BDI: Keine Panikmache wegen Renminbi
ID: 1250425
- Herausforderung für viele Unternehmen
- Peking sollte Wechselkurs dauerhaft freigeben
- China bleibt Wachstumsmarkt
Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) warnt wegen der
niedrigeren Wechselkurse der chinesischen Währung Renminbi vor
Panikmache, hat aber Sorge vor einem Abwertungswettlauf. "Heftige
Währungsbewegungen sind eine Herausforderung für viele Unternehmen.
Die deutsche Industrie erwartet jetzt von China überzeugende Signale
für eine weitere konsequente Marktöffnung des Landes." Das sagte
BDI-Hauptgeschäftsführer Markus Kerber am Sonntag in Berlin.
"Peking muss beweisen, dass die flexibleren Wechselkurse ernst
gemeint sind - und nicht nur als Argument dienen, um eine taktische
Abwertung zu rechtfertigen", forderte Kerber. Es sei klar, dass die
exportstarken deutschen Unternehmen die Entwicklung beobachten. "Die
meisten Produkte der deutschen Industrie konkurrieren nicht beim
Preis, sondern bei der Qualität", erklärte Kerber.
Hinzu komme, dass der Renminbi sich in den vergangenen Jahren
extrem verteuert, also aufgewertet habe. Ein Grund ist die Bindung an
den US-Dollar, der die chinesische und die US-amerikanische Währung
im Vergleich zum Euro teurer gemacht hat.
Die Globalisierungsstrategie der deutschen Industrie und das
Setzen auf Wachstumsmärkte seien richtig, unterstrich Kerber: "Ich
gehe davon aus, dass China mittel- und langfristig ein Wachstumsmarkt
bleiben wird. Die wirtschaftlichen und wirtschaftspolitischen
Entwicklungen müssen auch künftig gründlich beobachtet werden."
Zusätzlich bedürfe es mehr Anstrengungen, um die Robustheit zu
erhöhen, etwa durch die Erschließung neuer Märkte sowie die Stärkung
des europäischen Heimatmarkts und der transatlantischen
Wirtschaftsbeziehungen.
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Datum: 16.08.2015 - 10:00 Uhr
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