Eine Chance für die Region Reinhardswald - GRÜNE und Aktionsbündnis Beberbeck fordern Alternativp

Eine Chance für die Region Reinhardswald - GRÜNE und Aktionsbündnis Beberbeck fordern Alternativplanung

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Eine Chance für die Region Reinhardswald - GRÜNE und Aktionsbündnis Beberbeck fordern Alternativplanung



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Gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Beberbeck fordert die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die Landesregierung auf, endlich von dem Riesenprojekt "Ferienresort Beberbeck" Abstand zu nehmen und gemeinsam mit der gesamten Region eine realitätstaugliche Alternative zu entwickeln. "Unter dem Motto 'Wir machen das Tor zum Reinhardswald auf' sollte nach fünf vergeblichen Jahren nun durch eine gemeinsame Kraftanstrengung versucht werden, einen auf die Region zugeschnittenen Tourismus zu entwickeln, um so endlich auch den wirtschaftlichen Anschluss an vergleichbare Gegenden herzustellen und die Zukunftsfähigkeit der grünen Nordspitze Hessens abzusichern", fordert Hermann-Josef Rapp, Sprecher des Aktionsbündnisses Beberbeck.

"Nach Jahren der vergeblichen Investorensuche muss jedem klar sein, dass es sich bei der vorliegenden Planung um ein Wolkenkuckucksheim handelt. Die Landesregierung hat bereits drei 'Closing-Termine' ergebnislos verstreichen lassen, weil ihr außer Megaprojekten wie Beberbeck oder dem Flugplatz Calden nichts zur Entwicklung Nordhessens einfällt. Dabei gibt es viele Potenziale, durch die die gesamte Region des Reinhardswaldes, der Oberweser und des Diemeltals für eine prosperierende touristische Nutzung wettbewerbsfähig gemacht werden könnte", unterstreicht der tourismuspolitische Sprecher der GRÜNEN Landtagsfraktion, Kai Klose. Er fordert die Landesregierung auf, statt 30 Millionen Euro für das überdimensionierte "Ferienresort Beberbeck" zur Verfügung zu stellen, endlich in die Förderung einer mittelstandsorientierten Struktur, die allen Gemeinden der Region Gewinn bringt, zu investieren.

Das Aktionsbündnis Beberbeck und DIE GRÜNEN betonen, es sei für eine angemessene touristische Erschließung der Region "höchste Eisenbahn". Durch die einseitige Festlegung auf das gigantische Ferienresort würden viele Chancen verspielt. Deshalb fordern beide als ersten Schritt eine gründliche Bewertung der Entwicklungsmöglichkeiten der vorhandenen regionalen Kostbarkeiten, der Situation in Gastronomie und Hotellerie sowie den Aufbau einer flächendeckend präsenten und vernetzten Tourismusinformationsstruktur mit einem Werbekonzept.



"Die Region birgt viele Chancen", weiß Hermann-Josef Rapp. "Sie reichen von der reizvollen, noch großflächig erhaltenen Landschaft mit seltenen Tieren, ausgezeichneten Voraussetzungen für den Rad-, Kanu- und Reittourismus, attraktiver historischer Bausubstanz mit Burgen, Schlössern, Stadtanlagen und Fachwerkkultur sowie dem Tierpark Sababurg bis hin zum Märchenland der Gebrüder Grimm. Es gibt zahlreiche leistungsfähige Sportanlagen und beste Voraussetzungen für einen Exkursionstourismus. Wie gut eine naturnahe Erholung ins Bild passen würde zeigen auch die beispielhaften und richtungsweisenden Entwicklungen auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien. Auch hierfür können sich Besucherinnen und Besucher begeistern."

"Uns ist auch wichtig," so Kai Klose, "dass der landwirtschaftliche Betrieb der Staatsdomäne Beberbeck nicht zerschlagen wird. Aus unserer Sicht sollte die Bewirtschaftung so umgestellt werden, dass die Artenvielfalt begünstigt und der Naturhaushalt durch integrierte Anbauverfahren unterstützt wird. Durch das sture Festhalten der Landesregierung an einer gescheiterten Idee werden viele Chancen der Region nicht genutzt. Das muss so schnell wie möglich beendet und ein neuer Weg zur Entwicklung der Region gefunden werden."


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Datum: 05.10.2009 - 18:06 Uhr
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