TU Ilmenau erzielt Allzeitrekord bei Drittmitteln
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(PresseBox) - Die Technische Universität Ilmenau hat 2014 mit 46,9 Millionen Euro die höchsten Drittmitteleinnahmen ihrer Geschichte erzielt. Drittmittel sind solche Gelder, die nicht zur Grundfinanzierung der Hochschulen durch die Länder gehören, sondern vor allem von Unternehmen, der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Stiftungen und der Europäischen Union meist projektgebunden zur Verfügung gestellt werden.
Der Erfolgskurs der TU Ilmenau bei der Einwerbung von Drittmitteln für die Forschung hält seit neun Jahren in Folge an: Seit 2006 erzielte die Universität eine durchschnittliche Steigerung von rund 15 Prozent pro Jahr. Als einen Schlüssel zum Erfolg sieht der Rektor der TU Ilmenau, Professor Peter Scharff, eine erfolgreiche Berufungspolitik: "Unsere hochqualifizierten Wissenschaftler setzen ihre Kompetenz meist in stark interdisziplinär ausgerichteten Forschungsprojekten ein. Dazu gehören immer mehr auch Großprojekte des Bundes und des Freistaates Thüringen." Als große, hervorragend ausgestattete Forschungsplattformen stehen den interdisziplinären Forschergruppen Technologische Zentren (Zentrum für Mikro- und Nanotechnologien, Zentrum für Energietechnik) und Innovationszentren (Thüringer Innovationszentrum Mobilität, Thüringer Zentrum für Maschinenbau) zur Verfügung.
Die intensive Zusammenarbeit mit der Wirtschaft spiegelt sich im aktuellen Drittmittelranking wider. Die deutlichste Einnahmensteigerung erzielte die TU Ilmenau bei den Bundesmitteln, hier konnte das Ergebnis um fast drei Millionen Euro im Vorjahr gesteigert werden. Bei den Drittmitteln aus der Auftragsforschung mit der Industrie stiegen die Einnahmen um 1,6 Millionen Euro. Dies freut den Prorektor für Wissenschaft, Professor Klaus Augsburg, ganz besonders: "Dass uns die Unternehmen ihr Geld für Forschungsprojekte zur Verfügung stellen, bedeutet nichts anderes, als dass unsere Wissenschaftler Ergebnisse liefern, die zum einen am Puls der Zeit sind und die auch ganz konkret von der Wirtschaft benötigt werden. Für unsere Partner, die Unternehmen, heißt dies wiederum, dass wir marktfähige Forschungsergebnisse liefern."
Deutschlandweit liegt die TU Ilmenau bei der Drittmitteleinwerbung unter den Top 10, und dies, obwohl sie eine verhältnismäßig kleine Universität ist. Zu den durchschnittlichen Drittmitteleinwerbungen deutscher Professoren legte das Statistische Bundesamt jüngst Zahlen für das Jahr 2012 vor. Danach warb jeder deutsche Professor im Durchschnitt Drittmittel in Höhe von 243.700 Euro ein, die Professoren der TU Ilmenau übertrafen dieses Ergebnis mit der Einwerbung von 442.000 Euro deutlich. Damit lagen sie im bundesweiten Vergleich auf dem achten Platz. Rektor Scharff: "Dieses Ergebnis kann man ohne falsche Bescheidenheit herausragend nennen, denn auf den sieben Plätzen vor unserer Universität stehen ausnahmslos Hochschulen, die bedeutend größer sind als die TU Ilmenau." Rechnet man die gesamten Drittmitteleinnahmen im Jahr 2014 auf die 95 Professoren der TU Ilmenau herunter, hat jeder im Durchschnitt 493.400 Euro eingeworben, gegenüber 2012 also eine Steigerung von 11,6 Prozent. Im Vergleich aller Thüringer Hochschulen bestätigte die TU Ilmenau damit ihre unangefochtene Spitzenstellung.
Diese Drittmitteleinnahmen waren für die TU Ilmenau unter anderem die Basis für die Einstellung von 302 zusätzlichen Wissenschaftlern, wodurch die Leistungsfähigkeit der Universität in Forschung und Lehre und insbesondere auch bei der Betreuung von studentischen Forschungsarbeiten entscheidend erhöht werden konnte.
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Datum: 11.02.2015 - 10:27 Uhr
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