Lausitzer Rundschau: Gabriels Ausreden
Regierung schraubt Wachstumsprognose nach oben
ID: 1202832
Arbeitslosigkeit sinkt, die Beschäftigung boomt, und die guten
Lohnabschlüsse in zahlreichen Branchen treiben die Binnenkonjunktur
an. Was die führenden Institute schon in der vergangenen Woche
festgestellt haben, macht sich nun auch Wirtschaftsminister Sigmar
Gabriel zu eigen - und korrigiert die Wachstumsprognose der
Bundesregierung nach oben. Die Top-Ökonomen des Landes haben
allerdings noch einen konkreten Vorschlag gemacht, wie möglichst
breite Bevölkerungsschichten am Aufschwung teilhaben können: durch
Steuersenkungen auf breiter Front. Doch da geht es Deutschland
plötzlich gar nicht mehr so gut, wie man bis eben noch glauben
durfte. Jedenfalls nach Lesart von Gabriel. Um Entlastungen ins Werk
zu setzen, müsse man erst einmal die nächste Steuerschätzung
abwarten. Auch wolle die Union den Solidaritätszuschlag abschmelzen,
was die Debatte nicht erleichtere, stichelt der Vizekanzler von der
SPD. Doch mit Verlaub, das sind Ausreden und Schutzbehauptungen
gegen jede Steuerreform. Die Steuerschätzer liefern zweimal im Jahr
ihre Prognosen ab. Mal übertreffen die Vorhersagen alle Erwartungen,
ein anderes Mal werden sie mehr oder minder enttäuscht. So betrachtet
ließe sich eine nachhaltige Neuordnung der Steuersätze nie daran
ausrichten. Und was den Soli angeht, der gehört zur Verhandlungsmasse
bei der anstehenden Neuregelung der Finanzbeziehungen zwischen Bund
und Ländern. Doch die wird erst ab dem Jahr 2020 wirksam werden.
Spielraum für Steuerentlastungen ist aber jetzt da. Gabriel hätte
also besser sagen müssen, dass er keine große Reform angehen will,
dass der Großen Koalition die Kraft dazu fehlt. Das wäre wenigstens
ehrlich gewesen. Auch wenn es völlig unbefriedigend bleibt.
Pressekontakt:
Lausitzer Rundschau
Telefon: 0355/481232
Fax: 0355/481275
politik@lr-online.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 22.04.2015 - 20:17 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1202832
Anzahl Zeichen: 2099
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Cottbus
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 213 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Lausitzer Rundschau: Gabriels Ausreden
Regierung schraubt Wachstumsprognose nach oben"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Lausitzer Rundschau (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Es ist übertrieben, Restaurantbesuche in der Corona-Pandemie noch stärker zu beschränken - indem wie jetzt in Sachsen und Brandenburg Geimpfte und Genesene zusätzlich einen negativen Schnelltest vorweisen müssen. 2G plus bevorzugt die Geboosterten vor jenen Erwachsenen beim Essen gehen, die
Fehlende Lobby für die Lausitz? - Zu den Abgeordneten in Bundestagsausschüssen ...
Für die Lausitz wird es ernst im Strukturwandel. Wichtige Entscheidungen zum Kohle-Ausstieg, aber auch zur Verteilung der zugesagten Milliarden-Zahlungen zur Anpassung des Wandels stehen an. Ein wichtiges Wort spricht dabei der Bundestag mit. Die entsprechenden Gesetze müssen dort verabschiedet
Sachsens neue Bürgerlichkeit - zum Regierungsbündnis in Corona-Zeiten ...
Meißen wird gern als die Wiege Sachsens bezeichnet. Aktuell hat der Kreis rund um die alte Bischofsstadt an der Elbe einen traurigen Rekord zu vermelden. Mit 2328,1 führt er die Inzidenz-Statistik an, dicht gefolgt vom benachbarten Mittelsachsen mit 2099,4. Das sind erschreckend hohe Zahlen, fü
Weitere Mitteilungen von Lausitzer Rundschau
Neue Westfälische (Bielefeld): Mehr Studierende, weniger Lehrlinge¶ Umdenken erforderlich¶ Amina vieth¶ ...
Viel zu spät erörtern Handwerks- und Hochschulvertreter Möglichkeiten, beide Bereiche miteinander zu verzahnen. Weder der Fachkräftemangel noch der demografische Wandel kommen überraschend. Die Basis für eine erfolgreiche Kooperation hätte längst gelegt werden können. Doch der oft bekla
Neue Westfälische (Bielefeld): Textilbündnis¶ Den Versuch ist es wert¶# Hannes Koch, Berlin¶ ...
Kein Zufall, dass die deutschen Textilverbände ihre Erklärung am zweiten Jahrestag des Rana-Plaza-Unglücks veröffentlichten. 2013 starben über 1.000 Beschäftigte beim Einsturz eines Fabrikgebäudes in Bangladesch, in dem auch für hiesige Geschäfte genäht wurde. Unter dem nachwirkenden E
Neue Westfälische (Bielefeld): Aus für das G 36¶ Reformerin in Nöten¶ ALEXANDRA Jacobson, BERLIN¶ ...
Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat die Reißleine gezogen. Das Sturmgewehr G 36 in der aktuellen Bauart soll keine Zukunft in der Bundeswehr mehr haben. Das ist gut so, denn ein neues Gutachten im Auftrag des Ministeriums kommt zu dem ernüchternden Ergebnis, dass die Trefferq
Stuttgarter Nachrichten: Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zum Lokführerstreik ...
Sieben Warnstreiks, die den Güterverkehr, S-Bahnen sowie Regional- und Fernzüge treffen: Das spricht für einen Verhandlungsdilettantismus, den man vor allem aufseiten der GDL findet. Nach 16 Tarifverhandlungsrunden fehlen in zentralen Fragen offensichtlich noch immer tragfähige Ergebnisse. N




