Grünes Licht für "grünes Kabel": NordLink geht an den Start

Grünes Licht für "grünes Kabel": NordLink geht an den Start

ID: 1171102
(ots) -

- Partner TenneT, Statnett und KfW unterzeichnen
Kooperationsvertrag über gemeinsames Investment
- Austausch grüner Energie: Die erste direkte Verbindung zwischen
den deutschen und norwegischen Strommärkten
- Die 623 km lange Hochspannungsgleichstromübertragung (HGÜ), die
über 516 km als Seekabel verlegt wird, verbessert die
Versorgungssicherheit, ermöglicht stabilere Energiepreise und
fördert die Integration des europäischen Strommarkts
- Der Interkonnektor mit einer Kapazität von 1.400 Megawatt ist
ein Meilenstein der Energiewende

Mit der heutigen Vertragsunterzeichnung im norwegischen Haugesund
haben die Kooperationspartner TenneT, Statnett und KfW, vertreten
durch die KfW IPEX-Bank, die finale Investitionsentscheidung für das
Projekt NordLink getroffen. Sobald die Verträge mit den für die
Herstellung und Verlegung des Kabels und den Bau der
Konverterstationen zuständigen Auftragnehmern unterzeichnet sind,
kann mit dem Bau begonnen werden.

Mel Kroon, CEO der TenneT Holding, betonte: "Dies ist ein weiterer
entscheidender Schritt hin zu einer stärkeren Integration auf dem
europäischen Energiemarkt und ein wichtiger Beitrag zur Energiewende
in Deutschland. Mit diesem Interkonnektor können wir Energie zwischen
zwei sich ergänzenden Energiesystemen austauschen. Auf der einen
Seite steht dabei die steigende Menge an in Deutschland erzeugtem
Wind- und Solarstrom und auf der anderen Seite die Erzeugung von
Energie aus Wasserkraft in Norwegen."

"Der NordLink-Interkonnektor zählt zu den bedeutendsten Projekten
im europäischen Energiesektor und wird sich entscheidend auf das
Energiesystem in Europa auswirken. Die Finanzierung dieses Projekts
zusammen mit unseren Partnern ist ein Eckpfeiler der deutschen
Energiewende und ein wichtiges Projekt für die KfW. Wir sind stolz,


daran teilzuhaben", kommentierte Markus Scheer, Mitglied der
Geschäftsführung der KfW IPEX-Bank.

"Die Unterzeichnung heute ist ein sehr wichtiger Schritt für alle
drei Partner. Der Interkonnektor wird zu einem klimafreundlichen und
effizienten Energiesystem der Zukunft beitragen. Er wird die
Stromversorgungssicherheit für die Verbraucher verbessern und die
Wertschöpfung auf beiden Seiten des Interkonnektors unterstützen. Die
Investitionsentscheidung für NordLink unterstreicht unsere
Überzeugung, dass die Zukunft dem Strom aus erneuerbarer Energie
gehört", sagte der CEO von Statnett, Auke Lont.

"Speicherung" von Windenergie

Die Verbindung der norwegischen Wasserkraft mit der deutschen
Windenergie bietet Vorteile für beide Länder. Wenn beispielsweise in
Deutschland ein Überschuss an Windenergie erzeugt wird, kann dieser
über NordLink nach Norwegen übertragen werden. Die Wasserspeicher in
Norwegen dienen dann als natürliche Speicher für die Windenergie,
indem das Wasser in den Speichern verbleibt. Umgekehrt kann
Deutschland bei hohem Bedarf Energie aus Wasserkraft aus Norwegen
importieren.

Vorteile für Verbraucher und Volkswirtschaft

Ein erheblicher Teil der sozioökonomischen Vorteile von NordLink
entsteht durch die Erträge aus dem Handel mit Übertragungskapazität
über den Interkonnektor. Diese Erträge werden zur Finanzierung
anderer Netzprojekte oder zur Senkung der Stromtarife verwendet.
Deutsche Verbraucher können von niedrigeren Energiepreisen
profitieren: Wenn die Preise in Deutschland höher als in Norwegen
sind, weil Windkraftanlagen und Solarzellen nur wenig Strom
produzieren, kann über NordLink Energie aus norwegischer Wasserkraft
importiert werden. Das Stromkabel schafft eine Verbindung zu den
Kapazitäten der Wasserkraftwerke in Norwegen und zu Windparks in
Deutschland. Die Wasserreservoirs in Norwegen fungieren dabei als
Energiespeicher. Bei Verbrauchsspitzen in Deutschland können diese
dann genutzt und Strom nach Deutschland transportiert werden. Dabei
profitieren die Verbraucher vom positiven Effekt auf die Strompreise
durch den Import von Energie aus preisgünstiger Wasserkraft. Das 2008
in Betrieb genommene NorNed-Kabel zwischen den Niederlanden und
Norwegen funktioniert auf die gleiche Weise.

