Für junge Konsumenten hat das Auto als Statussymbol ausgedient / Das Smartphone wird zur Mobilitätslösung der Generation Y
ID: 1180359
motorstarke, elegante Modelle - im Leben vieler junger Menschen
spielt der Besitz von Autos allerdings eine immer geringere Rolle.
Die sogenannte Generation Y hat bei der individuellen Mobilität
andere Ansprüche als ihre Eltern. Das Auto hat als Statussymbol
ausgedient, es wird zum Gebrauchsgegenstand. Das Smartphone selber
wird zur Mobilitätslösung für die Generation der unter 30jährigen und
koordiniert Dienste wie Car-Sharing, Bahn- und Busfahrten oder
Mitfahrgelegenheiten. Das sind zentrale Ergebnisse einer Umfrage der
weltweit tätigen Markenberatung Prophet zum Thema "Bedeutung des
Autos für junge Konsumenten" zu der 3.000 junge Erwachsene (im Alter
von 18 bis 34 Jahren) in Deutschland, Großbritannien und den USA
befragt worden sind.
Die meisten der in der Online-Studie befragten jungen Menschen (in
Deutschland sind es 69 Prozent) kaufen sich heutzutage - wenn
überhaupt - lieber einen gebrauchten Wagen und geben ihr Geld eher
für Elektronik, Freizeit oder Reisen aus. Vor allem Frauen treten
beim Kauf auf die Bremse, nur noch 30 Prozent der weiblichen Käufer
können sich vorstellen einen Neuwagen zu erwerben. Für rund die
Hälfte der in Deutschland befragten Konsumenten hat das neuste
Smartphone sogar einen höheren Stellenwert als das aktuellste
Automodell. Selbst in den USA sind jungen Konsumenten (55 Prozent)
moderne Handys wichtiger als ein fabrikneues Auto - in England sind
es sogar 65 Prozent der für die Prophet-Studie befragten Teilnehmer.
Die digitale Vernetzung der Autos mit immer mehr Internet-Services
scheint bei den potenziellen Kunden der Generation Y trotzdem nicht
den digitalen Wünschen zu entsprechen bzw. trifft sogar auf Bedenken.
Immerhin 75 Prozent betonen, dass ihr Smartphone sie bereits bestens
mit Internet, Kommunikation und Navigation versorge. Und sogar 61
Prozent der Befragten in Deutschland meinen, dass dies die Gefahr
eines Unfalles erhöhe. "Die Etablierung eigener digitaler Ökosysteme
durch die Automobilhersteller scheint ein Fehler zu sein," analysiert
der Markenexperte Felix Stöckle die Ergebnisse der internationalen
Umfrage, "das Smartphone selber wird zur Mobilitätslösung, mit dem
Auto als Frontend mit Displayfunktion". Stöckle ist Partner im
Berliner Büro der Strategieberatung Prophet. Die Hersteller sollten
die digitalen Dienste daher nicht für das jeweilige Auto neu
entwickeln, sondern Smartphones und vorhandene Anwendungen geschickt
integrieren, meint der Berater. Dabei seien die Bedienbarkeit und der
Kundennutzen entscheidend: "Automobilhersteller müssen ein besseres
Verständnis dafür gewinnen, wie sich das Auto heute in den zunehmend
digitalen Lebensstil einfügt und nicht nur vom Produkt her denken."
Auch für den Vertrieb der Autos haben die Wünsche der Generation Y
enorme Auswirkungen. Immerhin 43 Prozent der in Deutschland Befragten
können sich vorstellen, ihr nächstes Auto komplett im Internet
auszuwählen. Und jeder Zweite würde sich freuen, wenn der bestellte
Wagen direkt vor die Haustür geliefert und er dort in die Funktionen
eingewiesen werde.
Unter folgendem Link finden Sie ein exklusives Interview mit Felix
Stöckle sowie die Umfrageergebnisse aus Deutschland, Großbritannien
und den USA zum Thema "Bedeutung des Autos für junge Konsumenten":
http://ots.de/nKQnr
Über Prophet (www.prophet.com)
Prophet ist eine weltweit tätige strategische Marketing- und
Markenberatung mit Büros u.a. in Berlin, London, Zürich, Hongkong,
San Francisco und New York. Mit mehr als 350 Beratern unterstützt
Prophet Unternehmen wie BMW, Cisco, Electrolux, GE, Johnson &
Johnson, Kellogg's, McDonald's, Visa, oder Zurich Financial bei der
Entwicklung von Wachstumsstrategien, der Innovation ihrer
Geschäftsmodelle, der Weiterentwicklung ihrer Markenstrategien sowie
der Transformation ihres Marketings. Dazu vereint Prophet Kompetenzen
in den Bereichen Marke, Marketing, Innovation, Design, Digital und
Analytics zu interdisziplinären Lösungen.
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Datum: 03.03.2015 - 10:00 Uhr
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