Besuch im Security Valley
ID: 1249588
Bundesminister besuchten Darmstädter Cybersicherheitsforschung - Hochburg für sichere Industrie 4.0 mit ausgezeichneten Forschungsbedingungen und Karrierechancen

(PresseBox) - Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière informierten sich am 12. August 2015 über aktuelle Forschung und Entwicklungen in der Cybersicherheit. Technische Universität Darmstadt, Hochschule Darmstadt sowie die Fraunhofer-Institute für Sichere Informationstechnologie SIT und Graphische Datenverarbeitung IGD präsentierten in einer Sonderschau Forschungsergebnisse aus der IT-Sicherheit. Die Minister lobten die hervorragende Standortentwicklung und nutzten die Gelegenheit, insbesondere auch mit Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern über die Forschungsbedingungen in Deutschland zu sprechen. Empfangen wurden die Minister vom Präsidenten der Fraunhofer-Gesellschaft Prof. Dr. Reimund Neugebauer, der die essentielle Rolle der IT-Sicherheit für Wirtschaft und Gesellschaft, insbesondere im Kontext von Industrie 4.0, betonte.
"Unsere Forschung trägt dazu bei, dass wir uns vor IT-Angriffen besser schützen können. Es geht darum, dass wir unseren digitalen Alltag und unsere Privatsphäre selbstbestimmt gestalten können, sei es beim mobilen Bezahlen oder in den intelligenten Autos der Zukunft", erklärte Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka. Sie unterstrich zugleich die Bedeutung von IT-Sicherheit für Industrie 4.0. "Die Zukunft der Wirtschaft ist digital und kann nur funktionieren, wenn sicher kommuniziert und produziert werden kann. Wir brauchen Lösungen, die gerade für kleine und mittlere Unternehmen geeignet sind", so Wanka. Mit dem in diesem Jahr gestarteten Programm 'Sicher und selbstbestimmt in der digitalen Welt' hat die Bundesregierung die Forschung zur IT-Sicherheit verstärkt. Bis 2020 sollen mit rund 180 Millionen Euro neue Technologien für sichere und vertrauenswürdige Informations- und Kommunikationssysteme und für Privatheit und Schutz von Daten entwickelt werden.
"Täglich berichten die Medien über neue IT-Schwachstellen und jüngst hat der Angriff auf die IT des Bundestags erneut gezeigt, dass neben der Wirtschaft auch die Politik großen Bedrohungen aus dem Cyberraum ausgesetzt ist. Der ausreichende Schutz von IT-Infrastrukturen, Geräten und internetbasierten Diensten ist deshalb nicht nur wichtig für die deutsche Wirtschaft, sondern für unsere Gesellschaft insgesamt, die in vielen Bereichen auf das Funktionieren des Internet angewiesen ist. Die Cybersicherheitsforschung hier in Darmstadt hilft uns dabei, Bürger und Unternehmen vor aktuellen und zukünftigen Bedrohungen zu schützen. Daher benötigt Deutschland weltweit sichtbare Schwerpunkte in der IT-Sicherheit wie den Standort Darmstadt", sagte Innenminister Dr. Thomas de Maizière.
Die Darmstädter Forschungsinstitutionen zeigten verschiedene Demonstratoren. Unter anderem eine Montagelinie aus der Prozesslernfabrik - eine ein reales Produktionsumfeld simulierende Schulungsumgebung - der TU Darmstadt sowie Prototypen für die Absicherung von Konstruktions- und Produktionsdaten. Weitere Forschungsbeispiele thematisierten den Schutz der Privatsphäre bei Apps, Neu-Entwicklungen zum schnelleren Aufspüren von Trojanern, innovative Weiterbildungskonzepte zur IT-Sicherheit sowie Schutzkonzepte für das Internet der Zukunft. Abgerundet wurde das Ministerprogramm durch einen Besuch im neuen Fraunhofer-Sicherheitslabor, in dem unter anderem IT-Sicherheitslösungen für das Auto der Zukunft entwickelt und getestet werden.
"Informations- und Kommunikationstechnologien sind heute über alle Wirtschafts- und Industriebranchen hinweg die wichtigsten Treiber für Innovationen. Immer mehr Produkte und Dienstleistungen basieren auf ihnen. IT-Sicherheit ist dabei ein erfolgsbestimmender Faktor", sagte Prof. Dr. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. "Der Standort Darmstadt bietet ideale Voraussetzungen für den Ausbau unserer Forschungsaktivitäten im Bereich Cybersicherheit - hin zu einem international sichtbaren Leuchtturm."
