Erbschaftsteuer wird zum Reichen-Schonprogramm

Erbschaftsteuer wird zum Reichen-Schonprogramm

ID: 1235418

Erbschaftsteuer wird zum Reichen-Schonprogramm



(pressrelations) - Union und SPD haben sich auf eine Reform der Erbschaftsteuer geeinigt. Statt Unternehmenserben zu einem fairen Teil an der Finanzierung unseres Gemeinwesens zu beteiligen, hat sich die Große Koalition mit ihrem angepassten Reformentwurf dazu entschlossen, diese Vermögen großzügig zu verschonen.

Dazu erklärt Sven Lehmann, Landesvorsitzender GRÜNE NRW:

"Die Reform der Erbschaftsteuer der Großen Koalition wird zum Reichen-Schonprogramm. Das Bundesverfassungsgericht hatte ein Ende der Privilegierung reicher Firmenerben gegenüber kleinen Erbschafen verlangt. Davon kann keine Rede mehr sein. Schon im ursprünglichen Vorschlag von Wolfgang Schäuble waren 99% aller Unternehmen befreit. Mit der automatischen Schongrenze von 26 Millionen Euro machen Union und SPD die Reform jetzt zur Farce. Länder und Kommunen, denen die Einnahmen zustehen, gucken in die Röhre. Die Landesregierung muss jetzt dringend im Bundesrat darauf drängen, dass das Reförmchen nicht noch weiter verwässert wird."

Martin Sebastian Abel, haushalts- und finanzpolitischer Sprecher der GRÜNEN Landtagsfraktion, erklärt zu diesem Thema:

Besonders absurd ist die Verdoppelung der Schongrenze für Familienunternehmen. Wir haben immer gesagt, eine Reform der Erbschaftsteuer muss Arbeitsplätze schützen und darf den Fortbestand von Unternehmen nicht gefährden. Das Kriterium Familienbetrieb sagt aber weder etwa über die wirtschaftliche Situation noch über die Größe des Betriebs aus. Eine solche Regelung halten wir für verfassungsrechtlich fragwürdig. Eine gerechte Erbschaftsteuer muss dafür Sorge tragen, dass die besonders Vermögenden in Zukunft einen größeren Beitrag zur Finanzierung des Gemeinwesens leisten. Da sie eine reine Ländersteuer ist, werden uns zukünftig weitere Milliardenbeträge fehlen, um wichtige Zukunftsinvestitionen in Kindergärten, Schulen und Hochschulen tätigen zu können. Deswegen ist es mehr als bedauerlich, dass die SPD diese Reform so mitträgt.



Zum Hintergrund:

Union und SPD haben ihren Streit über die Reform der Erbschaftsteuer beigelegt und kommen der Wirtschaft nochmals und weitreichend entgegen. Mit dem jetzt erzielten Kompromiss lockert die Koalition - vor allem auf Druck der CSU - die Vorgaben zur Verschonung von Firmenerben. Die Freigrenze bis zu einer "Bedürfnisprüfung" soll nun auf 26 Millionen Euro je Erbfall angehoben werden - statt der zunächst geplanten 20 Millionen Euro. Bei Familienunternehmen mit Kapitalbindungen liegt diese Schwelle jetzt bei 52 Millionen Euro statt ursprünglich geplanter 40 Millionen Euro. Das Bundeskabinett entscheidet am Mittwoch (08.07.) über den Vorschlag. Das Gesetz muss auch im Bundesrat beraten werden.


Oliver Koch
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW
Pressesprecher
Oststr. 41-43
40211 Düsseldorf

Tel.: 0211 3866612
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
PresseKontakt / Agentur:

Oliver Koch
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW
Pressesprecher
Oststr. 41-43
40211 Düsseldorf

Tel.: 0211 3866612



drucken  als PDF  EZB überschreitet ihr Mandat - ELA Entscheidung rechtswidrig Springer/ProSiebenSat.1: DJV sieht mögliche Fusion kritisch
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 07.07.2015 - 17:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1235418
Anzahl Zeichen: 3083

pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen


Diese Pressemitteilung wurde bisher 278 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Erbschaftsteuer wird zum Reichen-Schonprogramm"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Bündnis 90/Die Grünen (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

GRÜNE legen Kita-Fachkräftegesetz vor: Mehr Fachkräfte, bessere Qualität und Unterstützung für Kommunen ...
20 Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel in Kindergärten Der Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN, Mathias Wagner, und der Sprecher für frühkindliche Bildung, Felix Martin, haben aktuell ein Kita-Fachkräftegesetz vorgestellt: "In den Kindertagesstätten fehlt es massiv an Erzieherinnen

Neues Videoformat "Otto fragt Felix" gestartet ...
Landtagsabgeordneter erklärt Politik für Kinder Politik ist kompliziert? Nicht für Otto! Der neugierige kleine Otter will es genau wissen und fragt einfach: Was ist eine Partei? Was bedeutet Politik? Und was passiert eigentlich bei der Bundestagswahl? In der neuen Videoserie "Otto fragt F

Beschluss des Parteirats: Nein zu sexualisierter Gewalt, Nein zu Rassismus ...
Wir sind immer noch entsetzt und verurteilen die massenhaften sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht in Köln und in anderen deutschen Städten. Sie waren von einer Dimension, die wir bislang in Deutschland so nicht kannten. Unser Mitgefühl und unsere Solidarität gelten den betroffenen Frau


Weitere Mitteilungen von Bündnis 90/Die Grünen


Blasser Hoffnungsschimmer am Horizont ...
Marktstabilitätsreserve könnte dem Instrument des Emissionshandels Glaubwürdigkeit zurückgeben Am heutigen Dienstag stimmt das EU-Parlament über die Einführung einer Marktstabilitätsreserve für den Europäischen Emissionshandel ab. Der WWF erwartet die Zustimmung der Parlamentarier, zu

Wer viel hat, dem wird gegeben ...
Die Riester-Rente ist sozialpolitisch unsinnig und privilegiert die ohnehin Privilegierten. Auch hier zeigt sich: wer viel hat, dem wird gegeben, erklärt die Vorsitzende der Partei DIE LINKE, Katja Kipping, zu den Ergebnissen einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung der Freien

Bertelsmann und UFA veranstalten 5. UFA Filmnächte in Berlin ...
- Vom 20. bis 22. August werden auf der Museumsinsel Stummfilmklassiker mit musikalischer Live-Begleitung unter freiem Himmel präsentiert - Im Programm: "Tabu", "Ihr dunkler Punkt" und "Die Abenteuer des Prinzen Achmed" - Florian C. Reithner komponiert neue Filmm

Eltern wollen mehr Partnerschaft ...
Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig stellt gemeinsam mit Prof. Renate Köcher Allensbach-Studie zu Aufgabenteilung in Familie und Beruf vor Die partnerschaftliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein neues und zentrales Anliegen von Eltern in Deutschland. Sie erwarten von Politik und

Springer/ProSiebenSat.1: DJV sieht mögliche Fusion kritisch ...
Der Deutsche Journalisten-Verband hat zu einer möglichen Fusion der Medienunternehmen Springer und ProSiebenSat.1 Bedenken geäußert. Ein Zusammenschluss würde eine erhebliche Medienmacht in einer Hand bündeln und trüge die Gefahr in sich, dass Zusammenlegungen von Redaktionen die Medienvielf


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z