TÜV Rheinland: Mit Bewegung und Sport gegen Frühjahrsmüdigkeit / Müde und abgeschlagen im Job - ein saisonales Phänomen / Bewegung im Freien als Strategie gegen Müdigkeit
ID: 1190336
Temperaturen die Menschen ins Freie. Doch jeder Zweite in Deutschland
möchte vor allem eines: schlafen. Dabei sind die unterschiedlichen
Symptome wie Müdigkeit, Wetterfühligkeit, Schwindelgefühl,
Kreislaufschwäche, Gereiztheit, Kopfschmerzen und Antriebslosigkeit
bei den Menschen unterschiedlich ausgeprägt. Die Ursachen sind
wissenschaftlich noch nicht vollständig geklärt, verschiedene
Faktoren spielen eine Rolle: Der Organismus reagiert auf die
steigenden Temperaturen mit geweiteten Blutgefäßen und niedrigem
Blutdruck. Nach dem langen Winter ist der Spiegel des Melatonins -
des sogenannten Schlafhormons - besonders hoch. "Viele Menschen sind
müde und träge. Auch fühlen sie sich körperlich und geistig
wesentlich schneller erschöpft", sagt Dr. Wiete Schramm, Ärztin bei
TÜV Rheinland.
Aktiv gegen Leistungsabfall und Antriebslosigkeit
Allerdings ist man dem großen Gähnen nach einem langen Winter
nicht zwangsläufig ausgeliefert. Dr. Wiete Schramm empfiehlt, der
Müdigkeit aktiv entgegenzuwirken. Bewegung und Sport an der frischen
Luft sind dabei erste Wahl. Schon drei bis vier kurze Spaziergänge
pro Woche haben einen nachweisbar positiven Effekt. Dadurch wird die
Produktion des Hormons Serotonin angekurbelt, und das hebt nicht nur
die Laune, sondern vertreibt auch die Müdigkeit. Wie intensiv die
sportlichen Belastungen ausfallen sollten, hängt von der
individuellen körperlichen Verfassung ab. Neueinsteiger ab einem
Alter von 35 Jahren sollten vor den ersten Laufrunden einen Arzt
aufsuchen. "30 Minuten pro Spaziergang oder Lauf durch den Park
sollten es schon sein, denn sich nur bei Sonnenschein auf die
Parkbank zu setzen, reicht nicht aus", erklärt die TÜV
Rheinland-Expertin. Klingen die Symptome nicht ab, sollten Betroffene
einen Arzt aufsuchen.
Arbeitsweg oder Mittagspause für Bewegung nutzen
Wenn im Berufsalltag die Zeit für viel Bewegung oder Sport fehlt,
könnte man auch die Mittagspause nutzen oder - statt mit dem Auto -
mit dem Rad zur Arbeit fahren. Ein weiteres Mittel gegen die Trägheit
ist die richtige Vorbereitung im Winter. Wer auch in der dunklen
Jahreszeit ab und zu den Versuchungen der Couch und der Chipstüte
widersteht, sich regelmäßig bewegt und auf eine gesunde Ernährung
achtet, muss mit weniger Umstellungsschwierigkeiten im Frühjahr
kämpfen und kann auch den Arbeitsalltag gut bewältigen.
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www.tuv.com/arbeitsmedizin im Internet.
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Datum: 24.03.2015 - 10:00 Uhr
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