Umfrage: Mehr finanzielle Anreize für Ärzte in strukturschwachen Gebieten (FOTO)
ID: 1211065

(ots) -
Einer Umfrage der Ärzte-Plattform coliquio zufolge könnte sich die
ärztliche Versorgung in strukturschwachen Gebieten vor allem durch
finanzielle Anreize deutlich verbessern. An der Befragung des größten
Experten-Netzwerks für Ärzte im deutschsprachigen Raum nahmen im
Dezember 2014 über 900 Ärzte aus allen Fachrichtungen teil.
Weit über die Hälfte der Teilnehmenden befürwortete eine
finanzielle Unterstützung durch die jeweilige Gemeinde,
beispielsweise durch Übernahme der Praxismiete, zinsfreie Darlehen
oder günstigen Wohnraum. Für 59 Prozent stieg die Attraktivität
unterversorgter, meist ländlicher Regionen zudem durch ein
Honorierungssystem, das den Aufwand für Aus- und Weiterbildung
angemessen berücksichtigt. 48 Prozent sprachen sich für höhere
Arzthonorare bei Niederlassungen in einem strukturschwachen Gebiet
aus. Den Befragten zufolge kann darüber hinaus die Befreiung von
Arzneimittelregressregelungen dazu beitragen, die ärztliche
Versorgung zu verbessern.
Im Vergleich zur coliquio-Umfrage von 2012 gewinnt vor allem der
Freizeitaspekt an Bedeutung: 45 Prozent der Teilnehmenden
befürworteten zum Ausgleich für häufige Notdienste und lange
Anfahrten bei Hausbesuchen, beispielsweise einen freien Nachmittag
pro Woche. 2012 forderten dies lediglich 38 Prozent.
Der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der
Bundesärztekammer (BÄK) zufolge verringert sich die Anzahl der
zugelassenen Allgemeinmediziner aus demografischen Gründen bis 2020
um etwa 7.000. Gerade auf dem Land werden Hausärzte jedoch dringend
gebraucht. In einigen Bundesländern gibt es deshalb Stipendien für
Studierende der Allgemeinmedizin und junge Ärzte, die sich
verpflichten, nach dem Studium einige Jahre in der Region zu
arbeiten. Immerhin ein Drittel der Teilnehmenden der coliquio-Umfrage
hält eine solche Förderung für Erfolg versprechend.
Über die coliquio GmbH:
coliquio ist das größte Experten-Netzwerk für Ärzte im
deutschsprachigen Raum. Über 120.000 Ärzte aller Fachgebiete
diskutieren gemeinsam Patientenfälle und erhalten relevante
medizinische Nachrichten und praktisches Wissen für Ihren beruflichen
Alltag. Zugang zur Community haben ausschließlich approbierte Ärzte.
Die Ärzte können des Weiteren auch direkt das Know-how von
Pharmaunternehmen beziehen sowie in die direkte Interaktion mit
diesen treten. Dies erfolgt in separaten, zielgruppen- oder
indikationsspezifischen Themenräumen, den sogenannten Infocentern.
Hier können Pharmaunternehmen auf Augenhöhe mit den Ärzten
kommunizieren und so ihre Zielgruppe gezielt ansprechen.
www.coliquio.de
Pressekontakt:
Christine Stegmayer
coliquio GmbH
Turmstraße 22
78467 Konstanz
Tel.: 07531 36 39 39-104
Fax: 07531 36 39 39-900
E-Mail: christine.stegmayer@coliquio.de
Internet: http://www.coliquio.de
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Datum: 12.05.2015 - 08:15 Uhr
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