Mit Laser gegen Parodontitis
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(PresseBox) - In Europa sind etwa Zweidrittel der erwachsenen Bevölkerung von Erkrankungen des Zahnhalteapparates betroffen, wobei in den überwiegenden Fällen die unzureichende Mundhygiene als Auslöser verantwortlich zu machen ist. Im Hintergrund sind noch die genetische Eigenart und das Rauchen zu erwähnen, auch Schwangere gelten als mehr gefährdet, jedoch sind meistens schädliche Ablagerungen auf den Zähnen, insbesondere Zahnstein, schuld an dieser Erkrankung.
Diese vorbeugbare Krankheit produziert anfänglich keinerlei großartige Symptome, deshalb wird sie von den meisten Betroffenen gar nicht erst bemerkt, obwohl hier insbesondere gilt, je später entdeckt, umso schwieriger zu bekämpfen.
Was ist Parodontitis und wie erkennt man sie?
Bei der Erkrankung des Zahnhalteapparates entzündet sich das Zahnfleisch um die Zähne, was zum Zahnfleischschwund, Knochenverlust und zur Lockerung der Parodontalgewebe führt. Zum Schluss lockern sich selbst die Zähne und ohne adequate Behandlung kommt es schließlich zum Zahnverlust.
Parodontitis vergeht nicht von selbst, die Symptome werden mit der Zeit nur noch schlimmer. Je später der Zahnarzt aufgesucht wird, desto schwieriger ist es, die pathologischen Prozesse zu beheben und diese Krankheit zu heilen - in etlichen Fällen bleibt leider nichts anderes übrig als die betroffenen Zähne zu ziehen und für Zahnersatz zu sorgen.
Wer Parodontitis auf die Schliche kommen möchte, hat auf ein geschwollenes Zahnfleisch zu achten, das empfindlich und errötet ist. Bluten beim Zähneputzen und der allmähliche Rückzug des Zahnfleisches sind weitere Warnsignale. Es ist dann jedoch fünf vor zwölf - höchste Zeit, einen Parodontologen aufzusuchen, der das Problem effektiv behandeln kann, zum Beispiel durch Lasertherapie.
Was passiert vor der Laserbehandlung?
Patienten, die mit Parodontitisverdacht die Zahnklinik aufsuchen, werden zuerst zum Gesundheitszustand befragt und zahnmedizinisch gründlichst untersucht. Dies wird durch eine Panorama-Röntgenaufnahme abgerundet, um feststellen zu können, ob der Verdacht auf Parodontitis tatsächlich berechtigt war.
Sollte dies der Fall sein, erstellt der Zahnarzt einen detaillierten Therapiesplan, damit auch der Patient sieht, welche Behandlungsschritte eingeplant sind. Einen wichtigen Teil dieser Therapie macht die Aufklärung über die richtige Mundhygiene aus, da Parodontitis nicht nur zu bekämpfen sondern auch vorzubeugen ist.
Vor der Lasertherapie müssen die Zähne und das entzündete Gebiet gesäubert werden. Als erstes erfolgt eine Mundhygienebehandlung (professionelle Zahnreinigung mit Zahnsteinentfernung) und eine parodontologische Kürettage. Bei diesem Eingriff unter örtlicher Betäubung wird entzündetes Gewebe entfernt und die freigelegte Wurzeloberfläche wieder geglättet.
Die Laserbehandlung
Als nächster Schritt werden Zahnfleischtaschen mechanisch gesäubert, wobei der erfahrene Parodontologe mit einem sanften Laserstrahl die bereits geglättete Wurzeloberfläche und das Innere der Zahnfleischtaschen abtastet.
Der Laserstrahl vernichtet die Bakterienherde, die tief in den Zahnfleischtaschen nisten, und beim zweimal 40 Sekunden langen Einsatz verdampft wörtlich das entzündete Gewebe rund um den betroffenen Zahn. Die Behandlung von einem Quadranten der Mundhöhle (ein Viertel des Gebisses) nimmt etwa 30 Minuten in Anspruch und kann in einer Sitzung bequem und sicher durchgeführt werden.
Zu der kompletten Behandlung sind vier Sitzungen erforderlich, die alle völlig schmerzfrei erfolgen. Dank dem Laser kann die chronische Entzündung vollständig behoben und die Bakterienanzahl drastisch verringert werden, wodurch der natürliche Heilungsprozess in die Wege geleitet wird.
Nachdem die Entzündung behoben worden ist, machen auch die knochenabbauenden Prozesse Halt, so dass die Knochensubstanz erhalten bleibt und das Zahnfleisch im betroffenen Gebiet sich wieder strafft. Für ein zufriedenstellendes Ergebnis sollte die Laserbehandlung am besten zwei- bis dreimal wiederholt werden.
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Datum: 20.07.2015 - 13:09 Uhr
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