NOZ: Gespräch mit Bernd Lucke, AfD-Bundessprecher
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AfD-Chef: Griechenland kann Erwartungen der Eurozone nicht
erfüllen - Moskau-Besuch Drohgebärde Richtung Brüssel
Osnabrück. Angesichts der Finanznöte Griechenlands wertet
AfD-Bundessprecher Bernd Lucke die Moskau-Reise des griechischen
Ministerpräsidenten Alexis Tsipras als eine "Verzweiflungstat". In
einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitag) sagte
Lucke: "Tsipras weiß, dass Griechenland die Erwartungen der Eurozone
nicht erfüllen kann." Die Drohung Athens, zum Verbündeten Putins zu
werden, könne dazu führen, dass die Eurozone erneut nachgebe und
Griechenland noch mehr Zeit und Geld gewähre, erklärte Lucke. "Damit
wäre zwar die Staatspleite vorerst abgewendet, aber die
wirtschaftliche Misere Griechenlands würde fortdauern", warnte Lucke.
Dies könne sogar im Interesse der Bundeskanzlerin Angela Merkel
sein, sagte der AfD-Politiker. Merkel müsse fürchten, dass ein
Griechenland, was aus dem Euro ausscheidet, wirtschaftlich schnell
gesundet und damit andere Krisenstaaten der Eurozone über einen
Austritt nachdenken lasse, erläuterte Lucke.
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Datum: 10.04.2015 - 05:00 Uhr
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