EU-Kommission veröffentlicht Fahrplan für die europäische Kreislaufwirtschaft / VKU begrüßt den

EU-Kommission veröffentlicht Fahrplan für die europäische Kreislaufwirtschaft / VKU begrüßt den ganzheitlichen Ansatz zur Weiterentwicklung des Circular-Economy-Paketes

ID: 1211314
(ots) - Die Europäische Kommission hat in einem Fahrplan
ihre Vorstellungen für die zukünftige europäische Kreislaufwirtschaft
veröffentlicht. Der Fahrplan umreißt die grundsätzlichen Ziele und
das Vorgehen auf dem Weg zu einem überarbeiteten
Kreislaufwirtschaftspaket.

Der VKU als Spitzenverband der kommunalen Wirtschaft in
Deutschland begrüßt es, dass der Fahrplan deutlich macht, dass die
zukünftige europäische Kreislaufwirtschaft einen ganzheitlicheren
Ansatz verfolgen soll. Die EU-Kommission bemängelt selber, dass sich
das zurückgezogene Kreislaufwirtschaftspaket zu stark allein auf die
Abfallwirtschaft bezog. Nach dem neuen Ansatz soll im Sinne einer
echten "Circular Economy" (Kreislaufwirtschaft) auch der
produktbezogene Teil näher beleuchtet werden.

Dazu Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des Verbandes
kommunaler Unternehmen (VKU): "Der VKU begrüßt die Pläne der
EU-Kommission, dem Ökodesign in dem neuen Vorschlag mehr Bedeutung
beizumessen. Intelligente, verwertungsfreundliche Produkte können zum
Rückgang von Verpackungsabfällen im Hausmüll führen, wertvolle
Rohstoffe einsparen, einen volkswirtschaftlichen Nutzen erzielen und
damit die erste Stufe der Abfallhierarchie unterstützen." Im
Produktteil sollen Fragen wie Produktdesign, Ressourceneffizienz,
Rezyklierbarkeit und Langlebigkeit der Produkte behandelt werden.

Da es unter den EU-Mitgliedstaaten ein erhebliches
Entwicklungsgefälle in Bezug auf die Einrichtung effizienter
Kreislaufwirtschaftsstrukturen gibt, denkt die EU-Kommission außerdem
darüber nach, Länderspezifika besser in dem neuen Vorschlag zu
reflektieren. "Der VKU setzt sich für nachhaltige Lösungen in der
Ressourcenwirtschaft Europas ein. Zukünftige Lösungen müssen sowohl
bürgernah sein als auch den regionalen und lokalen Besonderheiten


entsprechen. Dennoch muss das bereits bestehende EU-Abfallrecht
weiter konsequent um- und durchgesetzt werden," so Reck. "Der VKU
setzt sich für die Umsetzung der Abfallhierarchie ein und fordert die
Politik auf, über gemeinsame Projekte einen Know-how-Transfer
zwischen den Mitgliedstaaten zu fördern. Ziel muss eine europaweite
Abfallwirtschaftsplanung sein, die mittelfristig nur über eine
verstärkte Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten möglich ist."

Bis zur Sommerpause will die EU-Kommission zum neuen "Circular
Economy Paket" eine Online-Konsultation einleiten und eine
Stakeholder-Konferenz abhalten, um sich zum Produktteil die Meinung
der breiten Öffentlichkeit sowie der einschlägigen Stakeholder
einzuholen. Ein neuer Vorschlag ist bis Ende des Jahres 2015
vorgesehen.

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertritt über 1.400
kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie,
Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft sowie Telekommunikation. Mit über
245.000 Beschäftigten wurden 2012 Umsatzerlöse von mehr als 110
Milliarden Euro erwirtschaftet und mehr als 8,6 Milliarden Euro
investiert. Die VKU-Mitgliedsunternehmen haben im Endkundensegment
einen Marktanteil von 46 Prozent in der Strom-, 59 Prozent in der
Erdgas-, 80 Prozent in der Trinkwasser-, 65 Prozent in der
Wärmeversorgung und 26 Prozent in der Abwasserentsorgung. Sie
entsorgen zudem jeden Tag 31.500 Tonnen Abfall und tragen
entscheidend dazu bei, dass Deutschland mit 65 Prozent die höchste
Recyclingquote unter den Mitgliedstaaten der Europäischen Union
erreicht. Aktuell engagieren sich rund 140 kommunale Unternehmen im
Breitbandausbau. Bis 2018 planen sie Investitionen von rund 1,7
Milliarden Euro - damit können dann rund 6,3 Millionen Kunden die
Breitbandinfrastruktur kommunaler Unternehmen nutzen.



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Datum: 12.05.2015 - 11:05 Uhr
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