Wirtschaftsstatistiken verwirren und täuschen
ID: 1226458
Institut setzt sich Christopher P. Casey mit dem Bruttoinlandsprodukt
auseinander und der Frage, ob es sich dabei um ein geeignetes
Instrument handelt, den Wohlstand einer Nation zu messen. Er kommt zu
dem Schluss: "Das BIP ist dazu ungeeignet. Es ist ein Zollstock mit
unregelmäßigen Abstandsmarkierungen, eine Uhr ohne Taktgefühl."
Das Problem lässt sich vor allem an drei Aspekten festmachen. Zum
einen bestehen die allermeisten Produkte aus anderen Produkten. Will
man hier Doppelzählungen vermeiden, müssen "Zwischenprodukte"
eliminiert werden. Damit aber ist bereits der Willkür Tür und Tor
geöffnet. Problematisch sind auch die im BIP enthaltenen
Staatsausgaben. Private Hände wirtschaften meist effektiver als der
Staat. Wenn dem so ist, erfährt eine Volkswirtschaft aber durch
Staatsausgaben eher Schaden denn Nutzen. Entsprechend wäre es nur
konsequent, staatliche Ausgaben von der gesamtwirtschaftlichen
Leistung abzuziehen als sie hinzuzurechnen.
Ähnlich verhält es sich mit den Im- und Exporten. Dass Importe vom
BIP subtrahiert werden, ist letztlich einer merkantilistischen
Sichtweise geschuldet. Wenn man wirklich alle Güter und
Dienstleistungen, die in einer Region bereitgestellt werden, messen
wollte, dann wären die Importe die relevante Größe. Exporte sind aus
dieser Sicht lediglich die Bezahlung für jene Importe. Dann aber
macht es eben einen gewaltigen Unterschied, ob die Importe
beispielsweise mit vorhandenem Kapital oder mittels Schulden bezahlt
werden. Letztlich, so konstatiert Casey, dient das BIP primär dazu,
die keynesianische Agenda voranzutreiben. Denn dank der blinden
Verwendung dieses Konzepts lassen sich höhere Konsumausgaben, höhere
Staatsausgaben, und höhere Exporte durch Währungsabschwächung
durchsetzen. Die Folgen sind ebenso unvermeidbar wie vorhersehbar:
wirtschaftliche Stagnation, Schuldenanstiege und Preisinflation.
"Auch und gerade für staatliche Statistiken gilt das Bonmot von
Churchill, man solle keiner Statistik trauen, die man nicht selbst
gefälscht hat", bemerkt Thorsten Polleit, Präsident des Ludwig von
Mises Instituts Deutschland, dazu. "Man kann es drehen und wenden wie
man will: Viele gängige Methoden, mittels derer etwas über den
Zustand und die Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft ausgesagt
werden soll, sind für diese Aufgabe tatsächlich ungeeignet. Das
Bruttoinlandsprodukt gehört mit Sicherheit dazu."
Wie Sie von amtlichen Wirtschaftsstatistiken verwirrt und
getäuscht werden http://www.misesde.org/?p=10261
Pressekontakt:
Wordstatt GmbH
Dagmar Metzger
Tel: +49 89 3577579-0
Email: info@wordstatt.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 17.06.2015 - 13:41 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1226458
Anzahl Zeichen: 3000
Kontakt-Informationen:
Stadt:
München
Kategorie:
Wirtschaft (allg.)
Diese Pressemitteilung wurde bisher 143 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Wirtschaftsstatistiken verwirren und täuschen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Ludwig von Mises Institut Deutschland e. V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Ludwig von Mises Institut Deutschland e. V.
Ohoven: Hubertus Heil ist großer Gewinn für den Mittelstand ...
"Ich freue mich, dass Hubertus Heil den Politischen Beirat des BVMW in Zukunft verstärken wird. Der profilierte Sozialdemokrat und Wirtschaftsexperte ist ein großer Gewinn für Deutschlands führenden Mittelstandsverband." Mit diesen Worten begrüßte Mario Ohoven, Präsident des Bund
8 Kommunikationsfehler, die Sie als Führungskraft vermeiden sollten von Rolf Dindorf ...
Es ist eine alte Binsenweisheit: Kommunikation ist ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Führungspersönlichkeiten, große Unternehmer und Bosse achten auf ihre Kommunikation. Welche Kommunikationsfehler sollten Sie daher als eine überzeugende Führungskraft vermeiden? Rolf Dindorf, Kommuni
KS ATAG TRIMET Guss GmbH erhält Preis des Bundeswirtschaftsministeriums ...
Die in Harzgerode ansässige KS ATAG TRIMET Guss GmbH ist für ihr Engagement in der internationalen Gewinnung von Fachkräften ausgezeichnet worden. Der Preis wurde an Hartmut Galenski, Fertigungsleiter des Standortes im Südharz, und Ausbildungsleiter Frank Wenzel am 16. Juni in Berlin durch Iris
Mitgliederversammlung der Chemieverbände: Harald Schaub als Vorsitzender bestätigt ...
Gestern wurde in Mainz Dr. Harald Schaub als Vorsitzender der Chemieverbände Rheinland-Pfalz bestätigt. Branche setzt sich für mehr Akzeptanz der Industrie ein. Die chemische Industrie hat tiefe Wurzeln in der Region. Angetrieben vom Forschergeist der hier lebenden Menschen hat sich die




