DJV entrüstet über Ringier Springer Media Serbien
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DJV entrüstet über Ringier Springer Media Serbien
Der Deutsche Journalisten Verband zeigt sich empört über die Art und Weise, wie die Mediengruppe Ringier Springer Media in Serbien bei einer Vielzahl von Entlassungen vorgegangen ist.
Der Serbische Journalistenverband IJAS (Independent Journalists? Association of Serbia) informierte die Presse, dass Ringier Springer Media Serbien in den letzten Wochen ohne Vorwarnung mehr als 30 Mitarbeiter entlassen habe. Darunter seien sowohl alleinerziehende Mütter als auch Redakteure kurz vor ihrer Pensionierung gewesen. Es habe keine Gespräche vorab oder Informationen gegeben, so die IJAS. Die Kündigungen seien einfach überreicht worden. Als Grund für die Entlassungen sei nur allgemein auf die Marktsituation hingewiesen worden, weitere Ausführungen oder Kriterien für die Entlassungen habe es nicht gegeben.
Michael Konken, Bundesvorsitzender des DJV, fordert das Medienhaus Ringier Springer Media auf, notwendige Entlassungen sozialverträglich zu gestalten und Kündigungen nicht nur auszuhändigen, sondern auch Gespräche mit der Belegschaft zu führen. "Es ist ein unwürdiges Verhalten, verdiente Journalisten einfach von einem Tag auf den anderen ohne Vorwarnung aus ihren Jobs zu entlassen" so Konken. "Wenn zudem die Geschäftsführung von Ringier Springer noch vor kurzem erklärt, dass das Unternehmen in Serbien durchaus profitabel ist, sind diese Kündigungen, die nur den journalistischen Bereich treffen, nicht nachvollziehbar!"
Laut IJAS sind keine Mitarbeiter aus dem Management von den Kündigungen betroffen. Den Journalisten habe man mitgeteilt, es täte dem Verlag Leid, aber die "schwächsten Glieder des Systems" müssten gehen. "Wenn Managementfehler tatsächlich zu einer verschlechterten Situation der Verlagsgruppe geführt haben, kann es nicht sein, das dafür dann nur die journalistischen Kollegen den Kopf hinhalten müssen" so Konken.
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Datum: 09.06.2015 - 15:15 Uhr
Sprache: Deutsch
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