Schwäbische Zeitung: Beratungsresistente Impfgegner - Leitartikel

Schwäbische Zeitung: Beratungsresistente Impfgegner - Leitartikel

ID: 1176798
(ots) - In den USA gehört es bei den ganz Konservativen
zum Programm, den Klimawandel zu leugnen und die Evolution zu
bestreiten. Obendrein werden Impfungen gegen diverse Krankheiten als
Verschwörungen gegen die Menschheit abgetan.

In Deutschland ist dieser Personenkreis kleiner. Aber der derzeit
laufende "Masern-Prozess" um einen Impfgegner und Virenleugner in
Ravensburg zeigt, dass es auch hierzulande eine ganze Reihe von
Menschen gibt, die vor Impfungen Angst haben. Sie glauben
tatsächlich, ihren Kindern Gutes zu tun, indem sie ihnen den
Impfschutz verweigern. Sie halten Impfungen für gefährlicher als eine
natürliche Maserninfektion. Dass das im realen Leben nicht der Fall
ist, zeigt die traurige Entwicklung in Berlin mit hohen
Ansteckungsraten und einem ersten toten Kleinkind.

Was hat der Staat also zu tun, um die Impfraten deutlich steigern
zu können? Die radikalen Impfgegner gelten als beratungsresistent und
in ihrem wirren Weltbild verfangen. Damit sie nicht mit ihren kruden
Thesen und ihrem Schamanenzirkus bei den eher verängstigten
Impfskeptikern punkten können, sollten die Gesundheitsbehörden und
Ärzte gemeinsam verstärkt Aufklärung betreiben. Wird damit jedoch
nicht in kurzer Zeit die Impfbereitschaft deutlich gesteigert, dann
muss eben doch eine Impfpflicht durchgesetzt werden.

In den USA appellieren die Politiker an den "gesunden
Menschenverstand", damit trotz Impfpflicht mehr immunisiert wird.
Überzeugen ist immer besser als Verbieten. Wo aber nichts bewegt
werden kann, dort ist der Staat gefordert. Die recht häufig
beobachteten sogenannten "Masern-Partys", bei denen Eltern bewusst
gesunde mit erkrankten Kindern zusammenbringen, stellen den Versuch
einer gefährlichen Körperverletzung dar.

Verkehrte Welt: Während über große internationale
Spendensammlungen versucht wird, Millionen Kinderleben in den


Entwicklungsländern zu retten, gefährden in den USA und in Europa
Ideologen den Schutz ihrer eigenen Kinder.



Pressekontakt:
Schwäbische Zeitung
Redaktion
Telefon: 0751/2955 1500
redaktion@schwaebische-zeitung.de

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Südwest Presse: Kommentar NSU Schwäbische Zeitung: TTIP ist der Mühe wert - Kommentar
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 23.02.2015 - 18:55 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1176798
Anzahl Zeichen: 2368

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Ravensburg



Kategorie:

Politik & Gesellschaft



Diese Pressemitteilung wurde bisher 216 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Schwäbische Zeitung: Beratungsresistente Impfgegner - Leitartikel"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Schwäbische Zeitung (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).


Weitere Mitteilungen von Schwäbische Zeitung


WAZ: Keine harmlose Kinderkrankheit - Kommentar von Petra Koruhn zur Masern-Infektion ...
Der Tod des Jungen führt es uns wieder vor Augen: Bei den Masern handelt es sich keineswegs um eine harmlose Kinderkrankheit. Masern sind für nicht geimpfte Kinder extrem gefährlich. Ist das ein Plädoyer für die Impfpflicht? Zunächst sollte man die Menschen über die Krankheit aufklären. A

Schwäbische Zeitung: Betroffene Bürger - Kommentar ...
Die Gegner der geplanten Stromautobahnen setzen auf den bayerischen Ministerpräsidenten - und der will es sich mit den Bürgerinitiativen nicht verscherzen. Horst Seehofer könnte behaupten, er setze um, wovon der grüne Amtskollege in Baden-Württemberg redet: Die Politik des Gehörtwerdens.

Mitteldeutsche Zeitung: zu Edathy ...
Im Fall Edathy droht ein Déjà-vu. Wieder hat diese Staatsanwaltschaft jegliches Maß verloren. Wieder will sie - obwohl die Vorwürfe juristisch kaum der Rede wert sind - einer Einstellung nur zustimmen, wenn Edathy ein Geständnis ablegt. Noch immer gilt die Entscheidung des Verfassungsgerich

Mitteldeutsche Zeitung: zu Telekom und Wetten ...
Die Telekom, die zu knapp einem Drittel dem Staat gehört, führt die Absurdität der staatlichen Glücksspiel-Politik vor Augen. Diverse Gerichte haben schon vor Jahren festgelegt, dass hier private Anbieter zum Zuge kommen müssen, wie es bei vielen anderen Dienstleistungen selbstverständlich


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z