E-Health Gesetz: Gesetzentwurf bleibt trotz richtiger Intention hinter Erwartung zurück

E-Health Gesetz: Gesetzentwurf bleibt trotz richtiger Intention hinter Erwartung zurück

ID: 1172533
(ots) - Die Gesundheitswirtschaft ist einer der
Wachstumstreiber in Deutschland. Nicht nur für Beschäftigung, sondern
auch für den Bereich der Technologie. In der ganzen Welt entstehen
neuartige Lösungen, mit denen die Eigenverantwortung von Patienten
gestärkt wird, die Effizienzgewinne für Gesundheitssysteme generieren
und die dabei helfen können, das 21. Jahrhundert mit all seinen
Herausforderung einer älter werdenden Gesellschaft zu meistern. Diese
Entwicklungen greift der vorliegende Entwurf zum E-Health Gesetz
nicht auf und wird damit den aktuellen Marktgegebenheiten in keiner
Weise gerecht.

Vergleicht man den Stand der Digitalisierung im Gesundheitswesen
mit den Inhalten des vorgelegten Entwurfs des E-Health Gesetzes, so
bleibt dieser stark hinter den Erwartungen zurück. "Ein
Medikationsplan auf Papier im Jahr 2016 entspricht nicht unserem
Verständnis von einem digitalen Zeitalter im deutschen
Gesundheitswesen, sondern die elektronische Verfügbarkeit für die
Patienten - jederzeit und überall", sagt Olaf Heinrich, Vorstand des
EAMSP. Während der Gesetzentwurf zum Beispiel beim Medikationsplan zu
restriktiv ist, so haben nur Patienten Anspruch auf einen
Medikationsplan, die mindestens fünf verordnete Arzneimittel
erhalten, ist er an anderer Stellt zu unkonkret. Es gibt keinen
Termin, bis wann die gematik die technischen Verfahren und
Komponenten der Authentisierung und der Durchsetzung der
Zugriffsrechte auf die Daten des elektronischen Rezepts festlegt.

Im europäischen Ausland gibt es eine Vielzahl an erfolgreichen,
patientenfreundlichen und sicheren Modellen. Diese werden offenbar
nicht als geeignet angesehen, denn man konzentriert sich in dem
Gesetzesentwurf auf Insellösungen. Dabei könnte man von den
Erfahrungen aus dem Ausland profitieren, denn Länder wie Dänemark und
die Schweiz sind Deutschland auf dem Gebiet E-Health weit voraus.



In Dänemark laufen große Teile des Gesundheitssystems über das
Portal sundhed.dk, das es seit 1993 gibt. Die Patientinnen und
Patienten können mit einem Passwort zum Beispiel auf ihre Krankenakte
oder Verschreibungen zugreifen, ebenso wie die Ärzte oder Apotheker.
Ziel ist es, dass die Daten den Patienten Sektor übergreifend
begleiten, zur Steigerung der Versorgungsqualität für Patienten und
Leistungserbringer. Die Herstellung von übergreifender
Interoperabilität zwischen den einzelnen Beteiligten des
Gesundheitswesens wird damit zum zentralen Element der dänischen
eHealth-Strategie.

In der Schweiz erfolgte die erfolgreiche Umsetzung eines
elektronischen Rezeptes schon vor Jahren. Es brachte mehr Sicherheit,
mehr Transparenz und mehr Effizienz in das Gesundheitssystem und
bietet erheblichen Mehrwert für den Patienten. Das elektronische
Rezept hilft, die herkömmlichen Prozesse zwischen Arzt, Patient,
Apotheker und Krankenversicherung zu verändern. Neben den
Einsparpotenzialen trägt das elektronische Rezept zusätzlich zur
Compliance-Erhöhung beim Patienten bei, denn der Arzt erfährt, ob und
wann das Rezept eingelöst wurde. Der Nutzen für den Patienten und das
Gesundheitssystem liegt auf der Hand.

