In der Apfelgemeinde Lana haben Wanderer die „Qual der Waal“
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Das milde, trockene Klima machte die Südtiroler Bauern bereits im 13. Jahrhundert erfinderisch. Sie schlossen sich zusammen und legten mit einfachen technischen Mitteln sogenannte Waale an – kilometerlange Kanäle zur Bewässerung der Felder und Wiesen. Zum Kontrollieren und Reparieren wurde ein schmaler Steg entlang des Wasserlaufs angelegt, der sogenannte Waalweg. Heute sind daraus beliebte Wander- und Spazierwege im Mittelgebirge geworden, die sich in 400 bis 900 Meter Höhe sanft durch Weinberge, Apfelwiesen und Kastanienhaine ziehen. Von Lana aus erreichen Wanderer gleich zwei bekannte und in Meran und Umgebung beliebte Waalwege ganz einfach: den Brandis Waalweg und den Marlinger Waalweg. Die gesamte Meraner Waalrunde mit ihren elf Wegen über dem Meraner Becken ist 80 Kilometer lang. Unterwegs laden Waalerhütten und Waalerschellen, Schlösser, Kirchen und Naturdenkmäler zum Innehalten, Ausrasten und „Weitblicken“ ein.
Vigiljoch: Haus-, Aussichts- und Wanderberg von Lana
Das Vigiljoch ist der Haus- und Aussichtberg von Lana. Das bei Radfahrern, Wanderern und Familien beliebte, autofreie Naturparadies ist mit der Seilbahn in nur sieben Minuten erreichbar und bietet einen herrlichen Blick über das Etschtal hinweg zum Rosengarten in den Dolomiten. Gleich neben der Bergstation auf 1.486 Metern beginnen die Wanderwege durch die ausgedehnten Lärchenwälder: etwa zum Waldsee „Schwarze Lacke“ und weiter zum Vigiliuskirchlein (1.793 m), einem der höchstgelegenen Bergheiligtümer Tirols mit Fresken aus dem 14. Jahrhundert. Eine andere Wanderroute hat das Bärenbad mit seinen heilenden Mineralwasserquellen zum Ziel, die Naturnser Alm und den Gipfel der Hochwart (2.608 m). Familien, Nordic-Walker und Mountainbiker schätzen auch die gemütlichen Einkehrmöglichkeiten. www.lana.info/vigiljoch
Wandercamps und Gipfeltouren mit Weitblick
Im Frühsommer ist Lana und Umgebung der ideale Ausgangspunkt für die perfekt organisierten und beliebten Wandercamps (18.04.–16.05.15) rund um das Ultental, den Vinschgau und das Etschtal. Sanfte Almwiesen, umrahmt von schroffen Bergen, die frische Luft und die Südtiroler Sonne sind die Zutaten für „kleine bis große“ Naturerlebnisse mit den erfahrenen Berg- und Wanderführern der Meraner Bergsteigerschule. Für Familien, Genusswanderer und echte „Wadenbeißer“ gibt es passende Touren. www.lana.info/wandercamp
Gipfelstürmer mit guter Kondition haben zum Sommerstart herrliche Touren in der Bergwelt rund um Lana und Umgebung in Aussicht. Wer sich den organisierten Gipfeltouren (13.–27.06.15) anschließt, „inhaliert“ gleich sechs der aussichtsreichsten Berggipfel: Gantkofel, Matatzspitze, Peilstein, Kleiner Ifinger, Große Laugenspitze und den Hohen Dieb. Für alle Anstrengungen entschädigen nach dem Aufstieg eine zünftige Bergjause und der Rundblick auf über 100 Dreitausender (Gehzeit 5 bis 6 Stunden). www.lana.info/gipfeltouren
Abenteuer in der Schlucht und Ruhe im Delta
Die Falschauer durchfließt das gesamte Ultental. Kurz bevor sie in die Etsch mündet, passiert sie am Fuß von Schloss Braunsberg die wildromantische Gaulschlucht. Die berauschend schöne Wasser- und Felsenkulisse zählt zu Lanas beliebten Spazierwegen. Inmitten der Gaulschlucht liegt die leicht zugängliche und malerische „Gaulwiese“. Von hier aus führt ein gesicherter Pfad über Hängebrücken, vorbei an einem tosenden Wasserfall, weiter hinein in die wild-romantische Enge oder hinauf zum Schloss Braunsberg. Die Deltamündung der Falschauer in die Etsch bildet ein 32 Hektar großes, unberührtes Biotop. In dem Rückzugsgebiet leben viele gefährdete Arten, darunter über 230 Vogelarten, Lurche und Amphibien, Nattern, Fische und Wasserinsekten aber auch zahlreiche seltene Pflanzen. www.lana.info/biotop
Auf Spuren von Urlärchen und alten Höfen im Ultental
Wegen seiner Ursprünglichkeit ein echter Geheimtipp ist das rund 40 Kilometer lange Ultental, das sich hinter der Gaulschlucht bis in den Nationalpark Stilfserjoch hinein erstreckt. Das 600 Kilometer lange Wegenetz hat für jede Schuhgröße das Passende zu bieten: von dichten Wald- und lichten Wasserwegen bis zu gemütlichen Höfewanderungen, von Routen auf weitläufige Almen bis zu hochalpinen Touren ist hier alles zu haben. Im Ultental gibt es noch viele alte Bergbauernhöfe in der typischen Blockbauweise aus Lärchenholz mit Schindeldächern. Das harzreiche Holz ist gegen Wettereinflüsse äußerst resistent und prägt bis heute die traditionelle Ultner Hofarchitektur. Sehenswert sind die drei Urlärchen bei Sankt Gertraud: Die auf ein sagenhaftes Alter von 2.000 Jahren geschätzten Baumriesen auf 1.430 m Meereshöhe sind die ältesten Nadelbäume Europas. www.lana.info/wandergebiet-ultental
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Datum: 29.01.2015 - 10:25 Uhr
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