Einbürgerungen im Jahr 2014 geringfügig zurückgegangen

Einbürgerungen im Jahr 2014 geringfügig zurückgegangen

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(ots) - Im Verlauf des Jahres 2014 wurden nach Angaben
des Statistischen Bundesamtes (Destatis) in Deutschland 108 420
Ausländerinnen und Ausländer eingebürgert. Das waren gut 3 900
Einbürgerungen oder 3,5 % weniger als im Jahr zuvor und knapp 2 200
Einbürgerungen oder 2,0 % weniger als im Durchschnitt der letzten
zehn Jahre.

Die Entwicklung innerhalb Deutschlands verlief wie schon in den
Jahren zuvor uneinheitlich. So gab es 2014 in Baden-Württemberg 740
Einbürgerungen mehr als 2013 (+ 4,6 %), in Nordrhein-Westfalen
(- 2000 Fälle) und Hessen (- 860 Fälle) waren es dagegen jeweils
6,4 % weniger. In Hamburg ging die Zahl der Einbürgerungen im Jahr
2014 um 840 Fälle zurück, nachdem sie im Vorjahr um knapp 1 600 Fälle
angestiegen war. Außerdem gab es für Deutschland insgesamt 600
Eingebürgerte mit einem Wohnsitz im Ausland weniger als 2013
(- 18,5 %).

Die Einbürgerungen aus den Mitgliedsländern der Europäischen Union
(EU) sind gegenüber dem Vorjahr angestiegen (+ 2 900 oder + 12,3 %) -
vor allem aufgrund der Zunahme der Fälle aus Kroatien (+ 2 180 oder
+ 126,6 %). Dagegen sind die Einbürgerungen aus den Kandidatenländern
der EU zurückgegangen (- 5 800 oder - 18,2 %); dies war jedoch wie
schon in den Vorjahren fast ausschließlich die Folge der rückläufigen
türkischen Einbürgerungen (- 5 500 oder - 19,7 %). Auch aus den
verbleibenden europäischen Ländern wurden weniger Personen
eingebürgert als im Vorjahr (- 1 800 oder - 12,9 %), vor allem weil
es deutlich weniger Einbürgerungen aus der Ukraine (- 1 400 oder
- 30,8 %) gab. Die Zahl der Eingebürgerten aus Afrika, Asien und
Australien beziehungsweise Ozeanien stieg insgesamt moderat an
(zusammen + 700 oder + 1,9 %), die Zahl der Einbürgerungen aus
Amerika blieb unverändert.

Die Liste der am häufigsten eingebürgerten Staatsangehörigkeiten


wird wie in den Vorjahren von türkischen Staatsbürgern angeführt
(22 500 Einbürgerungen), gefolgt von Personen aus Polen (5 900
Fälle), Kroatien (3 900 Fälle) und dem Kosovo (3 500 Fälle).

Das ausgeschöpfte Einbürgerungspotenzial - also das Verhältnis von
erfolgten Einbürgerungen zur Zahl jener Ausländerinnen und Ausländer,
die seit mindestens zehn Jahren in Deutschland leben und damit alle
Voraussetzungen erfüllen - betrug im Jahr 2014 durchschnittlich
2,2 %. Staatsbürger aus den Mitgliedsländern der EU weisen dabei
traditionell unterdurchschnittliche Werte auf (1,4 %) - mit Ausnahme
von Bulgarien (7,7 %) und Rumänien (6,1 %). Die höchsten Anteilswerte
traten wie im Vorjahr bei Kamerun (21,8 % bei knapp 1 000
Einbürgerungen), bei Afghanistan (11,5 % bei 3 000 Einbürgerungen)
und bei Nigeria (11,3 % bei 900 Einbürgerungen) auf.

Weitere Ergebnisse bietet die Fachserie 1, Reihe 2.1
"Einbürgerungen", die unter www.destatis.de > Publikationen >
Thematische Veröffentlichungen > Bevölkerung abrufbar ist.

Die vollständige Pressemitteilung (inklusive PDF-Version) mit
Tabelle sowie weitere Informationen und Funktionen sind im
Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter
http://www.destatis.de/presseaktuell zu finden.

Weitere Auskünfte gibt:
Dr. Gunter Brückner,
Telefon: (0611) 75-4365,
www.destatis.de/kontakt



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Statistisches Bundesamt
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