Wettbewerb "BürgerEnergieIdeen": Gutachter geben für sechs Vorhaben grünes Licht
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- Projekte aus Mauer, Meckesheim, Schönbrunn, Waldbrunn, Wiesloch und Schifferstadt aus ökologischer und ökonomischer Sicht Volltreffer
- Machbarkeitsstudien geben wichtige Hinweise für Umsetzung vor Ort
Im November 2014 kürten die Metropolregion Rhein-Neckar und die Bioenergie-Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber (H-O-T) die zehn besten "BürgerEnergieIdeen" aus Nordbaden, Südhessen und der Pfalz. Nach eingehender Analyse durch drei Gutachter-Büros wurden gestern in Sinsheim bei der AVR UmweltService GmbH die Machbarkeitsstudien vorgestellt. Das Ergebnis: Sechs Vorhaben sind unter ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten absolut sinnvoll. Hierzu zählen die Bürger-Energie-Ideen aus Mauer, Meckesheim, Schönbrunn, Waldbrunn, Wiesloch (alle Rhein-Neckar-Kreis) und Schifferstadt (Rhein-Pfalz-Kreis)(siehe hierzu auch Beschreibung der Projekte im Anhang). Sie eint die Frage, wie Wärme und Strom aus Biogas- oder Holzhackschnitzel-Anlagen optimal genutzt werden können, häufig auch in Kombination mit Solarthermie und Photovoltaik. Die Initiatoren des Wettbewerbs hoffen nun, dass diese vielversprechenden Konzepte mit der Einschätzung der Fachleute im Rücken weiter vorangebracht werden: "Bürgerschaftlich getragene Initiativen und eine verantwortungsvolle Organisation vor Ort sind der Schlüssel zur Energiewende", sagt Bernd Kappenstein, Leiter des Fachbereichs "Energie und Umwelt" der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH.
Nahversorgungs-Netze bergen großes Potenzial
Besonders positiv bewerteten die drei beauftragten Gutachter-Büros E.Quadrat (Mannheim), gec-co Global Engineering (Neusäß) und Schuler (Bietigheim-Bissingen) bei allen zehn Bürger-Energie-Ideen den passgenauen Zuschnitt auf die Gegebenheiten vor Ort und die gemeinsame Herangehensweise verschiedener Akteure. Hierdurch würde einerseits gezielt die kommunale Entwicklung vorangebracht und andererseits ein Großteil der Wertschöpfung im jeweiligen Ort gehalten. Dennoch eignen sich nicht alle Vorhaben gleichermaßen für die Umsetzung. Das in Wiesenbach entwickelte Konzept, das den Aufbau einer Biogas-Anlage vorsah, ist aufgrund einer Gesetzesänderung in seiner ursprünglichen Version wirtschaftlich nicht darstellbar. Der Gutachter empfiehlt daher alternativ den Einsatz eines Pellet-Heizkraftwerks in Kombination mit Photovoltaik. Die in Brühl entwickelte Idee für ein Kleinfließwasser-Kraftwerk im Rhein ist aufgrund der Berufsschifffahrt aus sicherheitstechnischen Gründen nicht machbar. Die beiden Geothermie-Ideen aus Edingen-Neckarhausen und dem Kreis Bergstraße wären nur mit hohen Investitionen und Auflagen möglich, was einem wirtschaftlichen Betrieb entgegensteht.
Gutachten als Impulsgeber für Energiewende vor Ort
Die Ergebnisse der Gutachten wollen die Beteiligten nun genau unter die Lupe nehmen und in den nächsten Monaten gemeinsam diskutieren, wie sich die Bürger-Energie-Ideen umsetzen lassen. Dazu Bernd Kappenstein: "Die Vielzahl der positiv bewerteten Ideen zeigt, wie professionell und praxisnah die Anträge durch die Arbeitsgruppen vor Ort vorbereitet und durchdacht wurden. Wir hoffen, dass die Projektentwicklung jetzt richtig an Fahrt aufnimmt. Auch wenn sich manche Idee bei genauerer Begutachtung als nicht wirtschaftlich oder durchführbar erwiesen hat, so bleibt das beeindruckende Engagement, mit dem die Bürgerinnen und Bürger die Energiewende in der Metropolregion Rhein-Neckar vorantreiben".
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Datum: 03.07.2015 - 15:17 Uhr
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