Helfende im Irak und in Syrien besser schützen
ID: 1251165
international und Diakonie Katastrophenhilfe
Gut ein Jahr nach dem Vormarsch der IS-Kämpfer im Irak und in
Syrien hat sich die Lage für humanitäre Helferinnen und Helfer
drastisch verschlechtert. Darauf weisen Caritas international und
Diakonie Katastrophenhilfe aus Anlass des von den Vereinten Nationen
ausgerufenen Welttags der Humanitären Hilfe am 19. August hin. "Die
Gebietsgewinne der Terrormiliz nagen an der Moral unserer Partner,
doch obwohl sie jeden Tag um ihr eigenes Leben und das ihrer Familien
fürchten, setzen sie die Hilfe mit unverminderter Kraft fort", sagt
Oliver Müller, der Leiter von Caritas international. "Die Caritas im
Irak musste wegen des Vorrückens des IS im vergangenen Jahr zwei
Büros schließen, eines in der Stadt Qaraqosh und eines in Bartillah",
berichtet Müller.
"Die sich schnell verändernden Frontlinien und die Angriffe auf
die Zivilbevölkerung führen zu immer neuen Fluchtbewegungen, auf die
wir mit unseren Partnerorganisationen vor Ort reagieren", sagt Martin
Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe. "Dabei müssen auch die
Helfenden die Sicherheits- und Gefährdungslage immer wieder neu
bewerten. Insgesamt sind derzeit rund 20 Millionen Menschen in Syrien
und im Irak dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen."
Die beiden kirchlichen Hilfswerke appellieren an die
internationale Gemeinschaft, auch die Helferinnen und Helfer besser
zu schützen. Deren wichtige Arbeit für die Zivilbevölkerung in Syrien
und im Irak müsse dringend fortgesetzt werden. Es sei zwingend
notwendig, dass die Hilfszusagen der westlichen Staaten deutlich
erhöht und mittelfristige Perspektiven für die Flüchtlinge geschaffen
werden. "Der Appell von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller an die
Europäische Union, ein Zehn-Milliarden-Notprogramm für die
Flüchtlinge aus den Konfliktgebieten aufzulegen, ist ein Schritt in
die richtige Richtung", sagt Müller.
Über eine Million Menschen durch Hilfe erreicht
Diakonie Katastrophenhilfe und Caritas international sind mit
mehreren Hundert Mitarbeitern lokaler Partner in der Versorgung der
Opfer des Bürgerkrieges in Syrien, in der Türkei, im Irak, in
Jordanien und im Libanon engagiert. Seit Ausbruch des Konfliktes im
März 2011 konnte mehr als einer Million Menschen geholfen werden,
unter anderem durch die Verteilung von Nahrungsmitteln und
Einkaufsgutscheinen oder die Übernahme von Mietkosten. Zudem wurden
Betroffene dabei unterstützt, ihre Traumata infolge von Gewalt oder
Fluchterfahrungen zu überwinden. Mit der ökumenischen Sommeraktion
"Die größte Katastrophe ist das Vergessen", die am Weltflüchtlingstag
(20. Juni) startete, erinnern Caritas international und Diakonie
Katastrophenhilfe an die verzweifelte Lage der Menschen in Syrien und
im Irak und rufen dringend zu Spenden auf.
Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin, Spendenkonto 502 502
Evangelische Bank, BLZ 520 604 10
IBAN: DE6852 0604 1000 0050 2502
BIC: GENODEF1EK1.
Stichwort: Humanitäre Hilfe Syrien / Irak
Oder online unter: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/
Caritas international, Freiburg, Spendenkonto 202
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 660 205 00,
IBAN Nr.: DE88660205000202020202, BIC: BFSWDE33KRL.
Stichwort: Syrische und irakische Flüchtlinge oder online unter:
www.caritas-international.de
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Katastrophenhilfe und Caritas international zeitgleich versandt. Wir
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Datum: 18.08.2015 - 10:10 Uhr
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