VdW Bayern: Wohnungsbau muss finanzierbar bleiben

VdW Bayern: Wohnungsbau muss finanzierbar bleiben

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VdW Bayern: Wohnungsbau muss finanzierbar bleiben

Energieeinsparverordnung 2009 verteuert Bauen und Sanieren



(pressrelations) - >München (29.09.2009) ? Für die bayerischen Wohnungsunternehmen werden Neubau und Modernisierung von Wohnungen immer aufwendiger. Verantwortlich sind vor allem Verordnungen zum Klimaschutz. "Für die Unternehmen rechnen sich die Investitionen kaum noch. Wenn der Staat seine Klimaschutzziele erreichen will, muss er die Fördermittel drastisch erhöhen", sagt Xaver Kroner, Direktor des Verbandes bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW Bayern).

Mit der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009, die zum 1. Oktober 2009 in Kraft tritt, habe der Gesetzgeber weit über das Ziel hinaus geschossen. Durch die EnEV 2009 erhöhen sich die Anforderungen an Wärmeschutz und Heizeffizienz bei Neubau und Modernisierung von Wohnungen um 30 Prozent. Angesichts der niedrigsten Wohnungsbaufertigstellungen seit der Nachkriegszeit und drohender Engpässe in Ballungszentren seien die Verschärfungen der falsche Weg. Die Baukosten würden immer weiter in die Höhe getrieben. Deshalb könnten die Verbandsmitglieder trotz gleichbleibender Investitionen immer weniger Wohnungen bauen und sanieren.

Modernisierungen lohnen sich oft nicht mehr

"Beim Wohnungsbestand sieht die Politik das größte Einsparpotential", sagt Kroner. Inzwischen seien die Anforderungen an Modernisierungen so hoch, dass diese nicht mehr wirtschaftlich machbar sind und oft nur noch ein Abriss und Ersatz-Neubau in Frage komme. "Bei den für Neubauten anfallenden Kosten eine klassische Sackgasse", kommentiert Kroner.

"Die Wohnungswirtschaft ist ein Vorreiter beim Klimaschutz", so der Verbandsdirektor. Technisch seien die Klimaschutz-Auflagen kein Problem. Doch die Investitionen müssten angesichts des realisierbaren Mietniveaus im Rahmen liegen. "Gerade bei einkommensschwächeren Mietern können die Kosten der Sanierungen nicht durch Mieterhöhungen ausgeglichen werden", erläutert Kroner. Davon seien besonders die im VdW Bayern organisierten sozial orientieren Wohnungsunternehmen betroffen.



Die Klimaschutz-Vorgaben müssten deshalb finanzier- und umsetzbar gestaltet werden. An die neue Bundesregierung appelliert Kroner, die für 2012 geplante nächste Verschärfung der Energieeinsparverordnung auszusetzen. Mit der EnEV 2012 sollen sich die energetischen Anforderungen an Neubauten und für Modernisierungen nochmals um 30 Prozent verschärfen.

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Im VdW Bayern sind 470 bayerische Wohnungsunternehmen zusammengeschlossen ? darunter 335 Wohnungsgenossenschaften und 88 kommunale Wohnungsunternehmen. Die Mitgliedsunternehmen verwalten rund 560.000 Wohnungen, in denen ein Fünftel aller bayerischen Mieter wohnen.


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Datum: 29.09.2009 - 18:34 Uhr
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