GIZ in den Ländern des westlichen Balkans - Perspektiven vor Ort und in Deutschland
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Berichterstattung häufig um Menschen aus den Ländern des westlichen
Balkans. Vor Ort leistet die Deutsche Gesellschaft für Internationale
Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Auftrag der Bundesregierung einen
Beitrag dazu, zum einen für die Menschen neue Chancen auf den
Arbeitsmärkten in den jeweiligen Ländern zu eröffnen, aber auch Wege
für eine legale Migration als Fachkraft nach Deutschland aufzuzeigen.
Duale Ausbildung für die Zukunft in Serbien
Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung
und Zusammenarbeit (BMZ) schafft die Deutsche Gesellschaft für
Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH Perspektiven für die
Menschen auf dem Balkan. In Serbien zum Beispiel bleiben trotz hoher
Arbeitslosigkeit viele technische Stellen unbesetzt, da es nicht
ausreichend qualifiziertes Fachpersonal gibt. Die GIZ unterstützt die
serbische Regierung an acht Schulen bei der Einführung eines dualen
Ausbildungsmodells, das eine Kooperation mit Unternehmen vorsieht.
2014 startete der erste Jahrgang mit 380 Schülerinnen und Schülern
mit der reformierten Ausbildung. "Die Jugendlichen verbessern ihre
Berufsperspektiven maßgeblich", sagt Heinz-Dieter Harbers, GIZ
Projektleiter in Belgrad. "Unsere Azubis sind durch ihre
Qualifikationen sehr gefragt und mit dem Praxisteil im Unternehmen
können europäische Ausbildungsstandards erreicht werden."
Pflegekräfte für Deutschland aus Serbien und Bosnien-Herzegowina
Ganz konkret steuert die GIZ dem Fachkräftemangel in Deutschland
mit dem Projekt "Triple Win" entgegen. Zusammen mit der Zentrale für
Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit
vermittelt die GIZ Pflegekräfte aus Serbien und Bosnien-Herzegowina,
die in ihren Heimatländern nur schwer einen Job finden können. Die
Teilnehmer werden intensiv von der GIZ begleitet. Sie nehmen bereits
vor Ort an Sprach- und Fachkursen teil. Von der Vermittlung
profitieren Unternehmen in Deutschland, die Fachkräfte selbst und die
Herkunftsländer - ein dreifacher Gewinn. Bis dato wurden aus den
beiden Ländern 323 Pflegekräfte (170 Serbien, 153 Bosnien)
vermittelt, von denen 271 bereits in Deutschland arbeiten (140
Serben, 131 Bosnier). "Im September stehen die nächsten Gespräche mit
Bewerbern in Serbien an", sagt Björn Gruber von der GIZ. "Das Angebot
wird nicht nur von den Pflegekräften, sondern auch von den
Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen in Deutschland sehr gut
angenommen."
Chancen für Akademiker aus dem Balkan und Osteuropa
Perspektiven für Akademiker ermöglicht die GIZ mit dem
Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft durch das
Zoran-Djindjic-Stipendienprogramm. Seit 2004 konnten 500 Studenten
aus sieben osteuropäischen Ländern als Praktikanten für einige Monate
in deutsche Unternehmen vermittelt werden. Neben Sprachkursen und
Fachseminaren hilft das Praktikum den Studenten sich ein Netzwerk
aufzubauen und die Berufsaussichten zu verbessern.
Perspektiven im Kosovo und in Deutschland
Seit Mai 2015 gibt es in Kosovo ein Informationscenter, das zu den
Beschäftigungsoptionen vor Ort und den Möglichkeiten und
Voraussetzungen der legalen Migration nach Deutschland informiert.
Gemeinsam mit dem kosovarischen Arbeitsministerium werden den
Interessenten zunächst die Möglichkeiten im Kosovo selbst aufgezeigt.
Hier wird auch auf das existierende deutsche Angebot in Kosovo
hinsichtlich qualifizierter Ausbildung und Berufsvorbereitung sowie
Beschäftigungs- und Wirtschaftsförderung hingewiesen und Workshops
u.a. zum Thema Existenzgründung, Start-Ups und
Beschäftigungsmöglichkeiten vor Ort angeboten. Neben der Information
über Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten in Deutschland werden auch
Bewerbungstrainings angeboten. Nina Theiss, GIZ Projektleiterin in
Pristina, klärt mit drei kosovarischen Kollegen über Engpassprofile
und nötige Qualifizierungen auf: "Wir wollen Alternativen aufzeigen",
sagt sie "viele der Menschen, die zu uns kommen sind nicht nur
qualifiziert, sondern auch hoch motiviert. Ihr Wunsch ist es Arbeit
zu finden."
Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)
GmbH ist ein weltweit tätiges Bundesunternehmen. Sie unterstützt die
Bundesregierung in der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige
Entwicklung und in der internationalen Bildungsarbeit. Die GIZ trägt
dazu bei, dass Menschen und Gesellschaften eigene Perspektiven
entwickeln und ihre Lebensbedingungen verbessern.
Pressekontakt:
René Hingst
T +49 61 96 79-2075
F +49 61 96 79-802075
E rene.hingst@giz.de
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Datum: 24.08.2015 - 10:37 Uhr
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