Bund und Bahn wollen Schienenverkehrslärm halbieren
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Bund und Bahn wollen Schienenverkehrslärm halbieren
Die Reduzierung des Schienenverkehrslärms ist und bleibt für die Bundesregierung und die Deutsche Bahn ein zentrales Vorhaben. Anlässlich der öffentlichen Vorstellung des "InfoPunktes Lärmschutz" im Heinrich-Hertz-Institut in Berlin bekräftigten Alexander Dobrindt, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, und der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn Dr. Rüdiger Grube das gemeinsame Ziel, den Schienenverkehrslärm bis 2020 zu halbieren. Im Fokus stehen dabei die zügige Umrüstung der Güterwagen auf die Flüsterbremse sowie die konsequente Lärmsanierung von hochbelasteten Strecken.
"Wir werden den Bahnlärm im Interesse der Anwohner hörbar verringern. Wir fördern die Umrüstung von Güterwagen auf Flüstertechnik, die das Fahrgeräusch der Züge stark reduziert. Güterwagen, die nicht auf lärmmindernde Technik umgerüstet sind, werden ab 2020 das deutsche Netz nicht mehr befahren dürfen. Dafür bereiten wir jetzt ein Gesetz vor. Zudem verbessern wir den Lärmschutz an den Strecken selbst. Für neue Strecken gelten seit diesem Jahr neue, strengere Grenzwerte. Und für die Sanierung bestehender Strecken haben wir die Mittel um 30 Prozent auf 130 Millionen Euro im Jahr erhöht", erklärte Bundesverkehrsminister Dobrindt.
"Im vergangenen Jahr haben wir alle unsere Ziele beim Lärmschutz erreicht. Klar ist aber auch, dass wir die Lärmminderung weiter vorantreiben müssen. Wir verstärken unsere Planungen bei der Lärmsanierung, um in den kommenden Jahren noch mehr Maßnahmen umsetzen zu können und bei der Umrüstung der Güterwagen machen wir auch in Zukunft Tempo. Darüber hinaus wollen wir den Dialog mit der Politik, den Verbänden und den vom Lärm betroffenen Bürgern intensiv fortführen und ausbauen. Denn nur, wenn wir transparent und offen kommunizieren, werden wir die notwendige Akzeptanz für den Schienengüterverkehr erreichen", so Grube.
Bis heute haben Bund und Bahn über eine Milliarde Euro für die Lärmsanierung von rund 1.400 Kilometern Schienenstrecke und 53.400 Wohnungseinheiten investiert, wobei die DB sich mit über 100 Millionen Euro beteiligte. Weiterhin kamen vom Bund finanzierte Sonderprogramme in Höhe von über 100 Millionen Euro hinzu. Auch bei der Umrüstung der Güterwagen liegt die Bahn in ihrem ambitionierten Zeitplan bis 2020 alle 60.000 Güterwagen von DB Schenker Rail auf Flüsterbremse umzurüsten. In den letzten Monaten wurden über 5.700 Bestandsgüterwagen umgerüstet. Zusammen mit dem neuen Rollmaterial sind bereits 14.500 leise Wagen unterwegs, bis Ende dieses Jahres sollen es 20.000 sein.
Mit der Eröffnung des "InfoPunktes Lärmschutz" im Berliner Heinrich-Hertz-Institut fügt die DB ihrem umfangreichen Informationsangebot beim Thema Lärmschutz ein weiteres wichtiges Format hinzu. In einem sogenannten "TiME Lab" können bis zu 20 Besucher gleichzeitig die Wirkung von Lärmschutzmaßnahmen in einer bislang einzigartigen Qualität erleben. Die 180 Grad Panoramaprojektion in Verbindung mit der räumlichen Tonwiedergabe mit 140 Lautsprechern stellt die Effekte verschiedener Maßnahmen, wie zum Beispiel unterschiedlich hohe Wände oder Güterzüge mit Flüsterbremse, absolut wirklichkeitsnah dar.
Mit diesem neuen Informationsangebot will die DB vor allem den bereits laufenden Dialog mit politischen Mandatsträgern, Verbänden sowie Bürgerinitiativen intensivieren. Das Angebot ergänzt die bereits bestehenden Informationsangebote wie beispielsweise das Infomobil Lärmschutz, bei denen die DB zusammen mit den Partnern VPI und InfraDialog Deutschland schon heute vor Ort die Lärmschutzmaßnahmen vorstellen.
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Datum: 03.03.2015 - 11:15 Uhr
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