Lausitzer Rundschau: Hillary Clinton will Präsidentin der USA werden / Das Kreuz mit dem zweiten Anlauf
ID: 1197694
Amerikaner gern zum Kern ihrer Lebensphilosophie erklären. Wer
scheitert und wieder aufsteht, wer aus Fehlern lernt und zum Comeback
antritt, dem sind Sympathie und Respekt garantiert, denn niemand ist
hier für alle Zeiten zum Versager gestempelt. Nur, dass die
Duelle ums Weiße Haus mit ernüchternder Regelmäßigkeit beweisen, dass
das in der Politik nur mit Einschränkungen gilt. In Wahlkämpfen
schätzt das Land keine Loser. Ob Jimmy Carter oder Bill Clinton,
George W. Bush oder Barack Obama: Die meisten, die zuletzt ins Oval
Office gewählt wurden, haben es im ersten Anlauf geschafft. Die
Ausnahme bildete Ronald Reagan, der 1980 erst im zweiten Anlauf
gewann. Man sollte also vorsichtig sein mit allzu viel
Vorschusslorbeer für Hillary Clinton. Sie mag die Favoritin sein,
zumindest in den eigenen Reihen. Es ist aber nur eine Momentaufnahme.
Schon vor acht Jahren schien es so, als könnte ihr keiner das Wasser
reichen. Schon damals machte das Wort von der unvermeidlichen
Kandidatin die Runde. Schon damals sprachen manche von einer
Bewerberin, die praktisch gekrönt werden würde, statt sich im
Marathon der Primaries (Vorwahlen) durchbeißen zu müssen. Bekanntlich
kam es anders, und deshalb ist eine Prise Skepsis nicht unangebracht.
Was 2015 von 2007 unterscheidet: Bei den Demokraten ist im Augenblick
kein zweiter Barack Obama in Sicht, kein Senkrechtstarter, der der
Gesetzten erfolgreich den Fehdehandschuh hinwerfen könnte. Aber bis
in Iowa die erste Vorwahl stattfindet, gehen noch fast neun Monate
ins Land. Zeit genug für einen überraschenden Herausforderer. Gewiss,
man darf nicht unterschätzen, wie viele Wähler dem Durchbruch des
Jahres 2008 einen zweiten folgen lassen möchten. Damals der erste
Schwarze im Weißen Haus, demnächst die erste Präsidentin: Das
Historische wird eine Rolle spielen, es wird gerade Frauen
motivieren, für Hillary zu stimmen. Und es wird einige geben, die
nachträglich bereuen, dass sie seinerzeit Obama den Vorzug gaben,
einem Jungsenator ohne Managementerfahrung, in dessen ersten
Amtsjahren manches Vorhaben scheiterte, weil er handwerkliches
Geschick vermissen ließ. Erfahrung, Kompetenz und Kompromissfähigkeit
sind Stärken, die Clinton in die Waagschale wirft. Ihr Pflichtgefühl
ist Legende. In vier Jahren als Chefdiplomatin legte sie nahezu eine
Million Flugmeilen zurück, um 112 Länder zu besuchen. Zu ihrem
Freundeskreis gehören Republikaner wie John McCain; es dürfte ihr
relativ leicht fallen, Brücken ins konservative Lager zu bauen. Nur
sehnen sich die Demokraten eben auch nach einer Kandidatin, die das
Herz wärmt. Clinton, die pro Rede angeblich zweihunderttausend Dollar
kassiert, hat Mühe, die Sorgen und Nöte der kleinen Leute zu
verstehen.
Pressekontakt:
Lausitzer Rundschau
Telefon: 0355/481232
Fax: 0355/481275
politik@lr-online.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 12.04.2015 - 20:29 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1197694
Anzahl Zeichen: 3209
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Cottbus
Kategorie:
Außenhandel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 341 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Lausitzer Rundschau: Hillary Clinton will Präsidentin der USA werden / Das Kreuz mit dem zweiten Anlauf"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Lausitzer Rundschau (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Es ist übertrieben, Restaurantbesuche in der Corona-Pandemie noch stärker zu beschränken - indem wie jetzt in Sachsen und Brandenburg Geimpfte und Genesene zusätzlich einen negativen Schnelltest vorweisen müssen. 2G plus bevorzugt die Geboosterten vor jenen Erwachsenen beim Essen gehen, die
Fehlende Lobby für die Lausitz? - Zu den Abgeordneten in Bundestagsausschüssen ...
Für die Lausitz wird es ernst im Strukturwandel. Wichtige Entscheidungen zum Kohle-Ausstieg, aber auch zur Verteilung der zugesagten Milliarden-Zahlungen zur Anpassung des Wandels stehen an. Ein wichtiges Wort spricht dabei der Bundestag mit. Die entsprechenden Gesetze müssen dort verabschiedet
Sachsens neue Bürgerlichkeit - zum Regierungsbündnis in Corona-Zeiten ...
Meißen wird gern als die Wiege Sachsens bezeichnet. Aktuell hat der Kreis rund um die alte Bischofsstadt an der Elbe einen traurigen Rekord zu vermelden. Mit 2328,1 führt er die Inzidenz-Statistik an, dicht gefolgt vom benachbarten Mittelsachsen mit 2099,4. Das sind erschreckend hohe Zahlen, fü
Weitere Mitteilungen von Lausitzer Rundschau
Weser-Kurier:Über Hillary Clinton schreibt Thomas Spang: ...
Hillary Clinton tritt im Rennen um das Weiße Haus an. Wirklich überrascht hat die ehrgeizige Demokratin damit wohl kaum jemanden. Wer nur ein wenig von amerikanischen Präsidentschafts-Wahlkämpfen versteht, konnte die Zeichen schon vor langer Zeit deuten. Mit der Ankündigung ihrer Kandidatur
WAZ: Anflug von Nähe. Kommentar von Matthias Korfmann ...
Von Herzlichkeit konnte keine Rede sein, als sich Barack Obama und Raúl Castro die Hände reichten. Und dennoch ist allein diese Geste, dieser Anflug von Nähe, eine Sensation. Das Eis schmilzt, die politische Rhetorik nimmt Abschied vom Hass. Warum tut Obama das? Weil er nach einer Reihe von a
WAZ: Hillary Clintons schwerer Gang. Kommentar von Dirk Hautkapp zur Clinton-Kandidatur ...
Sie wäre die erste Frau im Oval Office des Weißen Hauses. Und die erste Frau, die ihren Gatten im höchsten Staatsamt beerbt. Das ist das leitende Motiv einer Präsidentschaftskandidatur, wie sie Amerika noch nicht erlebt hat. Hillary Clinton verdient Respekt dafür. Und etwas Beileid zugleich
Allg. Zeitung Mainz: Zweifel / Kommentar zu Hillary ...
Es gibt wohl kaum jemanden in den USA, der den Politikbetrieb und das Spiel um die Macht so gut kennt wie Hillary Clinton. Gouverneurs-Gattin, First Lady, US-Senatorin, Außenministerin - sie kann auf einen Erfahrungsschatz zurückgreifen, der anderen Bewerbern um die US-Präsidentschaft verwehr




