NiedrigerÖlpreis: Not everybody's darling / Deloittes Global Economic Outlook analysiert poten

NiedrigerÖlpreis: Not everybody's darling / Deloittes Global Economic Outlook analysiert potenzielle wirtschaftliche Krisenherde

ID: 1202992
(ots) - Der Global Economic Outlook von Deloitte
untersucht den aktuellen Aufschwung der Industrienationen sowie
Krisen und Reformstau in aufstrebenden Märkten. In der Euro-Zone
sorgen die Konsumenten für positive Aussichten, Griechenlands
Finanzen allerdings für Unsicherheit. Die USA gleichen den schwachen
Export durch hohe Konsumausgaben aus. Chinas Regierung kündigt
weitere Reformen an, um wieder Wirtschaftswachstum zu generieren. In
Japan hilft der schwache Yen bei der Exportsteigerung und führt das
Land erneut aus der Rezession. Russland drohen durch den Druck der
westlichen Staaten und den Ölpreisverfall schmerzvolle Einschnitte
und leere Staatskassen. Brasilien schliddert durch den einen
Bestechungsskandal in eine Vertrauenskrise, was Reformen erschwert
und die angeschlagene Wirtschaft schwächt.

"Die Weltwirtschaftstrends wie ein niedriger Ölpreis und der
starke Dollar lassen die einzelnen Märkte in unterschiedliche
Richtungen laufen", sagt Dr. Alexander Börsch, Leiter Research
Deutschland bei Deloitte. "In den Industrieländern stimuliert der
niedrige Ölpreis die Nachfrage und in der Euro-Zone profitieren die
Exporteure von dem niedrigen Euro-Kurs. Brasilien und Russland
entwickeln sich hingegen zunehmend zu wirtschaftlichen
Sorgenkindern."

Euro-Zone: Griechenland bremst konsumentengetriebenen Aufschwung

Vor allem dank hoher Binnennachfrage entwickelte sich die
Euro-Zone im laufenden Jahr besser als erwartet. Durch den niedrigen
Ölpreis und leicht zurückgehende Arbeitslosigkeit hat die
Konsumentenstimmung den höchsten Wert seit 2007 erreicht. Besonders
optimistisch sind die Konsumenten in Deutschland und den früheren
Krisenländern Spanien und Irland. Die Unsicherheit durch die Lage
Griechenlands und den möglichen "Grexit" bedroht jedoch die
Stabilität der Währungsunion - ein Austritt könnte die Euro-Zone in


eine Rezession zurückwerfen.

USA: Inlandsnachfrage bestimmt Tempo

Die positive Entwicklung des Arbeitsmarktes deutet hier auf eine
neue Stärke der US-Wirtschaft hin. Hohe Verbrauchernachfrage und
Investitionen unterstreichen dies, während die internationale
Handelsperformance Fragen aufwirft. Der hohe Kurs des US-Dollars und
das langsame Wachstum wichtiger Exportmärkte haben zu einer niedrigen
Auslandsnachfrage geführt. Verbraucher und Industrie profitieren
jedoch vom niedrigen Ölpreis - die Exportschwäche wird so
ausgeglichen. Die Zeichen stehen auf Wachstum.

China: Aggressivere Reformen zur Stabilisierung

Die chinesische Regierung versucht, dem schwindenden
Wirtschaftswachstum neuen Schwung einzuhauchen, und setzt auf
geldpolitische Reformen. Dennoch erwarten die offiziellen Stellen
eine weitere Verlangsamung des Wachstums, sodass Handlungsbedarf
besteht - umfangreiche Infrastrukturinvestitionen sollen folgen.
Eines der wichtigsten Ziele der Reformen ist, China zu einem
führenden Industriestandort für hochwertige Technologie zu
entwickeln.

Japan: Der Rezession entkommen

Japan hat sich aus der Rezession herausmanövriert: Die aggressive
Geldpolitik hat die negativen Folgen der Steuererhöhung von 2014
abgewendet und zu einem leichten Aufwärtstrend geführt. Der schwache
Kurs des Yen fördert die Exportaktivitäten, niedrige Arbeitslosigkeit
und Lohnsteigerungen kündigen höhere Privatausgaben an, die sich
momentan allerdings noch schleppend entwickeln. Das geplante
Handelsabkommen TPP mit den USA macht die Liberalisierung
inländischer Märkte nötig und soll neues Wachstum generieren - hierzu
werden grundlegende Reformen erwartet.

Russland: Wirtschaft im Rückwärtsgang

Der niedrige Ölpreis und die Sanktionen haben Russland in eine
schwierige Situation gebracht: Inflation, schwache Wirtschaft und
hohe Auslandsschulden sind nur einige Probleme, deren Ende nicht in
Sicht ist. Das Staatsdefizit wächst erheblich, was vor allem an
niedrigeren Steuereinnahmen aus dem Energiesektor liegt, der unter
dem Ölpreisverfall leidet. Belasten Sanktionen und Ölpreis die
russische Wirtschaft weiter, werden auch die beabsichtigten engeren
Wirtschaftsbeziehungen mit China die Rezession nicht verhindern
können.

Brasilien: Regierung in der Krise

Hohe Inflation, schwache Nachfrage und strenge Geldpolitik machen
einen neuen Abschwung wahrscheinlich. Der Bestechungsskandal um das
halbstaatliche Unternehmen Petrobras belastet das Vertrauen in die
Regierung und könnte wichtige Reformen zur Sicherung des
Staatshaushalts verhindern.

"Der Global Economic Outlook für das zweite Quartal 2015 zeigt
große Probleme in einigen Emerging Markets und Aufschwungstendenzen
in den Industrieländern. Die niedrigeren Ölpreise wirken wie ein
Konjunkturprogramm und stärken die Nachfrage. Ein stabiler Aufschwung
benötigt allerdings ein Anspringen der Investitionen, die bisher nur
in den USA nennenswert steigen, nicht in der Euro-Zone."

Den kompletten Report finden Sie unter http://ots.de/UNG2l zum
Download.

Über Deloitte

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für Unternehmen und Institutionen aus allen Wirtschaftszweigen;
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Datum: 23.04.2015 - 09:05 Uhr
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