Trennung von Privatleben und Beruf löst sich bei jungen Mitarbeitern auf
Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels nimmt der Wettbewerb um gut ausgebildete Fachkräfte weiter zu. Absolventen, die jetzt die Hochschulen verlassen, sind in der komfortablen Situation, sich zwischen verschiedenen Arbeitgebern entscheiden zu können. Unternehmen müssen daher stärker auf die Bedürfnisse der Generation Y eingehen.
Der 9-to-5-Job hat ausgedient
Klassische Arbeitszeitmodelle sind nicht mehr gefragt: Für die Befragten ist eine abgestimmte Gleitzeit das bevorzugte Arbeitsmodell. Allerdings gehen sie auch davon aus, dass ihr Privat- und Berufsleben immer stärker ineinander übergehen. Insgesamt beeinflussen sich familiäre Einflüsse und die Arbeitsgestaltung gegenseitig: Die Generation Y ist bereit viel zu leisten, wenn der Arbeitgeber im Gegenzug Familienfreundlichkeit beweist. Über 50 Prozent der Befragten würden Dienstreisen in Kauf nehmen, die mehr als die Hälfte des Monats ausmachen. Andererseits erwarten sie auch, während der Arbeitszeit Privates regeln zu können.
Vorbild und Vaterfigur in einem – der moderne Vorgesetzte
Ein gutes Verhältnis zur Führungskraft ist für die Befragten essentiell. Wünschenswerte Attribute eines Vorgesetzten sind ein vorbildliches Verhalten, Freundlichkeit und Flexibilität in der Zusammenarbeit. Die sozialen Aspekte spiegeln sich auch in der Arbeit und Führung wider. Die Teilnehmer wünschen einen partizipativen Führungsstil, flache Hierarchien und eine harmonische Arbeitsatmosphäre ebenso wie die aktive Mitgestaltung des unternehmerischen Geschehens. Eine etablierte Feedbackkultur stellt eine unabdingbare Anforderung dar: 94 Prozent der Studierenden fordern einen Austausch mit erfahrenen Mitarbeitern und Vorgesetzten.
Vergütung spielt nur noch eine untergeordnete Rolle
Für die Teilnehmer steht der Wunsch nach Selbstverwirklichung, Flexibilität und Erweiterung des eigenen Horizonts über einer höheren Vergütung. Materielle Werte sind für die kommenden Berufseinsteiger jedoch nicht komplett zu vernachlässigen, wenn es als Anreiz eine motivierende und wertschätzende Wirkung hat.
Über die Studie
An der Studie nahmen 247 Studenten ab dem vierten Fachsemester verschiedener Fachrichtungen an deutschen Hochschulen teil. Ein Drittel der Umfrageteilnehmer war weiblich, zwei Drittel männlich. Das Durchschnittsalter der Teilnehmer betrug ca. 24 Jahre. Abgefragt wurden Aspekte zur Arbeitsplatzgestaltung, Arbeitsweise und –bedingungen, der berufliche und persönliche Weiterentwicklung und zu Familie und Freizeit.
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Datum: 11.03.2015 - 10:20 Uhr
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