"Für alle digitalen Weiterentwicklungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik ist eine sichere IT-Infrastruktur die zentrale Voraussetzung. Darmstadt ist ein Leuchtturm der IT-Sicherheitsforschung. Das ist das Ergebnis einer jahrelangen zielgerichteten Entwicklung in diesem Forschungsbereich. Voraussetzung dafür ist der universitäre Kontext mit seiner inhärenten Interdisziplinarität. Die Expertise der Informatik ist in dieser Hinsicht gerade hier an der TU Darmstadt in ein fruchtbares Umfeld eingebettet. Um in diesem hochaktuellen und zukunftsträchtigen Bereich der IT-Sicherheitsforschung so erfolgreich zu sein, ist es notwendig, Brücken zu anderen Disziplinen zuschlagen. Genau das leben wir an der TU Darmstadt, wenn Informatikerinnen und Informatiker mit Kolleginnen und Kollegen aus z.B. Maschinenbau, aber auch aus Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaften zusammen forschen. Unter dem Namen CYSEC haben die mehr als 30 beteiligten Professorinnen und Professoren kürzlich erst ihre Forschungsaktivitäten zum Thema IT-Sicherheit gebündelt. Dabei profitieren wir auch regelmäßig von der guten Zusammenarbeit mit unseren starken Partnern hier am Standort Darmstadt, wie die Beispiele CASED und ES SPRIDE belegen", erläuterte Prof. Dr. Hans-Jürgen Prömel, Präsident der TU Darmstadt.
"Ich freue mich darüber, dass die Hochschule Darmstadt mit zahlreichen Forschungsprojekten zur Lösung einer zentralen Herausforderung der heutigen Zeit beitragen kann: das Internet und damit das öffentliche Leben sicherer zu machen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und das Bundesministerium des Innern haben an der Ausweitung unserer Forschung in diesem Bereich einen großen Anteil, denn beide fördern mehrere unserer Forschungsvorhaben", erklärte Prof. Dr. Arnd Steinmetz, Vizepräsident der Hochschule Darmstadt.
Der Ausbau der organisationsübergreifenden Cybersicherheitsforschung in Hessen begann im Jahr 2008 im Rahmen der hessischen LOEWE-Initiative mit der Gründung des "Centers for Advanced Security Research Darmstadt" (CASED), an dem die Technische Universität Darmstadt, die Hochschule Darmstadt sowie das Fraunhofer SIT beteiligt sind. 2011 wurde das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte "European Center for Security and Privacy by Design" (EC SPRIDE) gegründet, das mittlerweile das größte IT-Cybersicherheitsforschungszentrum in Europa ist. Die Unterstützung von Land und Bund sorgte in Darmstadt für eine Verbesserung der Forschungsbedingungen und im Zuge des Ausbaus gelang es, sowohl junge Talente als auch renommierte Sicherheitsforscher z.B. aus den USA nach Darmstadt zu holen. Gleichzeitig wurden die Partnerschaften mit Unternehmen gestärkt, um den Transfer von Forschungsergebnissen in die Wirtschaft zu beschleunigen. Heute arbeiten in Darmstadt mehr als 400 Forscherinnen und Forscher am Schutz von digitalen Daten, Diensten, Geräten und Infrastrukturen - Tendenz steigend.
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: PresseBox
Datum: 13.08.2015 - 08:31 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1249588
Anzahl Zeichen: 7159
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Darmstadt
Kategorie:
New Media & Software
Diese Pressemitteilung wurde bisher 275 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Besuch im Security Valley"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT bietet besonders realitätsnahe Cyber-Krisen-Planspiele speziell für Krankenhäuser an. In ganztägigen Übungen trainieren Teams aus Technik, Medizin und Verwaltung gemeinsam, wie sie einen Cyberangriff erkennen, kommunizieren und be
Leben nach dem Tod - Digital unsterblich? / Studie zu Ethik, Recht und IT-Sicherheit des digitalen Weiterlebens - Herausforderungen und Lösungsansätze ...
Neue Technologien wie KI ermöglichen das Weiterleben nach dem Tod in Form von digitalen Darstellungen (Avataren) oder Chatbots. Die Digital Afterlife Industry, die solche Möglichkeiten anbietet, gilt als vielversprechender Wachstumsmarkt. Ein interdisziplinäres Forschungsteam des Fraunhofer-Insti
Big Data braucht Datenfairness ...
Trotz Risiken für die Privatsphäre befürworten viele Bürger Big Data, wenn es ihnen konkrete Vorteile verschafft. Das ist das Ergebnis einer Online-Umfrage des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie SIT zum Thema Big Data und Privatsphärenschutz. Zwei Drittel der Befragten s
Weitere Mitteilungen von Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT
Fivetran übernimmt die Leitung der Open-Source-Community Great Expectations sowie dessen GX-Core-Projekt ...
