Reallohnindex im Jahr 2014 um 1,7 % gestiegen
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Vierteljährlichen Verdiensterhebung ist der Reallohnindex in
Deutschland im Jahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 % gestiegen.
Damit wird das vorläufige Ergebnis vom 9. Februar 2015 um 0,1
Prozentpunkte nach oben korrigiert. Wie das Statistische Bundesamt
(Destatis) weiter mitteilt, war dies der höchste Anstieg seit Beginn
der Zeitreihe des Reallohnindex im Jahr 2008. Die Nominallöhne waren
im Jahr 2014 um 2,6 % höher als im Vorjahr. Sowohl die regelmäßig
gezahlten Verdienstbestandteile als auch die Sonderzahlungen trugen
zu dem Verdienstzuwachs bei. Die Verbraucherpreise legten im Jahr
2014 um 0,9 % zu.
Im vierten Quartal 2014 stieg der Reallohnindex mit + 2,2 % im
Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal so stark wie noch nie
seit Beginn der Berechnungen im Jahr 2008. Ein wesentlicher Grund für
diese hohe Steigerung war das geringe Wachstum der Verbraucherpreise
in Höhe von 0,5 %. Die Nominallöhne stiegen in diesem Zeitraum um 2,7
%.
Der Nominallohnindex spiegelt die Veränderung der
Bruttomonatsverdienste inklusive Sonderzahlungen der vollzeit-,
teilzeit- und geringfügig beschäftigten Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer wider. Er erfasst die Verdienstentwicklung bei gleicher
Beschäftigtenstruktur wie im Vorjahr. Die Gliederung des
Nominallohnindex nach den sogenannten Leistungsgruppen zeigt, dass
Beschäftigte mit höheren Arbeitsplatzanforderungen hinsichtlich
Qualifikation und Führung im Jahr 2014 im Durchschnitt deutlich
stärker von der insgesamt positiven Verdienstentwicklung profitieren
konnten. So war der nominale Verdienstzuwachs der Arbeitnehmer in
leitender Stellung mit + 4,1 % überdurchschnittlich hoch, während die
Verdienstanstiege angelernter Beschäftigter (+ 1,5 %) und ungelernter
Beschäftigter (+ 1,2 %) deutlich unterhalb der Gesamtentwicklung
lagen.
Vollzeitbeschäftigte verdienten in Deutschland im Jahr 2014
inklusive Sonderzahlungen durchschnittlich 46 575 Euro brutto. Die
höchsten Durchschnittsverdienste erhielten die Vollzeitbeschäftigten
bei Banken und Versicherungen (68 104 Euro), im Bereich Information
und Kommunikation (63 591 Euro) sowie in der Energieversorgung (62
700 Euro). Der niedrigste durchschnittliche Bruttojahresverdienst
wurde im Gastgewerbe (26 455 Euro) gezahlt. Diese Angaben stellen
arithmetische Mittelwerte dar. Wichtig für die Interpretation ist die
Verteilung der Beschäftigten um diesen Mittelwert: Aus der
Verdienststrukturerhebung ist bekannt, dass knapp zwei Drittel der
Vollzeitbeschäftigten weniger verdienen als den
gesamtwirtschaftlichen Durchschnittswert; nur ein gutes Drittel liegt
darüber. Dieses Drittel hat so hohe Verdienste, dass der
Durchschnittswert für alle Beschäftigten auf das hohe Niveau
angehoben wird.
Die Vierteljährliche Verdiensterhebung wird seit dem Berichtsjahr
2007 durchgeführt und umfasst 40 500 Betriebe im Produzierenden
Gewerbe und Dienstleistungsbereich. Die Merkmale der
Vierteljährlichen Verdiensterhebung sind in Anlehnung an die Vorgaben
des betrieblichen Rechnungswesens definiert.
Detaillierte Daten und lange Zeitreihen zu den Bruttoverdiensten
können über die Tabelle Bruttoverdienste, Wochenarbeitszeit
(62321-0001) in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.
Die vollständige Pressemitteilung (inklusive PDF-Version) mit
Tabellen sowie weitere Informationen und Funktionen sind im
Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter
http://www.destatis.de/presseaktuell zu finden.
Weitere Auskünfte gibt:
Ralf Droßard, Telefon: (0611) 75-4236, www.destatis.de/kontakt
Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
E-Mail: presse@destatis.de
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Datum: 26.03.2015 - 08:00 Uhr
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