Redaktionsnetzwerk Deutschland: DRK-Präsident: Politik und Hilfsorganisationen müssen wegen der Flüchtlingsbewegung ihre Konzepte im Katastrophen- und Bevölkerungsschutz überarbeiten
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hat der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Rudolf Seiters,
Hilfsorganisationen und Politik aufgefordert, ihre Konzepte im
Katastrophen- und Bevölkerungsschutz weiterzuentwickeln. In einem
Gespräch mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland, dem mehr als 30
Tageszeitungen angehören, sagte Seiters: "Ziel muss es sein,
zukünftig solche humanitären Notlagen, wie wir sie jetzt erleben,
besser bewältigen zu können. Wir brauchen Fahrzeuge und Technik,
aber auch Infrastruktur und Menschen, die qualifiziert in der Lage
sind, oftmals traumatisierte und von teilweise exzessiver
Gewalterfahrung belastete Flüchtlinge aufzunehmen, zu betreuen und zu
begleiten und diese dann in unsere Gesellschaft zu integrieren."
Angesichts der untragbaren Zustände auf der griechischen Insel Kos
warnte Seiters, solche Verhältnisse "werden nicht die Ausnahme
bleiben, wenn wir nicht aufpassen". Der für den 9. September geplante
nationale Flüchtlingsgipfel müsse auch Vorbereitungen auf die
Zustände im Winter bringen und Voraussetzungen in der Asylpraxis
dafür schaffen, "dass die nach wie vor große Akzeptanz in der
deutschen Bevölkerung vor allem von Kriegsflüchtlingen nicht aufs
Spiel gesetzt" werde. Dazu sei es notwendig, Asylbewerber aus
sicheren Drittstaaten wie dem Westbalkan in schnelle Verfahren zu
bringen. Auch wäre es besser, "wenn die Länder wegkommen von
dezentralen Erstaufnahmestellen und größere zentrale Einrichtungen
für die ankommenden Flüchtlinge schaffen, um anerkannte Asylbewerber
schneller an die Kommunen weiterzuleiten". Insgesamt, so Seiters,
werde es auch für das DRK "als größte humanitäre Hilfsorganisation in
Deutschland wird es immer schwieriger, Flüchtlinge menschenwürdig
unterzubringen."
Pressekontakt:
Redaktionsnetzwerk Deutschland
Dirk Schmaler
Telefon: 0511 / 54 53 80 22
dirk.schmaler@rnd-news.de
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Datum: 15.08.2015 - 06:00 Uhr
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