Teile und leide: "ZDFzoom"-Dokumentationüber die Raffzähne der Share Economy (FOTO)
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(ots) -
Teilen, vorhandene Ressourcen nutzen, nachhaltig wirtschaften -
ist die Share Economy ein zukunftsweisendes Wirtschaftsmodell oder
vor allem Tummelplatz skrupelloser Profiteure? "ZDFzoom" beleuchtet
am Mittwoch, 13. Mai 2015, 22.45 Uhr, wie Uber, Airbnb & Co. aus der
Idee des Teilens einen neuen Wirtschaftszweig entwickelten.
"Teile und leide - Die Raffzähne der Share Economy" heißt der Film
von Torsten Mehltretter, der veranschaulicht, wo das positiv wirkende
Prinzip "nicht besitzen und trotzdem nutzen" am Ende in brutalen
Kapitalismus übergeht.
Die Wirtschaft des Teilens sollte die Alternative zur
Konsumgesellschaft werden: "Wenn wir Wohnungen, Autos, Parkplätze,
Werkzeuge, Bekleidung oder auch die Freizeit durch das Erbringen von
einfachen Dienstleistungen gemeinschaftlich nutzen, also teilen,
tauschen oder leihen, sinken Konsum und Energieverbrauch. Alle
profitieren, weil alle etwas einsparen", sagt gegenüber "ZDFzoom" ein
Mitinitiator der inzwischen bundesweit aktiven Tauschbörsen. Doch was
als Konsumprotest nach der Bankenkrise 2008 begann, ist längst ein
hart umkämpftes Geschäft.
Dabei entwickelt die Ökonomie des Teilens eine ungeahnte
wirtschaftspolitische Sprengkraft. "Uber oder Helpling sind der
Einstieg in die moderne Sklaverei", flucht DGB-Chef Reiner Hoffmann,
wenn er über die Share-Economy spricht. Sie verdienen bei jeder
erfolgreichen Vermittlung mit. Ihnen geht es um die Summe der
Geschäfte, nicht um das Wohl von Mitarbeitern: "Da wird Arbeitnehmern
der Schutz eines großen Unternehmens vorgegaukelt und die große
Selbstbestimmung versprochen, und in Wirklichkeit arbeiten die
Menschen weit unter dem Mindestlohn und müssen zusätzliche alle
Risiken tragen", schimpft Hoffmann. "Die Gesetze sind aus einer Zeit,
als es noch kein Internet gab", hält Deutschlands Uber-Sprecher
Fabien Nestmann dagegen.
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Datum: 11.05.2015 - 13:07 Uhr
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