KfW: Erfolgreiches Geschäftsjahr 2014
ID: 1199309
- Gestiegenes Gesamtfördervolumen von 74,1 Mrd. EUR
- Konzerngewinn auf 1,5 Mrd. EUR erhöht
- Bilanzsumme auf 489,1 Mrd. EUR angestiegen
- Kernkapitalquote nach Basel III: 14,1 %
Die KfW Bankengruppe hat im Jahr 2014 trotz herausfordernden
Marktumfelds wie in den Vorjahren eine hohe Nachfrage nach ihren
Finanzprodukten verzeichnet. Die Förderzusagen sind auf ein
Gesamtvolumen von 74,1 Mrd. EUR gestiegen (2013: 72,5 Mrd. EUR).
Dabei bildete die Förderung des Mittelstands, von Gründern und
innovativen Unternehmen weiterhin Schwerpunkte. Ebenso hat die KfW
ihre Rolle als einer der weltweit führenden Finanzierer für Klima-
und Umweltfinanzierungen weiter gestärkt (26,6 Mrd. EUR).
Insbesondere ist das internationale Geschäft der KfW (hierzu zählen
der Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank, KfW IPEX-Bank und DEG) mit
25,5 Mrd. EUR (2013: 20,5 Mrd. EUR) um 25 % gewachsen.
Mit einem Konzerngewinn von 1.514 Mio. EUR hat die KfW im
Geschäftsjahr 2014 ein sehr gutes Ergebnis erzielt, mit dem die
Erwartungen und das Vorjahresergebnis (1.273 Mio. EUR) übertroffen
wurden. Die positive Entwicklung resultiert vor allem aus dem sehr
guten Bewertungsergebnis, das insbesondere den Rückgang des
Zinsüberschusses infolge des schwierigeren Zinsumfelds
überkompensierte. Die erbrachten Förderleistungen der KfW - im
Wesentlichen in Form von Zinsverbilligungen - liegen nachfragebedingt
mit 364 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau (597 Mio. EUR).
"Auch 2014 hat die KfW ein sehr gutes Ergebnis erzielt, das aber
Sondereffekte enthält und oberhalb des nachhaltigen Ertragspotenzials
liegt", sagt Dr. Ulrich Schröder, Vorstandsvorsitzender der KfW
Bankengruppe, anlässlich der Bilanzpressekonferenz am Mittwoch in
Frankfurt am Main. "Vor dem Hintergrund des weiterhin schwierigen
Zinsumfelds sowie den zu erwartenden Zusatzkosten für die
Modernisierung und die KWG-Anwendung stärkt das Ergebnis unsere
Kapitalbasis und hilft, die Förderfähigkeit der KfW sicherzustellen."
Das Betriebsergebnis vor Bewertungen (vor Förderleistung) liegt
mit 2.023 Mio. EUR (2.302 Mio. EUR) erwartungsgemäß unter dem
Vorjahreswert. Dabei beläuft sich das Zinsergebnis als wichtigste
Ertragsquelle im Konzern auf 2.768 Mio. EUR (2.997 Mio. EUR). Bei
stabilen Zinsmargen im Aktivgeschäft resultiert der Rückgang im
Wesentlichen aus erwartungsgemäß rückläufigen Zinsstrukturbeiträgen
infolge des sehr niedrigen Zinsniveaus und der sich weiter
abflachenden Zinskurve. Unverändert profitierte die KfW von ihrer
erstklassigen Bonität. Belastet wurde das Ergebnis weiterhin durch
den Anstieg der Verwaltungskosten infolge der regulatorischen
Maßnahmen sowie der Investitionen in die Modernisierung der KfW.
Aus der Risikovorsorge im Kreditgeschäft ergaben sich insgesamt
Ergebnisbelastungen in Höhe von 143 Mio. EUR. Diese liegen deutlich
unterhalb der Planwerte und noch unter dem bereits niedrigen Wert aus
dem Vorjahr (311 Mio. EUR), der noch von hohen Nettozuführungen im
Segment Maritime Industrie gekennzeichnet war.
Der geldpolitische Kurs der Zentralbanken prägte die Lage an den
Finanzmärkten im Jahr 2014. Das Wertpapierportfolio hat sich in der
Folge erneut gut entwickelt und hat wie im Vorjahr mit 57 Mio. EUR
zum sehr guten Bewertungsergebnis beigetragen.
Der Erfolgsbeitrag aus dem Beteiligungsportfolio in Höhe von 122
Mio. EUR (46 Mio. EUR) resultiert vor allem aus dem Geschäftsfeld
Förderung der Entwicklungs- und Transformationsländer, im
Wesentlichen aus der DEG.
Die Bilanzsumme des Konzerns hat sich im Geschäftsjahr 2014 um
24,3 Mrd. EUR auf 489,1 Mrd. EUR erhöht. Zurückzuführen ist der
Anstieg vor allem auf zins- und wechselkursinduzierte
Marktwertveränderungen der zu Sicherungszwecken eingesetzten Derivate
und deren Abbildung im Hedge Accounting. Der Anstieg des
Neugeschäftsvolumens spiegelt sich in den um 7,1 Mrd. EUR auf 365,3
Mrd. EUR erhöhten Nettokreditforderungen wider. Dabei gingen
außerplanmäßige Tilgungen im inländischen Förderkreditgeschäft
gegenüber dem Vorjahr zurück.
Die KfW hat 2014 die Ermittlung der aufsichtsrechtlichen
Kapitalquoten des Konzerns umgestellt. Die Ermittlung erfolgt nun auf
Basis der regulatorischen Anforderungen gemäß CRR (Basel III) sowie
auf IFRS-Bilanzierung. Dadurch haben sich die Kapitalquoten gegenüber
dem Vorjahr deutlich verringert, was die Vergleichbarkeit erheblich
einschränkt. Per 31.12.2014 liegt die Gesamtkapitalquote unter
Berücksichtigung des Konzernergebnisses bei 15,1 % (22,3 %), die
Kernkapitalquote bei 14,1 % (20,6 %). Die aktuellen
aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen werden weiterhin
deutlich eingehalten.
**Die vollständige Presseerklärung inkl. einer tabellarischen
Übersicht der Finanzkennzahlen finden Sie unter www.kfw.de/bpk2015.
Service:
- Sie finden unsere digitale Pressemappe online unter
www.kfw.de/BPK2015. Hier sind u. a. der KfW-Finanz- und
Geschäftsbericht, sowie der KfW-Förderreport einsehbar.
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Datum: 15.04.2015 - 11:00 Uhr
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