur Effizienzsteigerung gegenüber IT-basierten Lösungen begünstigt. "Andere Industrien nutzen IT seit Jahren, um ihre Effizienz zu steigern. Flugverkehr, Mobilität oder Logistik sind heute ohne IT nicht mehr denkbar. Im Energiesystem werden Probleme dagegen noch immer primär mit Kupferleitungen angegangen", so Rohleder. Dies soll sich nun ändern. Laut Bundesnetzagentur sollten Effizienzbemühungen durch innovative Ansätze künftig stärker belohnt werden - eine Forderung, die der BITKOM bereits seit Jahren vertritt.
Der Ausbau der Verteilnetze kann durch den Einsatz intelligenter Technologien um über 70.000 Kilometer reduziert werden, wie eine Studie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums ergeben hat. Zehntausende Kilometer neuer Stromtrassen müssten nicht gebaut werden. Die jährlich zusätzlich anfallenden Betriebskosten würden um 20 Prozent gesenkt.
Die technischen Möglichkeiten zur Schaffung intelligenter Stromnetze sind vorhanden, sagt Rohleder. Bisher fehlt jedoch der entsprechende Ordnungsrahmen. Mit einer neuen Anreizregulierung wäre ein wichtiger Schritt getan. Zusätzlich muss das Verordnungspaket "Intelligente Netze und Zähler" schnell verabschiedet werden, fordert der BITKOM-Hauptgeschäftsführer. Darin soll die Einführung sogenannter Smart Meter Gateways geregelt werden. Diese Kommunikationsgeräte vernetzen dann unter anderem Netzbetreiber, Lieferanten und größere Stromabnehmer. Erst so könne im Zusammenspiel von Erneuerbaren Energien, virtuellen Kraftwerken und aktiven Verbrauchern das Energiesystem der Zukunft entstehen.
BITKOM vertritt mehr als 2.200 Unternehmen der digitalen Wirtschaft, davon gut 1.400 Direktmitglieder. Sie erzielen mit 700.000 Beschäftigten jährlich Inlandsumsätze von 140 Milliarden Euro und stehen für Exporte von weiteren 50 Milliarden Euro. Zu den Mitgliedern zählen 1.000 Mittelständler, mehr als 200 Start-ups und nahezu alle Global Player. Sie bieten Software, IT-Services, Telekommunikations- oder Internetdienste an, stellen Hardware oder Consumer Electronics her, sind im Bereich der digitalen Medien oder der Netzwirtschaft tätig oder in anderer Weise Teil der digitalen Wirtschaft. 76 Prozent der Unternehmen haben ihren Hauptsitz in Deutschland, 10 Prozent kommen aus Europa, 9 Prozent aus den USA und 5 Prozent aus anderen Regionen. BITKOM setzt sich insbesondere für eine innovative Wirtschaftspolitik, eine Modernisierung des Bildungssystems und eine zukunftsorientierte Netzpolitik ein.
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BITKOM vertritt mehr als 2.200 Unternehmen der digitalen Wirtschaft, davon gut 1.400 Direktmitglieder. Sie erzielen mit 700.000 Beschäftigten jährlich Inlandsumsätze von 140 Milliarden Euro und stehen für Exporte von weiteren 50 Milliarden Euro. Zu den Mitgliedern zählen 1.000 Mittelständler, mehr als 200 Start-ups und nahezu alle Global Player. Sie bieten Software, IT-Services, Telekommunikations- oder Internetdienste an, stellen Hardware oder Consumer Electronics her, sind im Bereich der digitalen Medien oder der Netzwirtschaft tätig oder in anderer Weise Teil der digitalen Wirtschaft. 76 Prozent der Unternehmen haben ihren Hauptsitz in Deutschland, 10 Prozent kommen aus Europa, 9 Prozent aus den USA und 5 Prozent aus anderen Regionen. BITKOM setzt sich insbesondere für eine innovative Wirtschaftspolitik, eine Modernisierung des Bildungssystems und eine zukunftsorientierte Netzpolitik ein.
Datum: 27.01.2015 - 11:29 Uhr
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