BDZV verleiht Bürgerpreis der deutschen Zeitungen an Rupert Neudeck

BDZV verleiht Bürgerpreis der deutschen Zeitungen an Rupert Neudeck

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(ots) - "Die Rolle, die die Medien und gerade auch unsere
Zeitungen als Berichterstatter über Kriegs- und Krisengebiete
spielen, kann gar nicht hoch genug geschätzt werden. Wenn in vielen
Regionen dieser Erde Menschen Opfer von nie gekannter Gewalt und
Unterdrückung werden, sind es die Journalisten, die für die
notwendige Aufklärung sorgen." Das sagte Helmut Heinen, Präsident des
Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), heute in Berlin
anlässlich der Verleihung des Bürgerpreises der deutschen Zeitungen
an Rupert Neudeck. Die Jury - alle Chefredakteure der im BDZV
organisierten Verlage - hatte dem Gründer der Hilfsorganisation Cap
Anamur/Deutsche Notärzte e.V. und des Friedenskorps Grünhelme die
mit 20.000 Euro dotierte Ehrung für sein unermüdliches Engagement für
Flüchtlinge und Menschen in Not zugesprochen.

Der Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz, Heiko
Maas, würdigte Rupert Neudeck vor gut 150 geladenen Gästen aus
Politik und Medien in Berlin als eine Persönlichkeit, die "uns mit
ihrer eigenen Lebensgeschichte sehr anschaulich vermittelt, dass
Flucht keine Wahl ist, sondern ein Schicksal. Die Verleihung des
Bürgerpreises an Rupert Neudeck ist ein starkes Zeichen dafür,
Menschen zu helfen, die ihre Heimat verlassen müssen. Rupert Neudeck
hat vielleicht das Größte geleistet, was ein Mensch überhaupt tun
kann: Menschenleben retten."

"Wer etwas Großes auf dieser Welt beginnen will, darf sich nicht
auf die Zuständigen und die Experten verlassen", betonte Rupert
Neudeck. Die Zuständigen seien der Tod einer humanitären Aktion. Das
gelte ebenso für all die klugen Experten, "die einen dazu bringen,
ein riskantes Unternehmen abzublasen, obwohl es für die Betroffenen
lebensrettend sein kann". Neudecks Anspruch: "Nach dem großen Loch in
unserer Geschichte müssen wir uns immer in Mut-Form halten und dürfen


nie wieder feige sein."

Bisher als Bürger des Jahres gewürdigt wurden 2010 Thomas Beckmann
(nominiert von der "Rheinischen Post", Düsseldorf), 2011 das Ehepaar
Birgit und Horst Lohmeyer (nominiert von der "Ostsee-Zeitung",
Rostock), 2012 Nora Weisbrod, (nominiert von "Allgemeiner Zeitung",
Mainz, und "Wiesbadener Kurier"), und Gaby Wentland (nominiert vom
"Hamburger Abendblatt"). Der Solo-Cellist Beckmann hat die in 100
deutschen Städten aktive Obdachlosenhilfe-Organisation "Gemeinsam
gegen Kälte" gegründet. Birgit und Horst Lohmeyer engagieren sich in
dem Örtchen Jamel (Mecklenburg-Vorpommern) gegen Neonazis und rechte
Gewalttäter. Nora Weisbrod unterstützt als Gründerin und
Geschäftsführerin der "Aktion Tagwerk" Bildungsprojekte für Kinder
und Jugendliche in Ruanda, Burundi und Südafrika. Gaby Wentland
kümmert sich mit der von ihr ins Leben gerufenen "Mission Freedom" um
zwangsprostituierte Mädchen und junge Frauen. Bei dem aktuellen
Preisträger handelt es sich um eine Nominierung des "Kölner
Stadt-Anzeigers".

Ausgezeichnet als "Deutschlands Bürger/Bürgerin des Jahres" werden
Personen, die auch jenseits ihrer eigentlichen Profession
Herausragendes für die Gesellschaft leisten. Die deutsche
Nationalität ist ausdrücklich nicht Voraussetzung. Weitere
Informationen zum Preis und alle Nominierten im Portrait finden sich
unter www.buergerpreis-der-zeitungen.de.

Fotos von der heutigen Veranstaltung können ab 16.00 Uhr von der
Website des BDZV www.bdzv.de heruntergeladen werden.



Pressekontakt:
Hans-Joachim Fuhrmann
Telefon: 030/ 726298-210
E-Mail: fuhrmann@bdzv.de

Anja Pasquay
Telefon: 030/ 726298-214; 0170/ 8011142
E-Mail: pasquay@bdzv.de

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Datum: 26.02.2015 - 11:15 Uhr
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