Ohoven: Bundesregierung muss Wachstum durch Reformagenda 2020 sichern
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2015 erklärt Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbandes
mittelständische Wirtschaft (BVMW):
"Die Politik muss den kräftigen Wirtschaftsaufschwung jetzt als
Initialzündung für eine neue Reformagenda 2020 nutzen. Die
prognostizierte Wachstumsbeschleunigung mit Rekordbeschäftigung
eröffnet der Bundesregierung einen im Vergleich zur Agenda 2010
großzügigen Spielraum, um die Grundlage für einen nachhaltigen
Aufschwung zu schaffen.
Deutschland braucht eine Kultur des Neuen, denn wir sind auf
vielen Gebieten für den kommenden Paradigmenwechsel nicht gut
aufgestellt. Politik und Wirtschaft müssen alte Denkstrukturen
überwinden. Die radikale Veränderung im Zuge der digitalen Revolution
kann nur von allen gemeinsam gemeistert werden.
Ich begrüße ausdrücklich die Forderung der Wirtschaftsforscher
nach Steuersenkungen. Es ist höchste Zeit, mit einer Reform der
Einkommensteuer den Faktor Arbeit steuerlich zu entlasten und so für
mehr Netto vom Brutto zu sorgen. Zudem sollte das völlig ineffiziente
Bürokratiemonster Erbschaftsteuer beerdigt werden. Dies würde den
Mittelstand um bis zu fünf Milliarden Euro jährlich entlasten.
Ich warne die Große Koalition, sich darauf zu verlassen, dass die
überaus günstigen Rahmenbedingungen mit niedrigem Ölpreis, schwachem
Euro und hohem Binnenkonsum auf lange Zeit anhalten. Die momentan
günstigen Rahmenbedingungen täuschen über Versäumnisse hinweg. Ein
Beispiel ist der Investitionsstau im öffentlichen und privaten
Sektor. Das gefährdet die Grundlagen unseres Wohlstands. Daher muss
die Bundesregierung jetzt handeln, um Wachstum und Wohlstand
dauerhaft zu sichern."
Pressekontakt:
BVMW Pressesprecher
Eberhard Vogt
Tel.: 030 53 32 06 20
Mail: presse@bvmw.de
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Datum: 16.04.2015 - 14:20 Uhr
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