Deutsch- norwegische Kooperation

Das NordLink-Projekt wird von einem Konsortium realisiert, an dem
zu jeweils 50% der norwegische Übertragungsnetzbetreiber Statnett
sowie die DC Nordseekabel GmbH & Co.KG beteiligt sind. An DC
Nordseekabel halten TenneT und die KfW jeweils 50 Prozent der
Geschäftsanteile. DC Nordseekabel verantwortet Bau und Genehmigungen
auf deutscher Seite. Das HGÜ-Kabel
(Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungskabel) wird über eine
Kapazität von 1.400 Megawatt verfügen und zwischen Tonstad in
Norwegen und Wilster in Schleswig-Holstein verlaufen. Das
Investitionsvolumen beträgt ca. 1,5 bis 2 Milliarden Euro.

Daten und Fakten in Kürz

- Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungskabel (HGÜ-Kabel) mit
einer Länge von 623 km
- Onshore: Hochspannungsfreileitung (Vollesfjord -
Tonstad/Norwegen) mit einer Länge von 53 km
- Offshore: 516 km Seekabel
- Onshore: Erdkabel (Büsum - Wilster/Deutschland) mit einer Länge
von 54 km
- Anschlussstandorte zum bestehenden Netz: Konverterstationen in
Wilster (Deutschland) und Tonstad (Norwegen)

TenneT

TenneT ist der erste grenzüberschreitende
Übertragungsnetzbetreiber für Strom in Europa. Mit rund 21.000
Kilometern an Hoch- und Höchstspannungsleitungen und 41 Millionen
Endverbrauchern in den Niederlanden und in Deutschland gehören wir zu
den Top 5 der Netzbetreiber in Europa. Unser Fokus richtet sich auf
die Entwicklung eines nordwesteuropäischen Energiemarktes und auf die
Integration erneuerbarer Energie. Taking power further

Statnett

Statnett ist für den Ausbau und den Betrieb des norwegischen
Stromnetzes zuständig, eingeschlossen Interkonnektoren zu mehreren
europäischen Ländern. Statnett beschäftigt rund 1.100 Mitarbeiter und
betreibt 11.000 Kilometer Höchstspannungsleitungen. 2013 verzeichnete
das Unternehmen einen Betriebsgewinn in Höhe von 4,6 Mrd. NOK.

KfW

Die KfW ist eine der führenden Förderbanken der Welt. Mit ihrer
jahrzehntelangen Erfahrung setzt sich die KfW im Auftrag des Bundes
und der Länder dafür ein, die wirtschaftlichen, sozialen und
ökologischen Lebensbedingungen weltweit zu verbessern. Allein 2014
hat sie dafür ein Fördervolumen von 74,1 Milliarden Euro zur
Verfügung gestellt. Davon flossen 36 Prozent in Maßnahmen zum Klima-
und Umweltschutz. In Deutschland ist die KfW Bankengruppe mit
Standorten in Frankfurt, Berlin, Bonn und Köln vertreten. Weltweit
gehören 80 Büros und Repräsentanzen zu ihrem Netzwerk.



Ansprechpartner für die Medien:

TenneT

Mathias Fischer Corporate Communications Direct line: +49 5132 89
2038 Mobile: +49 151 27657832 mathias.fischer@tennet.eu www.tennet.eu

KfW IPEX-Bank GmbH

Thomas Krick Communication Direct line: +49 69 7431 8454
thomas.krick@kfw.de www.kfw-ipex-bank.de

Statnett

Christer Gilje Vice President Corporate Communications Mobile:
+4795237128 christer.gilje@statnett.no www.statnett.no

Hinweis für Redaktionen: NordLink-Grafiken, Pressefotos und
Broadcast-TV-Footage (inkl. deutschem O-Ton) von der
Vertragsunterzeichnung stehen am 10.02.2015, ab ca. 11h/12h kostenlos
unter folgendem Downlink zum Abruf bereit: ftp://ftp.woldcam.no
username: tennet password: avaldsnes.

Pressekontakt:
KfW IPEX-Bank GmbH, Palmengartenstraße 5-9, 60325 Frankfurt
Pressestelle: Thomas Krick, E-Mail: thomas.krick@kfw.de
Tel. 069 7431-2961, Fax: 069 7431-9409,
E-Mail: info@kfw-ipex-bank.de,
Internet: www.kfw-ipex-bank.de

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Datum: 10.02.2015 - 10:52 Uhr
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