Wie schwer ist meinökologischer Rucksack? / Jugendliche bewerten Reisen auf Umwelt- und Klimaverträglichkeit
ID: 1238751
auf Reisen möglichst klein und leicht ist? Mit dieser Frage befasst
sich das Projekt Zero Impact Camps der Naturfreundejugend, das vom
Bundesumweltministerium gefördert wird. Der Jugendverband will junge
Menschen dazu motivieren, sich über umweltbewusstes,
ressourcenschonendes und sozial verträgliches Reisen Gedanken zu
machen. Dazu finden in Zeltlagern und Jugendfreizeiten in ganz
Deutschland Aktionstage statt.
Spielerisch lernen die Jugendlichen, die verschiedenen Aspekte des
Reisens - Anreise, Unterkunft, Verpflegung, Aktivitäten vor Ort - auf
ihre Umwelt- und Klimaverträglichkeit zu untersuchen. Auch eigene
Vorschläge sind gefragt: Auf www.zero-impact-camps.de können auch
Jugendliche, die nicht an einem Aktionstag teilgenommen haben, ihre
nachhaltigen Reiseideen posten, Fotos oder Videos hochladen und ihre
Freund*innen einladen, den Beitrag zu liken. Die beliebtesten Posts
gewinnen, Einsendeschluss ist der 15. September 2015.
Natur erleben, Spaß haben und dabei noch was lernen: Darum geht es
bei den Aktionstagen der Zero Impact Camps. "Wir waren Geocachen",
berichtet die 16-jährige Melina vom Jugendzeltlager im hessischen
Lahntal. An den verschiedenen Stationen der digitalen Schnitzeljagd
sollten die Jugendlichen Antworten auf Fragen entwickeln wie: Wie
gelangt eine Gruppe möglichst umweltschonend von A nach B? oder Wie
wirkt sich der Bau eines Hotelkomplexes auf den Urlaubsort aus?
"Einmal sollte ich mich in einen Einheimischen versetzen und habe
gemerkt, was es bedeutet, wenn Massentourismus in ein kleines Dorf
kommt. Das war spannend!", erzählt Melina.
Basis für die Bewertung verschiedener Reiseformen ist der
ökologische Rucksack, den das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt,
Energie entwickelt hat. Er drückt das Gewicht aller natürlichen
Rohstoffe aus, die für eine Reise verbraucht werden. Neben der
Herstellung und Nutzung wird auch die Entsorgung berücksichtigt. Bei
einer Anreise im Auto werden also nicht nur die Fahrzeug- und
Benzinkosten eingerechnet, sondern anteilig auch die Eisenerzmine,
die Stahlhütte und das Straßennetz.
Über die Naturfreundjugend Deutschlands:
Als eigenständiger Jugendverband der NaturFreunde Deutschlands
bietet die Naturfreundejugend Reisen ins In- und Ausland an, die den
Grundsätzen des sanften Tourismus verpflichtet sind. Dazu zählen zum
Beispiel Kanu- und Radtouren, Kletterwochenenden, Segeltörns,
Zeltlager, Städtereisen und internationale Jugendbegegnungen. Gereist
wird mit Bus oder Bahn, übernachtet in Zelten oder landestypischen
Unterkünften. Die Verpflegung umfasst viele Saisonprodukte aus der
Region. Damit wird bewusst ein Zeichen gegen den Trend zur
Flugpauschalreise gesetzt.
Weitere Infos und Fotos zum Download unter
www.naturfreundejugend.de/presse
Pressekontakt:
Tobias Thiele
Tel.: 0160 97604626
E-Mail: thiele@naturfreundejugend.de,
Naturfreundejugend Deutschlands
Warschauer Straße 59a
10243 Berlin
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Datum: 15.07.2015 - 12:08 Uhr
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