Naturschutz verbindet - Deutschland, Botswana, China
ID: 1228195
Deutsche Naturschutzorganisation initiiert größtes Auswilderungsprojekt in der Kalahari (Botswana)
Streifengnus in der Kalahari©SAVE(firmenpresse) - SAVE Wildlife Conservation Fund Deutschland und das Wildlife Department Botswana haben im Mai dieses Jahres 400 Steifengnus und 100 Eland Antilopen in die Freiheit des Central Kalahari Game Reserve (CKGR) Nationalparks in Botswana ausgewildert.
Dies ist die bisher größte Anzahl an Wildtieren, die auf einmal in die Freiheit des Tierreservats entlassen wurde. Das CKGR ist das zweitgrößte Wildreservat der Welt und mit seinen 52.800 km² größer als die Schweiz.
Nach der verspäteten Regenperiode sind zu diesem Zeitpunkt alle Wasserlöcher des Reservats gut gefüllt und bieten den Tieren eine gute Überlebenschance.
SAVE initiierte das gemeinschaftliche Großprojekt und kaufte die Tiere der nahe der Central Kalahari gelegenen Grassland Safari Lodge ab, um sie im CKGR freizulassen. Der Aktion ging eine längere Planungsphase voraus und SAVE konnte es Anfang dieses Jahres mit dem Wildlife Ministerium Botswanas besiegeln.
Auch die chinesische Botschaft in Botswana beteiligte sich an dem Vorhaben - und somit erstmals an einem Wildtierschutzprojekt in Botswana - durch anteilige finanzielle Unterstützung bei den Einfang- und Transportkosten, ebenso wie die Umweltstiftung Tlhokomela Trust. Der Reiseanbieter Abendsonne Afrika trug ebenfalls zum Erfolg des Projektes durch eine Spende im Umfang von zwei großen Gnu-Herden bei.
Ziel der Aktion war es, möglichst viele Paarhufer zurück in ihr natürliches Habitat zu führen. Durch großflächige Viehzucht, fortschreitende Landnutzung und das Errichten von Zäunen wurde die Migration der Wildtiere in den letzten Jahrzehnten stark beeinträchtigt, wenn nicht gar ganz verhindert. Das hat dazu geführt, dass die Antilopenpopulationen im CKGR stark dezimiert wurden. Insbesondere die Anzahl der Gnus im Reservat ist so drastisch zurückgegangen, dass sie sich schwer erholen kann. Dies zeigte eine vorausgegangene - von SAVE mitinitiiert und unterstützt - wissenschaftliche Studie. Deshalb war es ein wichtiges Anliegen von SAVE, eine große Anzahl dieser Tierart wieder in den angestammten Gebieten anzusiedeln, um den Artbestand zu sichern.
Dafür mussten die Tiere zunächst von der Wildtierfarm eingefangen werden. Jedoch sind die Wildtiere auf den großen Farmen oft nur schwer zu finden. Sie schonend einzufangen und auszuwildern bedurfte deshalb des Einsatzes von Profis und Tiermedizinern des Wildlife Departments Botswanas und der Luftunterstützung eines Helikopters.
Nachdem die Tiere in Herden über einen Zeitraum von mehreren Tagen eingefangen werden und sie sich zunächst in Bomas vom Fang erholen konnten, wurden sie in drei verschiedenen Gebieten des Wildreservats mit dazugehörigen Wasserlöchern frei gelassen, nämlich Motopi, Piper Pan und Xade. Diese Gebiete sind teilweise über 70 km voneinander entfernt. Dadurch werden Ballung und Überweidung in einzelnen Zonen verhindert. Die Verteilung über das CKGR sichert somit die Nachhaltigkeit des Weidelands und das Gleichgewicht des Ökosystems.
Nach dieser erfolgreichen ersten Auswilderungsaktion beabsichtigt SAVE weitere Projekte dieser Art, um den Fortbestand der Wildtierpopulationen und das ökologische Gleichgewicht des CKGR aufrecht zu erhalten. Zudem ist ein Monitoring der bereits ausgewilderten Tiere geplant. Dieses Monitoring soll die Ergebnisse und Auswirkungen der Wiederansiedlung festhalten und die Daten für weitere Auswilderungen nutzbar machen.
Kontakt:
SAVE Wildlife Conservation Fund
Dieselstr. 70
42489 Wülfrath
Tel.: 02058 - 78 82-20
@: m.gorschlueter@save-wildlife.org
http://www.save-wildlife.orgWeitere Infos zu dieser Pressemeldung:
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SAVE ist eine gemeinnützige Stiftung, die sich gezielt für die globale und nachhaltige Förderung des Artenschutzes einsetzt
SAVE Wildlife Conservation Fund
Maike Gotschlueter
Dieselstr. 70
42489 Wülfrath
m.gorschlueter(at)save-wildlife.org
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http://www.save-wildlife.org
Datum: 22.06.2015 - 12:10 Uhr
Sprache: Deutsch
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Ansprechpartner: Lars Gorschlüter
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