NOZ: Interview Medien mit Charly Hübner, Schauspieler
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Überzeugungstäter
Schauspieler hat in sich "ein Gefühl entdeckt, das ich vorher noch
gar nicht kannte" - Zinédine Zidane als Vorbild
Osnabrück.- Schauspieler Charly Hübner hat sich durch die Liebe zu
seiner Kollegin Lina Beckmann vom Ehemuffel zum Überzeugungstäter
entwickelt. "Ich kriegte früher immer mit, dass Geschwister oder
Freunde heirateten und habe selbst nie begriffen, warum die das tun.
Ich habe mich immer gefragt: Was soll denn das sein, so 'ne Ehe?",
sagte der 42-Jährige in einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker
Zeitung" (Samstag). Dann aber habe es eine "eindeutige Liebesheirat"
mit Lina Beckmann gegeben: "Wir empfanden im selben Moment: Mit
diesem Menschen könnte ich jetzt auch mal das ganze Leben rocken."
Vor der Beziehung zu Beckmann habe er Liebeslieder "nur zur
Kenntnis genommen, genauso wie Liebesfilme und Liebesromane, selbst
die großen wie ,Anna Karenina'. Das habe ich alles nicht wirklich
verstanden," berichtete Hübner weiter. "Erst durch die Begegnung mit
Lina habe ich ein Gefühl in mir entdeckt, das ich vorher noch gar
nicht kannte."
Mittlerweile leben die beiden nicht nur gemeinsam mit Beckmanns
sechsjährigem Sohn zusammen in Hamburg, sondern arbeiten auch
regelmäßig miteinander: Im Schauspielhaus stehen sie gleich in zwei
Stücken zusammen auf der Bühne: "Schuld" und "Onkel Wanja". Wobei
Hübner die schauspielerischen Qualitäten seiner Frau über alles
schätzt: "Für mich ist es immer schön, mit Lina zu spielen, sie ist
die beste Schauspielerin, die ich kenne. Es gibt wenige, die das
Komödiantische und das Emotionale so beherrschen." Am 25. Februar
sind Beckmann und Hübner gemeinsam in der ARD-Komödie "Vorsicht vor
Leuten" des Stromberg"-Duos Ralf Husmann und Arne Feldhusen zu sehen.
Zu seinen Vorbildern zählt der Mime auch einen ehemaligen
Fußballer - Zinédine Zidane: "Der hat als Spieler nie aufgehört zu
gucken, was er noch nicht so gut kann und was ihn noch mal reizt. Und
er war mit vielen Finten der Erste, der sie drauf hatte. Der hat
Sachen erfunden, die gab's vorher noch nicht. Und je älter er wurde,
umso ernsthafter wurde er."
Überhaupt haben für den Arsenal-, Barcelona- und Werder-Fan Hübner
der Fußball und die Schauspielerei einige Gemeinsamkeiten: "Für mich
ist ein Film auch immer wie ein Spiel, er dauert ja meist auch 90
Minuten. Das Spiel will ich gewinnen, und da muss ich gucken:
Inwieweit verträgt die Figur schauspielerische Finten, und wann muss
ich sie einfach nur aushalten? Da konnte ich mir bei Zidane am
meisten abgucken."
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Datum: 14.02.2015 - 07:00 Uhr
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