"Wir hoffen, dass das deutsche E-Health Gesetz noch optimiert
wird, damit es dem System und allen Beteiligten Chancen eröffnet. In
seiner jetzigen Form reicht es nicht aus, um den Rückstand in diesem
Bereich gegenüber anderen europäischen Ländern aufzuholen und die
medizinische und pharmazeutische Versorgung insbesondere in
ländlichen Räumen zu verbessern", erklärt Klaus Gritschneder,
Vorstand des EAMSP.

Profil: Der Verband der europäischen Versandapotheken (EAMSP)
fördert und schützt die Interessen von Versandapotheken in der
Europäischen Union, den EWR-Staaten und der Schweiz. Er setzt sich
für den freien Warenverkehr und für mehr Wettbewerb im Handel in
Europa ein. Der Verband fördert den Wissens- und Informationstransfer
zwischen den Mitgliedern. Er gewährleistet die Information zu
aktuellen Entwicklungen aus Politik, Wirtschaft und
Arzneimittelmarkt.



Kontakt:
European Association of Mail Service Pharmacies (EAMSP)
Feldbrunnenstrasse 57, 20148 Hamburg
Fon +49 (0)40 33443690, Fax +49 (0)40 33443699,
Mail: info@eamsp.org, Web: www.eamsp.org

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Aktionsforum Allergologie geht an dieÖffentlichkeit / Ärzte warnen vor medizinscher Unterversorgung der Allergiker (FOTO) Hidden Hunger-Kongress: Großkonferenz zu Mangelernährung in armen und reichen Ländern
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 12.02.2015 - 12:38 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1172533
Anzahl Zeichen: 4700

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Hamburg



Kategorie:

Gesundheitswesen - Medizin



Diese Pressemitteilung wurde bisher 305 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"E-Health Gesetz: Gesetzentwurf bleibt trotz richtiger Intention hinter Erwartung zurück"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

European Association of Mail Service Pharmacies (EAMSP) (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

EAMSP startet Informationskampagne zur Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen / Mit #neuschnupfen gegen die allergische Reaktion auf alles Neues (FOTO) ...
Während für die meisten Deutschen Online-Banking, die Taxibestellung, aber auch der Wochenendeinkauf per App inzwischen völlig normal sind, herrscht in Deutschland bei digitalen Gesundheitsservices eine gewisse Zurückhaltung gegenüber Neuem. Um diese Skepsis abzubauen und die Vorteile d


Weitere Mitteilungen von European Association of Mail Service Pharmacies (EAMSP)


Aktionsforum Allergologie geht an dieÖffentlichkeit / Ärzte warnen vor medizinscher Unterversorgung der Allergiker (FOTO) ...
Das Aktionsforum Allergologie (AFA) lud am 03. Februar 2015 in Berlin zur ersten Pressekonferenz. Der Grund: HNO-, Kinder, Haut- und Lungenärzte sowie die Allergologen in diesen Gebieten wollen der politisch bedingten Unterversorgung ihrer Patienten nicht weiter zuschauen. Unterstützt wurde

Hilfe bei Couperose & Rosazea mit der Pflegeserie von Galenia Skin Care® ...
Mit zunehmendem Alter verändert sich die Hautstruktur. Ein Blick in den Spiegel und jede noch so kleinste Veränderung wird sichtbar. Rötliche Flecken und leicht schimmernd bläulich rote Äderchen, trüben den Blick in den Spiegel. Besonders an den Wangen und um die Nase herum, treten sie besonde

IN FORM mit Topmodel Barbara Meier / Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung mit prominenter Unterstützung auf der didacta 2015 ...
Ein gesunder Lebensstil beginnt mit dem Wissen, wie wichtig eine ausgewogene Ernährung und viel Bewegung für Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit sind. Deshalb präsentiert sich das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vom 24. bis 28. Februar erneut mit "

Antibiotika verantwortungsvoll einsetzen ...
DBV-Präsidium beschließt Erklärung zum Einsatz von Antibiotika Das Präsidium des Deutschen Bauernverbandes (DBV) unterstrich in einer Erklärung, dass nur durch ein konsequent gemeinsames Vorgehen gehen die Entstehung von Resistenzen in der Human- und Veterinärmedizin Antibiotika als wirks


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z