Internationaler Frauentag 2015: Women for Positive Action Women veröffentlicht aktuelles Informationsmaterial zum Thema "Hepatitis und Koinfektion bei Frauen, die mit HIV leben"
ID: 1182654
Anlässlich des Internationalen Frauentages hat Women for Positive
Action (WFPA) eine praktische und informative didaktische
Arbeitshilfe mit dem Titel "Hepatitis and coinfection in women living
with HIV" veröffentlicht. WFPA ist eine internationale
multidisziplinäre Gruppe von Expertinnen, die sich dafür einsetzt,
die Betreuung und Behandlung HIV-positiver Frauen zu verbessern. Die
neue Arbeitshilfe besteht aus einem umfangreichen Satz von
Präsentationsfolien (sie steht hier zum Download bereit
[http://www.womenforpositiveaction.org/resource-centre/coinfection ]
). Sie stellt Informationen für Frauen, die mit HIV und Hepatitis
leben und alle, die in ihre Unterstützung eingebunden sind, zur
Verfügung.
Bei Menschen, die gleichzeitig mit HIV und Hepatitis infiziert
sind, kann die Schwächung des Immunsystems das Auftreten von
Leberzirrhose und Leberkrebs beschleunigen.[1] Die Therapie ist sehr
anspruchsvoll. Das doppelte Stigma einer Koinfektion und die Angst
vor Nebenwirkungen können Patientinnen und Patienten psychisch stark
belasten.[2] Frauen leiden häufig noch unter zusätzlichen
Belastungen: Die Vereinbarkeit von Krankheitsbewältigung, Beruf und
Familie ist oft eine schwierige Aufgabe.
"Ich habe jahrelang mit meiner HIV-Infektion gekämpft. Als ich
mich endlich durch die Therapie stabilisiert hatte, befürchtete ich,
dass ich an meiner Hepatitis-C-Infektion sterben könnte. Zweimal hat
die Hepatitis-Behandlung bei mir versagt, und ich litt unter
unerträglichen Nebenwirkungen. Als ich total verzweifelt war und
Angst hatte, an einer Leberzirrhose zu sterben, wurde ich dank der
neuen Hepatitis-C-Medikamente geheilt - es war, als ob ich zum
zweiten Mal geboren wäre ." (Eine Frau, die kürzlich von ihrer
Hepatitis-C-Infektion (HCV) geheilt wurde).
Die HCV-Landschaft hat sich in den letzten Jahren drastisch
verändert. Heute sind Medikamente verfügbar, die viele Patientinnen
und Patienten heilen können[3]. Aber zu oft haben in vielen Ländern
gerade Frauen mit einem besonders hohen Erkrankungsrisiko keinen
Zugang zur Behandlung. Die neue "massgeschneiderte" Arbeitshilfe
leistet einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung koninfizierter
Frauen. Sie gibt Informationen und praktische Anleitungen zu Themen
wie z.B. Behandlungsmöglichkeiten, psychische Gesundheit und
Familienplanung. Die Informationsmaterialien verdeutlichen ausserdem,
wie wichtig es ist, auf die besonderen Bedürfnisse von Frauen
einzugehen, sie besser in die Forschung einzubinden und ihnen den
Zugang zur bestmöglichen Behandlung zu öffnen.
WFPA widmet sich den besonderen Herausforderungen, vor denen
HIV-positive Frauen und alle, die sie unterstützen, stehen. Weitere
Informationen finden Sie auf der Website
http://www.womenforpositiveaction.org. Auch mit Twitter @WFPA_HIV
[http://twitter.com/WFPA_HIV ] können Sie sich über aktuelle
Aktivitäten informieren.
Informationen für Herausgeber:
Weltweit leiden 130-150 Millionen Menschen unter einer chronischen
HCV-Infektion. Bis zu 500.000 Menschen sterben jährlich an
HCV-bedingten Lebererkrankungen[4]. Schätzungsweise fünf Millionen
Menschen leiden unter einer HIV/HCV-Koinfektion. Das heisst, dass
ungefähr 25-30% aller Menschen, die mit einer HIV-Infektion leben,
gleichzeitig mit HCV infiziert sind.[5] Die Koinfektion betrifft eine
grosse Anzahl HIV-positiver Frauen. [6] HCV ist ein Behandlungsfeld,
das sich rasant weiterentwickelt. Mehrere neue sehr wirksame
Therapien stehen aktuell zur Verfügung.
Besuchen Sie http://www.womenforpositiveaction.org
[http://bit.ly/az1JKU ], um sich über laufende Projekte zu
informieren. Women for Positive Action ist ein Bildungsprogramm ,
dass durch AbbVie finanziell unterstützt wird. Alle Materialien
werden durch die unabhängige WFPA-Expertinnengruppe entwickelt. Sie
spiegeln deren Wissenstand und Meinungen wider.
Referenzen
1) WHO. Hepatitis C Fact Sheet No.164, April 2014.
2) Pereira M et al. AIDS Care 2014;26:56-64.
3) Wendt A & Bourlière M. Ther Adv Infect Dis 2013;1:191-208.
4) Operskalski E et al. Curr HIV/AIDS Rep 2011;8:12-22.
5) Alter MJ. J Hepatol 2006;44:S6-9.
6) Tremeau-Bravard A et al. Afr Health Sci 2012;12:312-317.
Für zusätzliche Informationen kontaktieren Sie bitte das WFPA-Sekretariat:
Email:WFPA@litmus-mme.com
Tel: +44-(0)20-7632-1924
Twitter: @WFPA_HIV
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Datum: 06.03.2015 - 12:36 Uhr
Sprache: Deutsch
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Kategorie:
Gesundheitswesen - Medizin
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