ADFC-Fahrradklima-Test 2014
ID: 1175455
Oldenburg punktet mit hohem Radverkehrsanteil
ADFC-Vorsitzende Anke Wiechmann sagt: "Fahrradfreundlichkeit ist ein guter Gradmesser für die Lebensqualität in einer Stadt - deshalb freuen wir uns, dass sich die Oldenburger auf dem Rad wohl fühlen. Die Umfrage bestätigt, dass Radverkehrsförderung honoriert wird und sich in einem guten Verkehrsklima niederschlagen kann. Besonders die Einrichtung einer zweiten Fahrradstraße zeigt, dass Oldenburg auf dem richtigen Weg ist. Die Aufhebung der Radwegbenutzungspflicht auf vielen Strecken ist gleichermaßen ein wichtiger Schritt. Radfahrende haben dort nun die Wahlmöglichkeit zwischen Fahrbahn und Radweg. Dies wird vor allem von schnellen Pendlern und zunehmend auch von Pedelec-Fahrenden begrüßt. Damit noch mehr Menschen aufs Rad steigen und etwas Gutes für ihre Gesundheit und die Umwelt tun, müssen wir auch an den Schwächen arbeiten. Wir lernen aus der Umfrage, dass wir uns gemeinsam mit der Stadt noch mehr um die Aufklärung aller Verkehrsteilnehmer im Rahmen einer gezielten Informationskampagne und um die Verbesserung von Sicherheit und Komfort für die Radfahrenden kümmern müssen."
Oldenburg liegt bundesweit auf Platz 2 in der Kategorie der Städte über 100.000 Einwohner, im Landesvergleich auf Platz 1. Im Durchschnitt geben die Oldenburger die Note befriedigend (3,3) für die Fahrradfreundlichkeit. Mehrere Teilnehmer merkten kritisch an, dass vielen Verkehrsteilnehmern das Konzept der Fahrbahnbenutzung nicht bekannt ist und es daher oft zu Konflikten kommt ("Autofahrer drängeln gerne mal und hupen"). Zügiges Radfahren ist noch nicht durchgängig möglich und dementsprechend der Ausbau einer durchlässigen Wegenetzstruktur für den Fuß- und Radverkehr nötig. Häufig wurde angemerkt, dass die Debatte "Radfahren auf der Straße" - auch in der lokalen Presse - äußerst emotional geführt werde. Auffällig sei auch die geringe Investition von 3 Euro pro Kopf/Jahr in den Radverkehr (der Nationale Radverkehrsplan empfiehlt mind. 18 Euro pro Kopf/Jahr für eine Vorreiterstadt wie Oldenburg).
Die Mehrzahl der Teilnehmer sagt, Radfahren macht in Oldenburg Spaß. Bei der Feststellung, dass in jüngster Zeit viel für den Radverkehr getan wurde sind sie dagegen sehr geteilter Meinung. Im nun vorliegenden Ergebnis liegt somit die Verantwortung, den Radverkehr umso mehr zu fördern und bewusst in den Radverkehr zu investieren. Wir sehen hier für Oldenburg die Chance, eine bundesweite Spitzenreiterposition zu manifestieren und auch europaweit eine Vorreiterrolle einzunehmen.
Über 100.000 Teilnehmer bundesweit
Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit und wurde im Herbst 2014 zum sechsten Mal durchgeführt. Er wird gefördert vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans. Über 100.000 Menschen stimmten bundesweit ab - eine Steigerung von 25 Prozent gegenüber dem letzten Test im Jahr 2012. Die Zunahme führt der ADFC auf das wachsende Interesse am Thema Fahrrad und Radverkehr zurück. Die bundesweiten Ergebnisse wurden heute in Berlin vorgestellt.
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit mehr als 145.000 Mitgliedern die größte Interessensvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Die detaillierten Ergebnisse des FahrradklimaTests 2014 und bundesweite Trends finden Sie auf http://www.adfc.de/presse.
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Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit mehr als 145.000 Mitgliedern die größte Interessensvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Die detaillierten Ergebnisse des FahrradklimaTests 2014 und bundesweite Trends finden Sie auf http://www.adfc.de/presse.
Datum: 19.02.2015 - 17:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1175455
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Stadt:
Oldenburg
Kategorie:
Energie & Umwelt
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