Deutscher Tierschutzbund und Reporter decken illegalen Welpenhandel auf

Deutscher Tierschutzbund und Reporter decken illegalen Welpenhandel auf

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Deutscher Tierschutzbund und Reporter decken illegalen Welpenhandel auf



(pressrelations) - Das ZDF-Format 37° ist in seiner gestrigen Sendung dem Handel mit Welpen aus dem In- und Ausland nachgegangen und hat über die trickreichen Machenschaften illegaler Welpenhändler berichtet. Verena Mißler, Tierärztin beim Deutschen Tierschutzbund, hatte gemeinsam mit ZDF 37°-Autor Manfred Karremann einen Welpenverkauf aus einem Kleintransporter verdeckt begleitet. Der Deutsche Tierschutzbund appelliert an alle Tierfreunde, keine Welpen über dubiose Lockangebote zu kaufen. Der erste Weg sollte immer in ein Tierheim führen, in denen viele Hunde auf eine zweite Chance und ein neues, liebevolles Zuhause warten.

"Die Reportage zeigt nur die Spitze des Eisberges", kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. "Der Handel mit Welpen boomt und nur selten werden die Händler, wie hier, auf frischer Tat ertappt. Mit der Aussicht auf schnelles Geld starten immer wieder Tierimporte aus irgendwelchen Zuchtfabriken - auf Kosten der Welpen und der Muttertiere." Schröder appelliert: "Jeder, der sich für ein neues Familienmitglied interessiert, muss dubiose Kleinanzeigen oder Internetangebote meiden und sollte sich stattdessen im örtlichen Tierheim beraten lassen."

Die 37°-Reportage zeigte, wie acht Wochen alte Mopswelpen aus einem ungarischen Kleintransporter verkauft wurden - zwar mit ungarischem Heimtierausweis, aber ohne die für den Import vorgeschriebene Tollwutimpfung, die frühestens im Alter von zwölf Wochen vorgenommen werden kann. Nachdem Verena Mißler den Gesetzesverstoß vor Ort festgestellt hatte, wurden die Welpen durch das örtliche Veterinäramt beschlagnahmt und die Welpen in einem dem Deutschen Tierschutzbund angeschlossenen Tierheim untergebracht. Nach der Beschlagnahmung wurde bei den Welpen außerdem ein Giardien-Befall festgestellt. Ein anderer Tierhändler bot Französische Bulldoggen Welpen mit falsch datiertem Impfausweis und einem "Wurmbauch" zum Verkauf an. Auch wurde eine Hündin als angebliche Mutter der Welpen präsentiert. Für den Welpenhandel im In- und Ausland werden Mutterhündinnen als Gebärmaschinen missbraucht, oft werden die Mutterhündinnen unter schlimmsten Bedingungen gehalten. Sie und ihre Welpen werden zudem häufig viel zu früh voneinander getrennt.



Tierheime geraten an ihre Grenzen

Der zunehmende illegale Welpenhandel stellt den Tierschutz immer wieder vor schwere Probleme. Von einem Moment zum anderen muss ein Tierheim eine große Anzahl Tiere aufnehmen, die in der Regel weder ausreichend geimpft noch entwurmt sind. Viele der Tiere haben ansteckende Erkrankungen oder sind anderweitig schwer krank und brauchen intensive Pflege, was die Pfleger oft an den Rand ihrer Kräfte bringt. Einige Tiere überleben trotz intensiver medizinischer Betreuung nicht. Die Welpen, die sich von all den Strapazen erholen, haben es im Leben trotzdem oft schwer, weil sie vieles von dem, was ein junger Hund in der Prägephase lernt, nicht erlebt haben. Ein Versäumnis, dass sie in ihrem Leben nie mehr nachholen können. Der Deutsche Tierschutzbund kämpft gemeinsam mit seinen mehr als 750 angeschlossenen Tierschutzvereinen gegen den illegalen Welpenhandel, unterstützt die Ermittlungen der Behörden sowie die Tierheime, welche beschlagnahmte Tiere aufnehmen.


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Datum: 22.07.2015 - 14:15 Uhr
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