VdW Bayern: Wohnungsbau muss finanzierbar bleiben
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VdW Bayern: Wohnungsbau muss finanzierbar bleiben
Energieeinsparverordnung 2009 verteuert Bauen und Sanieren
Mit der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009, die zum 1. Oktober 2009 in Kraft tritt, habe der Gesetzgeber weit über das Ziel hinaus geschossen. Durch die EnEV 2009 erhöhen sich die Anforderungen an Wärmeschutz und Heizeffizienz bei Neubau und Modernisierung von Wohnungen um 30 Prozent. Angesichts der niedrigsten Wohnungsbaufertigstellungen seit der Nachkriegszeit und drohender Engpässe in Ballungszentren seien die Verschärfungen der falsche Weg. Die Baukosten würden immer weiter in die Höhe getrieben. Deshalb könnten die Verbandsmitglieder trotz gleichbleibender Investitionen immer weniger Wohnungen bauen und sanieren.
Modernisierungen lohnen sich oft nicht mehr
"Beim Wohnungsbestand sieht die Politik das größte Einsparpotential", sagt Kroner. Inzwischen seien die Anforderungen an Modernisierungen so hoch, dass diese nicht mehr wirtschaftlich machbar sind und oft nur noch ein Abriss und Ersatz-Neubau in Frage komme. "Bei den für Neubauten anfallenden Kosten eine klassische Sackgasse", kommentiert Kroner.
"Die Wohnungswirtschaft ist ein Vorreiter beim Klimaschutz", so der Verbandsdirektor. Technisch seien die Klimaschutz-Auflagen kein Problem. Doch die Investitionen müssten angesichts des realisierbaren Mietniveaus im Rahmen liegen. "Gerade bei einkommensschwächeren Mietern können die Kosten der Sanierungen nicht durch Mieterhöhungen ausgeglichen werden", erläutert Kroner. Davon seien besonders die im VdW Bayern organisierten sozial orientieren Wohnungsunternehmen betroffen.
Die Klimaschutz-Vorgaben müssten deshalb finanzier- und umsetzbar gestaltet werden. An die neue Bundesregierung appelliert Kroner, die für 2012 geplante nächste Verschärfung der Energieeinsparverordnung auszusetzen. Mit der EnEV 2012 sollen sich die energetischen Anforderungen an Neubauten und für Modernisierungen nochmals um 30 Prozent verschärfen.
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Datum: 29.09.2009 - 18:34 Uhr
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