Gesünder durch bessere Raumluft

Gesünder durch bessere Raumluft

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Gesünder durch bessere Raumluft



(pressrelations) -
- Neues System vereinheitlicht EU-weit die Bewertung der Raumluft-Qualität
- Wissenschaftler des Universitätsklinikums Freiburg beteiligt

Erstmals können gesundheitliche Risiken durch flüchtige Schadstoffe aus Baumaterialien europaweit einheitlich beurteilt werden. Dies ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass ein gesundes Raumklima gewährleistet ist.

Insbesondere flüchtige organische Verbindungen (VOC), wie sie in Baumaterialien, Einrichtungen, Elektrogeräten, Reinigungsmitteln oder anderen Produkten enthalten sind, können im Innenraum gesundheitlich bedenkliche Konzentrationen erreichen. "Als Konsequenz immer besser gedämmter Häuser können gesundheitsgefährdende Substanzen nicht mehr so leicht entweichen. Darum müssen Emissionsquellen im Innenraum besser kontrolliert und reduziert werden", sagt Prof. Dr. Volker Mersch-Sundermann, Leiter des Instituts für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene des Universitätsklinikums Freiburg. "So kann auch bei moderner Bauweise sichergestellt werden, dass es nicht zu gesundheitlich bedenklichen Stoffkonzentrationen in der Raumluft kommt."

Bewertungssystem orientiert sich an Verfahren aus Deutschland und Frankreich

Ein einheitliches Bewertungssystem wurde nun von der Arbeitsgruppe EU-LCI entwickelt, an der auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene des Universitätsklinikums Freiburg mitgewirkt haben. Das Bewertungssystem regelt, wie Emissionsdaten erfasst und ausgewertet werden sollen. Die Bewertungen des Systems basieren auf der so genannten "LCI", der "lowest concentration of interest". Der LCI beschreibt den Emissionswert, ab der eine Substanz bei langfristiger Exposition Einfluss auf Personen im Innenraum haben könnte.

Das neue Verfahren ermöglicht den Herstellern von Baumaterialien eine genauere Einhaltung der Produktionsvorschriften und den Kontrollbehörden eine bessere Kontrolle. Bislang wurden die Grenzwerte durch einige national entwickelte und deshalb unterschiedliche Verfahren erfasst. "Das neue Verfahren erlaubt jetzt eine EU-weite Harmonisierung der Bewertung", sagt Prof. Mersch-Sundermann. Außerdem kann das Verfahren künftig auch für die Produktkennzeichnung genutzt werden, um den potenziellen Einfluss von Produkten auf die Raumluftqualität zu bewerten. Das EU-LCI-Verfahren und die Ableitung der vorgeschlagenen Richtwerte ist seit kurzem online dokumentiert unter: www.eu-lci.org.



An der EU-LCI Arbeitsgruppe sind folgende Institutionen beteiligt (alphabetisch):
- Agency for Food, Environmental and Occupational Health and Safety, ANSES (Frankreich)
- BASF SE (Deutschland)
- Belgian Federal Public Services, FPS-DG5 Environment (Belgien)
- Danish Technological Institute, DTI (Dänemark)
- Deutsche Bauchemie e.V. (Deutschland)
- Deutsches Institut für Bautechnik, DIBt (Deutschland)
- Finnish Society of Indoor Air Quality and Climate, FiSIAQ (Finland)
- Flemish Institute for Technological Research, VITO (Belgien)
- Karolinska Institute, Institute of Environmental Medicine (Schweden)
- Landesamt für soziale Dienste Schleswig-Holstein, LasD (Deutschland)
- National Research Centre for the Working Environment (Dänemark)
- PTCH Consultancy (Vereinigtes Königreich)
- The European Chemical Industry Council, CEFIC (Belgien)
- Umweltbundesamt UBA (Deutschland)
- Umweltbundesamt UBA (Österreich)
- Universität Cranfield (Vereinigtes Königreich)
- Universität Mailand, Dept. of Biomedical and Clinical Sciences (Italien)
- Universitätsklinikum Freiburg, Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene (Deutschland)


Kontakt:

Prof. Dr. Volker Mersch-Sundermann
Ärztlicher Direktor
Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene
Universitätsklinikum Freiburg

Telefon: 0761 270-82070
E-Mail: volker.mersch-sundermann@uniklinik-freiburg.de
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Datum: 23.03.2015 - 16:15 Uhr
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