Michael zu Salm-Salm: Erbschaftsteuer: Gift für ländlichen Raum - Jeder Zweite befürchtet Landflu

Michael zu Salm-Salm: Erbschaftsteuer: Gift für ländlichen Raum - Jeder Zweite befürchtet Landflucht

ID: 1208783
(ots) - Jeder Zweite in Deutschland befürchtet laut
aktueller forsa-Umfrage eine beschleunigte Landflucht, wenn
familiengeführte Unternehmen durch die Erbschaftsteuerreform einen
Wettbewerbsnachteil erleiden. 74 Prozent gehen sogar davon aus, dass
dadurch Arbeitsplätze verloren gehen. "Das wäre Gift für den
ländlichen Raum", sagte Michael zu Salm-Salm, Vorsitzender der
Grundbesitzerverbände, am Mittwoch im Vorfeld der
Finanzministerkonferenz.

Hunderttausende Vollzeit-Arbeitsplätze auf dem Land werden von
Familienunternehmen und ihren Zulieferern und Dienstleistern
geschaffen."Diese Arbeitsplätze dürfen durch die Politik nicht
gefährdet werden",forderte zu Salm. Das würde die Struktur ganzer
Landstriche verändern und den Arbeitsmarkt mitsamt der
Wirtschaftskraft im ländlichen Raum nachhaltig schädigen.

Wenn Unternehmen, die bisher ausgenommen waren, in Zukunft eine
betriebliche Erbschaftsteuer zahlen müssten, rechnen 77 Prozent der
Deutschen damit, dass Investitionen zurückgestellt und mehr
Unternehmen an ausländische Investoren verkauft werden (64 Prozent).
"Investitionen in den ländlichen Raum gehen dann drastisch zurück",
so zu Salm. 62 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass es auch
Zulieferern und Handwerkern im Umfeld des Unternehmens schlechter
gehen würde und 58 Prozent rechnen mit einer sinkenden Kaufkraft auf
dem Land und einer beschleunigten Landflucht.

"Auf ererbtes Privatvermögen muss jeder Unternehmens-Erbe wie
bisher Erbschaftsteuer zahlen, aber die Substanz des
Betriebsvermögens muss unbedingt erhalten bleiben, damit das Herz der
deutschen Wirtschaftskraft nicht geschwächt wird", forderte zu Salm
von der Finanzministerkonferenz. Laut forsa-Umfrage wollen 96 Prozent
der Bevölkerung die von familiengeführten Unternehmen geprägte
Wirtschaftsstruktur erhalten.



Befragt wurden 1.019 Personen ab 18 Jahren im Zeitraum vom 15. bis
20. April 2015. Die repräsentative forsa-Umfrage wurde in Auftrag
gegeben von Die Familienunternehmer - ASU und der Arbeitsgemeinschaft
der Grundbesitzerverbände.

Die Arbeitsgemeinschaft der Grundbesitzerverbände vertritt
familiengeführte land- und forstwirtschaftliche Betriebe.



Pressekontakt:
Arbeitsgemeinschaft der Grundbesitzerverbände. e.V.
Anja-Katharina v. der Hagen
Leiterin
Presse und Kommunikation
Claire-Waldoff-Strasse 7,
10117 Berlin
Telefon: 030-318072-05
Fax: 030-318072-42
Hagen@grundbesitzerverbaende.de

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Datum: 06.05.2015 - 10:36 Uhr
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