Zur Wahl des neuen FIFA-Präsidenten: Gastgeberstaaten von Fußball-Weltmeisterschaften müssen Menschenrechte respektieren
ID: 1217601
dass die Gastgeberländer von Fußballweltmeisterschaften die
Menschenrechte respektieren. Diese Forderung erhebt das
internationale Kinderhilfswerk terre des hommes im Rahmen des
Projekts Children Win - Changing the Game of Mega Sporting Events
anlässlich der Wahl des neuen FIFA-Präsidenten.
»Wir haben die zur Wahl stehenden Kandidaten schriftlich um
Mitteilung gebeten, welche Schritte sie innerhalb der ersten 100 Tage
ihrer Amtszeit zur Durchsetzung der Menschen- und insbesondere der
Kinderrechte und der Bekämpfung von Korruption in Russland und Katar
als Gastgeber der nächsten beiden Fußballweltmeisterschaften
einleiten werden«, sagte Ignacio Packer, Generalsekretär der
Internationalen Föderation Terre des Hommes. »Wir erwarten, dass die
FIFA hier aktiv wird und sind gern bereit, den Prozess auf der Basis
unserer langjährigen Erfahrungen aus der terre des
hommes-Programmarbeit in Gastgeberländern von
Sport-Großveranstaltungen wie Südafrika und Brasilien zu begleiten.
Wir erwarten allerdings, dass innerhalb der FIFA selbst Transparenz
und Korruptionsbekämpfung den gleichen Stellenwert erhalten, wie wir
dies gegenüber den Ausrichtern von Sport-Großveranstaltungen
fordern.«
Das Projekt Children Win - Changing the Game of Mega Sporting
Events hat terre des hommes im Juni 2014 zum Start der
Fußballweltmeisterschaft in Brasilien gestartet, um Kinder vor den
negativen Auswirkungen von Sport-Großereignissen zu schützen. Ziel
ist es, sportliche Großereignisse so zu gestalten, dass auch Kinder
armer Familien zu den Gewinnern gehören. Auch im Vorfeld der WM in
Brasilien wurden Arme und deren Kinder vor allem als
Investitionshemmnis und Sicherheitsrisiko betrachtet. Hunderttausende
wurden ungefragt umgesiedelt, um Platz für Stadien und Straßen zu
schaffen. Tausende von Straßenhändlern und ihre Familien waren von
jeglichen Einnahmen an der WM ausgeschlossen, weil in der Nähe der
Stadien nur lizensierte Produkte der FIFA-Sponsoren verkauft werden
durften. Mit dem Projekt Children Win arbeitet terre des hommes
darauf hin, dass mit dem Vergabeverfahren für zukünftige
Sport-Großveranstaltungen eine sorgfältige Prüfung der Risiken und
Chancen für Kinder stattfindet, beispielsweise bei den öffentlichen
Ausgaben für Stadien, Schnellstraßen und Flughäfen, die oft zu Lasten
der Gesundheits- und Bildungsbudgets für benachteiligte Kinder gehen.
FIFA, das Internationale Olympische Komitee und ausrichtende
Regierungen sollen zukünftig vertraglich festlegen, dass die
Kinderrechte bei der Vorbereitung und der Durchführung von
Sport-Großereignissen umfassend beachtet und umgesetzt werden.
Teil des Projekts Children Win ist der Zeichen- und
Karikaturenwettbewerb »Draw Attention«, der den Zusammenhang zwischen
Sport-Großveranstaltungen und Menschenrechtsverletzungen,
Diskriminierung und Korruption beleuchtet. Am Ende wurden über 120
Werke aus mehr als 65 Ländern eingereicht. Sie bringen Missstände
rund um sportliche Mega-Events künstlerisch auf den Punkt. Zur
Illustration : http://on.fb.me/1F9Vekx
Nichtkommerzielle Nutzungsrechte frei unter Angabe des
Namens/Vornamens des Künstlers/der Künstlerin
Für Rückfragen und Interviews:
Wolf-Christian Ramm, Telefon: 05 41 / 71 01-158
http://www.childrenwin.org/
http://www.tdh.de
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Datum: 28.05.2015 - 10:22 Uhr
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