Tun junge Menschen Gutes? Auf den ersten Blick engagiert sich die junge Generation laut GfK-Umfrage eher weniger - trotzdem kann man auf ihre Unterstützung bauen
ID: 1216601
oder ist sich bereits in jungen Jahren jeder selbst der Nächste? Die
GfK, Gesellschaft für Konsumforschung in Nürnberg, hat gut 400
Menschen im Alter von 14 bis 30 Jahren im Auftrag der
SOS-Kinderdorf-Stiftung gefragt, ob sie etwas Gutes tun. Auf den
ersten Blick könnten die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage einen
resigniert stimmen: Nur 25 Prozent aller Befragten gaben an, sich für
das Gemeinwohl zu engagieren. Sieht man jedoch genauer hin, erkennt
man, dass der Grund hierfür eher in den fehlenden finanziellen
Mitteln als im Unwillen liegt. Denn könnten es sich die Befragten
leisten, würden sich die meisten gerne engagieren (79 Prozent) und
Geld für einen guten Zweck spenden oder stiften (39 Prozent) bzw.
sich ehrenamtlich einbringen (38 Prozent). Vor allem benachteiligte
Kinder liegen den Befragten am Herzen: 55 Prozent würden sich in
diesem Bereich einsetzen, gefolgt vom Tierschutz (41 Prozent) und der
Katastrophenhilfe (32 Prozent). "Dass die Zukunft unserer
Gesellschaft, speziell die der Kinder, auch jungen Menschen wichtig
ist, freut uns sehr", so Petra Träg aus der Geschäftsführung der
SOS-Kinderdorf-Stiftung. "Mit den Erträgen, die unser
Stiftungskapital jährlich erwirtschaftet, geben wir benachteiligten
Kindern, Jugendlichen, Familien und behinderten Menschen in den
SOS-Kinderdorf-Einrichtungen nachhaltig Perspektiven - im In- sowie
im Ausland."
Nachhaltiges Engagement wird bereits in den Familien vorgelebt
Soll das Gemeinwohl funktionieren, ist den Befragten
Langfristigkeit und somit Nachhaltigkeit wichtig (80 Prozent), vor
allem denjenigen, die Geld spenden oder stiften (92 Prozent). Die
Haltung, sich für das Gemeinwohl zu engagieren, kommt dabei nicht von
ungefähr: Bei 67 Prozent der Befragten wurde soziales Engagement
bereits in der eigenen Familie vorgelebt. Das Glück, in einer Familie
aufzuwachsen, in der man sich gegenseitig und anderen unter die Arme
greift, haben jedoch nicht alle. Um benachteiligten Kindern und
jungen Erwachsenen trotzdem Perspektiven für ein gelingendes Leben zu
geben, hilft der SOS-Kinderdorf e.V. mit verschiedenen
Unterstützungsangeboten für Familien, aber auch mit den klassischen
SOS-Kinderdorf-Einrichtungen. Nachhaltige Unterstützung erfahren die
Projekte des Vereins auch durch die SOS-Kinderdorf-Stiftung, die 2003
vom SOS-Kinderdorf e.V. gegründet wurde. "Stiftungen sind auf
Ewigkeit angelegt", erklärt Petra Träg. "Wer also zustiftet oder eine
Treuhandstiftung gründet, kann sicher sein, dass seine Hilfe Jahr für
Jahr dort ankommt, wo sie gebraucht wird und Kindern Chancen für ein
glückliches, erfolgreiches und selbstständiges Leben schenkt." Die
junge Generation ist also am Allgemeinwohl und an Hilfsbereitschaft
interessiert. Dabei engagiert sie sich bewusst und nachhaltig - wie
derzeit mehr als 650 Zustifter und 61 Treuhandstiftungen der
SOS-Kinderdorf-Stiftung.
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Datum: 26.05.2015 - 14:53 Uhr
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