München, 13. Mai 2026 - Fivetran, die Datenbasis für KI, plant die Leitung der Open-Source-Community "Great Expectations" und des GX-Core-Projekts zu übernehmen. Damit wird Fivetran die weitere Entwicklung eines der branchenweit am häufigsten genutzten Open-Source-Frameworks für Daten
Datenrettung und kostenlose Analyse: Warum Kunden 2026 genau hinschauen sollten ...
Wenn es zu einem Datenverlust kommt, ist schnelle und verlässliche Hilfe gefragt. Defekte Festplatten, ausgefallene SSDs, beschädigte RAID Systeme, NAS Ausfälle, Serverprobleme oder versehentlich gelöschte Daten können private Erinnerungen, geschäftskritische Informationen oder komplette IT Pr
Neuer Pentest-Konfigurator 2.0 für individuelle Angebote ...
Die Pentest Factory GmbH hat einen neuen Online-Konfigurator für individuelle Pentest-Angebote gestartet. Die Anwendung steht ab sofort zur Verfügung und bietet maximale Transparenz sowie flexible Zusammenstellung der gewünschten Leistungen. Mehr erfahren Sie unter https://konfigurator.pentestfac
MAPWISE - BerufsorietierungsAPP - Meilenstein ...
Aktuell befindet sich das Projekt MAPWISE in der Test- und Entwicklungsphase. Neben internen Tests wird der App-Prototyp gemeinsam mit den Zielgruppen erprobt und weiterentwickelt. Gleichzeitig arbeiten die Projektpartner an der Erstellung lokaler Inhalte und Touren in den jeweiligen Partnerländern
Tageslichtlampen im Büro: Warum Vollspektrumlicht für Arbeitsplätze wichtiger wird ...
In vielen Büros reicht natürliches Tageslicht nicht an jedem Arbeitsplatz und zu jeder Tageszeit aus. Besonders fensterferne Bereiche, Bildschirmarbeitsplätze, Besprechungsräume und dunkle Jahreszeiten machen künstliche Beleuchtung notwendig. Die Firma natur-nah.de empfiehlt Unternehmen deshalb
Daten-Souveränität in der Cloud: Wer ausser Ihnen kennt Ihre Datenflüsse noch- ...
In hybriden Cloud-Architekturen verlieren Unternehmen schnell den Überblick darüber, wo Daten liegen, wer sie verarbeitet und welchem Rechtsraum sie unterstehen. Genau dort entscheidet sich Daten-Souveränität: nicht als Audit-Aufgabe zum Abhaken, sondern als Führungs-, Governance- und Cyber-Sec
P12 Pro LN Premium-Lüfterserie ...
ARCTIC erweitert die leistungsstarke P12 Pro-Serie um die LN-Modelle. Die neuen P12 Pro LN-Lüfter bieten einen angepassten Drehzahlbereich von 450-2000 rpm, für einen leisen Betrieb bei gleichzeitig hohem Luftdurchsatz. Erhältlich sind die P12 Pro LN-Lüfter in drei unterschiedlichen Varianten. Z
Der bvfa auf der INTERSCHUTZ und der FeuerTrutz 2026 ...
Der bvfa – Bundesverband Technischer Brandschutz e.V. präsentiert sich 2026 gleich auf zwei bedeutenden Fachmessen der Branche: auf der INTERSCHUTZ in Hannover vom 1. bis 6. Juni sowie auf der FeuerTrutz in Nürnberg am 24. und 25. Juni. Besucherinnen und Besucher erwartet an beiden Standorten ak
WINDBOX II NX– Die Rückkehr eines Klassikers mit Intel® N150 CPU ...
Die ultraflache WINDBOX II ist zurück – moderner denn je Die WINDBOX-Serie stand schon immer für ultraflache, lüfterlose Industrie-PCs mit hoher Zuverlässigkeit und vielseitigen Einsatzmöglichkeiten. Mit der neuen WINDBOX II NX knüpft spo-comm an diese Erfolgsgeschichte an und bringt die Ser
GigaOm Radar: Versa erneut als Leader im Bereich SSE ausgezeichnet ...
Versa, Spezialist für Secure Access Service Edge (SASE), wurde zum dritten Mal in Folge im GigaOm Radar Report für Security Service Edge (SSE) als Leader ausgezeichnet. In dem Bericht werden die SSE-Lösungen von 22 globalen Sicherheitsanbietern analysiert. Auf der Grundlage dieser Bewertungen in




