Haarige Angelegenheit - Winzige Grafts füllen lichte oder komplett haarlose Stellen wieder auf
Kleinste Transplantate für volles Haar
Als modernstes Verfahren gilt die Graft-Technik. Bei dieser Methode entnimmt der Arzt am Hinterkopf in örtlicher Betäubung einen Hautstreifen mit Haarwur-zeln. Dieser Streifen wird in viele Hunderte Einzeltransplantate zerteilt. Dabei enthält ein Micrograft ein bis zwei Wurzeln und ein Minigraft etwa drei bis vier davon. Als Ergebnis dieser fast schon mikroskopischen Arbeit entstehen winzige Hautinselchen mit einem Durchmesser zwischen 0,7 und 1,3 Millimetern. „Da jede einzelne Haarwurzel völlig intakt bleibt und von etwas Gewebe umgeben ist, kann sie rasch wieder in die Durchblutung aufgenommen werden und bleibt dadurch voll funktionsfähig“, erklärt Dr. Niermann. Über kleine Schnitte in der Kopfhaut setzt der Mediziner an der Stelle für die neuen Haare, ebenfalls in örtlicher Betäubung, die vorbereiteten Transplantate mit der Pinzette vorsichtig ein. „Ähnlich wie bei einer kleinen Verletzung sorgt das im Blut enthaltene Fibrin, sozusagen der ‚körpereigene Klebstoff‘, dafür, dass das Transplantat hält und sich die winzige Wunde rasch schließt“, ergänzt der Experte. Schon während des Heilungsprozesses verschwindet die feine Naht an der Entnahmestelle unter den zuvor gescheitelten Haaren. Das neue Haar wächst zunächst etwas gewellter als das restliche Haar. Dies betrifft allerdings nur die ersten vier bis fünf Zentimeter. Nach dem ersten Friseurbesuch wächst es in Form, Farbe und Struktur genauso weiter wie zuvor am Hinterkopf. Für circa acht Wochen nach dem Eingriff sollten Patienten die Haare keiner chemischen Behandlung wie Färben oder Dauerwelle aussetzen.
Haarwurzeln ziehen einfach um
„Durch geschicktes Umverteilen der vorhandenen Wurzeln können wir bereits kahle Stellen wieder mit Haaren besiedeln und unseren Patienten damit ein jüngeres Aussehen zurückgeben“, sagt Dr. Niermann. „Dabei müssen wir beim Einsetzen der einzelnen Transplantate kleinste Hautbrücken als Zwischenräume belassen, damit die Wurzeln vom umgebenden Gewebe in die Durchblutung aufgenommen werden. Dies ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für das sichere Anwachsen.“ Auch auf einem völlig kahlen Areal lassen sich Haare transplantieren. Hier entsteht zuerst eine flächendeckende lichte Behaarung. Nach einer Folgebehandlung mit einer erneuten Transplantation von Haarwurzeln in die Zwischenräume erzielt der Mediziner eine ausreichende Haardichte. Verfügen Patienten noch über schütteres Resthaar, stellt er mit dem Einsetzen der Transplantate in die ausgedünnten Stellen wieder eine optische Dichte her. Allerdings besteht die Möglichkeit, dass das restliche Haar weiter ausfällt. In diesem Fall lässt sich auch dieser Bereich später nach und nach mit transplantierten Haarwurzeln wieder verdichten.
„Um die am besten geeignete Behandlungsform zu finden und ein dauerhaft haltbares Ergebnis zu erreichen, sollten Patienten sich mit dem Wunsch nach einer Haartransplantation nur an einen erfahrenen Spezialisten wenden. Er kann schon im Vorfeld abschätzen, wie viele zur Umverteilung geeignete Haarwurzeln zur Verfügung stehen und welche Areale langfristig damit bedeckt werden können“, erläutert Dr. Niermann abschließend.
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Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Die Fontana Klinik in Mainz steht seit über 20 Jahren im Dienste der Schönheit. Seit 2008 ist Dr. med. Klaus G. Niermann Leiter der Fontana Klinik GmbH, die der Initiative Clinic im Centrum/CIC Competence in Cooperation angehört. Die Initiative steht für patientenorientierte Prüfung von Ärzten und Kliniken und nimmt nur Partner auf, die entsprechende Kriterien erfüllen. Dr. Niermann eröffnete bereits 2003 seine Praxis in Wiesbaden und führt ebenfalls eine Praxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie mit Sitz in Nürnberg. Er steht seinen Patienten in allen Belangen der Plastischen, Ästhetischen und Rekonstruktiven Chirurgie zur Verfügung und deckt das komplette Behandlungsspektrum ab. Besondere Schwerpunkte bilden Gesichtsmodellierungen und -korrekturen, Lid- und Nasenkorrekturen sowie Bauchdeckenstraffungen und Brustchirurgie.
Dr. med. Klaus G. Niermann ist Mitglied der DGPRÄC – Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen; der DGÄPC – Deutsche Gesellschaft für Ästheti-sche und Plastische Chirurgie; der GÄCD – Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland; der EAFPS – European Academy for Facial Plastic Surgery; der ISAPS – International Society of Aesthetic Plastic Surgery; der GAEG – Österreichische Gesellschaft für Ästhetische Gesichtschi-rurgie; der ÖGPÄRC – Österreichische Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruk-tive Chirurgie; sowie von INTERPLAST.
Datum: 26.05.2015 - 12:50 Uhr
Sprache: Deutsch
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Gesundheitswesen - Medizin
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