Wüstner: Ein Befreiungsschlag in Punkto Mangelverwaltung ist unausweichlich!
ID: 1174257
"Report Mainz" berichtet über Ausstattungsmängel
Zu den Recherchen der ARD-Politik-Magazine "Kontraste" und "Report
Mainz" ("Mit Besenstielen ins Manöver") erklärt der Bundesvorsitzende
des Deutschen BundeswehrVerbandes, Oberstleutnant André Wüstner: "Die
Berichterstattung zeichnet - wie zuletzt der Bericht des
Wehrbeauftragten - erneut kein gutes Bild von der materiellen
Einsatzbereitschaft der Bundeswehr. Zwar wurden die beschriebenen
Ausrüstungsdefizite behoben, dennoch bleibt die Mangelverwaltung in
der Bundeswehr zentrales Thema."
Wüstner weiter: "Spätestens, wenn die ´Very High Readiness Joint
Task Force´, die sogenannte Speerspitze, im zweiten Quartal im
Testbetrieb ´volle Einsatzbereitschaft in fünf Tagen nach
Alarmierung´ herstellen muss, wird es deutlicher als bisher sichtbar:
Die derzeitige materielle Ausstattung ist bundeswehrweit nicht
ausreichend! Dazu kommt: Wenn weiterhin Material aus der ganzen
Bundeswehr abgezogen und bei dem Marienberger ´Speerspitzenverband´
konzentriert wird, bedeutet das für weite Teile der Truppe enorme
Einschränkungen im Ausbildungs- und Übungsbetrieb. Bereits jetzt ist
der Frust der Truppe aufgrund fehlender Ausstattung und der damit
einhergehenden Einschränkungen im Übungsbetrieb enorm."
Um die Einsatzbereitschaft im Grundbetrieb sowie Auslandseinsatz
sicherzustellen und dauerhaft Verlässlichkeit im Bündnis zu
garantieren, seien Änderungen der sogenannten Stückzahlobergrenzen
bei Großgerät notwendig. Zudem müssten zusätzlich wichtige
Ausrüstungsgegenstände vom modernen Funkgerät bis zur Nachtsehbrille
beschafft werden, sagte der Bundesvorsitzende.
Wüstner: "Die Verteidigungsministerin muss zum Befreiungsschlag
ausholen - sonst werden sie die in der Vergangenheit getroffenen
Entscheidungen zur Reduzierung der materiellen Ausstattung immer
wieder einholen. Es kann nur im Sinne der ganzen Bundesregierung
sein, die Bundeswehr gerade vor dem Hintergrund aktueller Krisen und
Konflikte wieder in die Vollausstattung zu führen."
Daher sei es gut, dass verschiedene Parlamentarier bereits seit
mehreren Wochen darauf hinweisen, dass die Bundeswehr nur
zukunftsfähig durch die tiefgreifendste Reform seit Bestehen werden
kann, wenn unserer Gesellschaft Sicherheit und Freiheit wieder mehr
wert sind, so Wüstner. "Innere und äußere Sicherheit bleiben auch
weiterhin Kern staatlichen Handelns!"
Pressekontakt:
Jan Meyer
Telefon: 030/804703-30
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 17.02.2015 - 17:34 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1174257
Anzahl Zeichen: 2789
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Bundeswehr
Diese Pressemitteilung wurde bisher 427 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Wüstner: Ein Befreiungsschlag in Punkto Mangelverwaltung ist unausweichlich!"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
DBwV Dt. BundeswehrVerband (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von DBwV Dt. BundeswehrVerband
Von der Leyen wegen Datenprojekt in der Kritik ...
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) gerät wegen eines großen Beschaffungsprojekts in die Kritik. Wie das Magazin stern online berichtet, will die Ministerin 475 Millionen Euro in ein Projekt zur Auswertung von Satellitendaten stecken, das in einem 3-D-Modell der gesamten Landober
Korvette "Braunschweig" beendet UNIFIL-Einsatz (FOTO) ...
Am Montag, den 16. Februar 2015 um 10 Uhr, wird die Korvette "Braunschweig" wieder an ihrem Liegeplatz im Marinestützpunkt Warnemünde festmachen. Damit endet für die Korvette und die 65-köpfige Besatzung, unter dem Kommando von Korvettenkapitän Stefan Böhlicke (38), der vier
Minenjagdboot "Bad Bevensen" verlässt Kiel zum NATO-Einsatz (FOTO) ...
Am Donnerstag, den 5. Februar 2015, wird um 10 Uhr das Minenjagdboot "Bad Bevensen" seinen Heimathafen Kiel verlassen und in Richtung Atlantik und Mittelmeer aufbrechen. Das zum 3. Minensuchgeschwader gehörige Boot wird sich für das erste Halbjahr 2015 als deutscher Beitrag am StÃ
Königshaus: Augenmerk hat zu sehr auf Einsätzen gelegen ...
Der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Hellmut Königshaus (FDP), hat vor der Regierungserklärung zur Attraktivität der Bundeswehr kritisiert, dass in den vergangenen Jahren der Verteidigungshaushalt nicht erhöht worden sei. Das Augenmerk habe vor allem auf den Einsätzen und nicht au




