"EU führt eine CO2-Steuer durch die Hintertür ein" - WVM-Präsident Bell befürchtet neue Millionenbelastungen durch die Reform des Emissionshandels
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die Reform des Emissionshandels zusätzliche Millionenkosten für die
Industrie. "Die aktuellen Pläne bedeuten die Einführung einer
CO2-Steuer durch die Hintertür", kritisiert Bell zwei Tage vor der
Abstimmung im EU-Umweltausschuss in Brüssel. "Eine Preissteigerung
von 10 Euro pro Tonne CO2 bedeutet allein für unsere Branche rund 30
Millionen Euro Zusatzkosten jedes Jahr. Diese Kosten werden nicht
kompensiert und schwächen damit unsere globale Wettbewerbsfähigkeit."
Die Hauptgeschäftsführerin der WirtschaftsVereinigung Metalle
Franziska Erdle bezeichnete die geplante Marktstabilitätsreserve als
weiteren Nachteil für die Wettbewerbsfähigkeit der betroffenen
Unternehmen. "Statt den Markt zu stabilisieren wird unsere Position
im weltweiten Wettbewerb instabiler. Durch neue politische Eingriffe
entstehen neue Kosten. Wir entfernen uns damit immer weiter von einem
marktwirtschaftlichen System", so Erdle.
Das besondere Augenmerk liegt in der Nichteisen-Metallindustrie
auf den indirekten CO2-Kosten im Strompreis. Sie machen in der
Branche den größten Teil der Kosten des Emissionshandels aus.
Die WirtschaftsVereinigung Metalle (WVM) vertritt die
wirtschaftspolitischen Anliegen der Nichteisen-Metallindustrie. Die
660 Unternehmen erwirtschafteten im ersten Halbjahr 2014 einen Umsatz
von 22 Milliarden Euro. In der Branche arbeiten rund 108.000
Beschäftigte.
Pressekontakt:
WVM-Kommunikation:
Martin Brüning
Tel.: 030 / 72 62 07 - 111
Mobil: 0170 / 760 66 28
E-Mail: bruening@wvmetalle.de
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Datum: 22.02.2015 - 10:43 Uhr
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Berlin/Brüssel
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Industrie
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