Fortschrittliche Screeningverfahren erhöhen die Überlebensrate bei Darmkrebserkrankungen in Europa
ID: 1181242
In Europa ist Darmkrebs (CRC) die am häufigsten auftretende Form
von Krebs im Magen-Darm-Bereich. Bei über der Hälfte aller bösartigen
Magen-Darm-Tumore[1]handelt es sich um diese Erkrankung und die
jährliche Inzidenz wird aktuellen Prognosen zufolge bis 2020 um 12 %
zunehmen.[2]
Zur Unterstützung des Colorectal Cancer Awareness Month ruft
United European Gastroenterology (UEG) sämtliche EU-Länder dazu auf,
sich intensiver mit fortschrittlichen Screeningverfahren wie etwa dem
FIT (Faecal Immunological Test) auseinanderzusetzen, um dessen
Verbreitung zu fördern und so für höhere Überlebensraten zu sorgen.
Im Vergleich zur traditionellen Entnahme von drei Stuhlproben im
Rahmen der Guajakbasierten Stuhlbluttests (gFOBTs) ist FIT ein
fortschrittlicheres Verfahren. Hier muss nur eine einzige Probe auf
Blutspuren untersucht werden, wobei es sich um ein mögliches
Anzeichen für Adenome bzw. Darmkrebs handelt. Zudem hat sich das
problemlos einsetzbare Instrument zur Probenentnahme für die
Verbreitung des Verfahrens als förderlich erwiesen.[3]
(Photo: http://photos.prnewswire.com/prnh/20150304/732575-INFO )
Noch entscheidender ist aber, dass der FIT aufgrund seines
überlegenen Analyseverfahrens beträchtliche Vorteile im klinischen
Bereich bietet. Das FIT-Verfahren ist zudem empfindlicher als gFOBT:
Bei der spezifischen Prüfung auf Hämoglobin werden auch kleinere
Blutungen - und folglich auch mehr Krebserkrankungen im Frühstadium
und mehr Adenome - erkannt. Die Anzahl falsch-positiver
Testergebnisse konnte ebenfalls gesenkt werden, da es
unwahrscheinlich ist, dass das aus der Nahrungsmittelaufnahme
stammende Hämoglobin im Kot eine signifikante Abweichung
verursacht.[4]
"Als Erstscreening stellt FIT eine attraktive Alternative zu gFOBT
dar. Zudem wird es potenziell gefährdeten Europäern den Zugang zu
Screeninguntersuchungen erleichtern, sodass Darmkrebs frühzeitig
erkannt und Tausende erfolgreich behandelt werden können", erklärt
die am Niederländischen Krebsinstitut tätige UEG-Expertin Dr. Monique
van Leerdam.
Auch wenn Darmkrebs bei frühzeitiger Erkennung behandelbar ist,
erliegen schätzungsweise über 500 Europäer pro Tag ihrer Erkrankung.
Laut einer kürzlichen UEG-Umfrage zur Gesundheit des
Verdauungssystems in Europa[1] schwankt das Verhältnis von
Darmkrebs-Screening-Programmen in deutlichem Umfang: In Gebieten wie
Polen ergab sich ein Wert von 15 %, während in Finnland ein
gesünderes Ergebnis von 70 % festgestellt wurde. Dennoch ist die
Verbreitung solcher Untersuchungen in Europa im Allgemeinen
beängstigend niedrig: In etlichen Ländern liegt die Zahl der sich
einer Screeninguntersuchung unterziehenden Erwachsenen deutlich unter
dem Wert von 65 %, den die Europäische Kommission für wünschenswert
hält.
Referenzen
1. UEG Survey of Digestive Health across Europe. Teil eins: 2014.
2. International Agency for Research on Cancer
3. Mosen DM, et al. Participant uptake of the FIT decreases with
the two-sample. Eur J Cancer 2014
4. Allison JE, et al. Population screening for colorectal cancer
means getting FIT
Photo:
http://photos.prnewswire.com/prnh/20150304/732575-INFO
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media@ueg.eu,
Tel.: +44(0)1444811099
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Datum: 04.03.2015 - 12:18 Uhr
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