Wir stehen mitten in einer Therapierevolution!

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Wir stehen mitten in einer Therapierevolution!



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Zur aktuellen Diskussion um neue Krebstherapien sagt Birgit Fischer, Hauptgeschäftsführerin des vfa: "In der Krebstherapie stehen wir mitten in einer Therapierevolution! Ihre Chancen sollten wir nutzen und sie nicht abwürgen, bevor sie richtig beginnt!"

Fischer weiter: "Aktuell gibt es keine Kostenexplosion bei Krebsmedikamenten und moderaten Kostensteigerungen steht gestiegener medizinischer Nutzen für Patienten und Gesellschaft gegenüber. Dieser Mehrnutzen ist in einem Maße gestiegen, der es rechtfertigt, von einer medizinischen Revolution zu sprechen. Insbesondere durch die Entschlüsselung des menschlichen Genoms hat es bei der Bekämpfung vieler Krebsarten große Fortschritte gegeben:

Seit 1980 hat sich die Zahl der jährlich neu an Krebs Erkrankten verdoppelt, die Zahl der krebsbedingten Todesfälle ist dagegen gleich geblieben. Bei einer Reihe von Krebsarten ist es gelungen, durch bessere Behandlungsmethoden aus einer tödlichen eine chronische Krankheit zu machen oder sogar eine Heilung zu erzielen. (Brust-, Darm-, Prostata-, Blutkrebs).

Auch bei Krebsarten mit bisher sehr schlechter Prognose hat es Fortschritte beim Überleben gegeben (Leber-, Nieren-, Lungenkarzinom, Melanom). Einigen Krebsarten kann man seit einiger Zeit durch Impfungen vorbeugen (Hepatitis B/Leberkrebs, HPV/Gebärmutterkrebs, Analkrebs). Insbesondere durch die ganz neu entwickelten Immunonkologika zeichnen sich auch für solche Patienten Fortschritte ab, die an bisher noch schlecht behandelbaren Krebsarten leiden (Lungenkrebs, Melanom, Bauchspeicheldrüsenkrebs).

Diese Fortschritte geben vielen Patienten Hoffnung und die Wissenschaft unterstützt sie darin. Dies mit "Verschwörungsthesen" vom Tisch zu wischen ist unverantwortlich!

Am Ende geht es aber immer darum, die Frage zu beantworten: Was ist der Gesellschaft medizinischer Fortschritt wert? In Deutschland hat der Gesetzgeber festgelegt, dass die Pharma-Industrie die Medikamentenpreise nicht einseitig festsetzen kann. Wie bei anderen Medikamenten auch, werden seit 2011 die Erstattungsbeträge für neue Krebsmedikamente mit dem GKV-Spitzenverband ausgehandelt. Bei der Kostenentwicklung ist Schwarzmalerei auch aus anderen Gründen nicht angebracht: Zum einen gibt es einen intensiven Wettbewerb der Firmen in diesem von vielen beforschten Feld. Zum anderen gilt der Patentschutz nur für eine begrenzte Zeit; danach können andere Hersteller den Wirkstoff als Generikum bzw. Biosimilar in den Markt bringen. Die vermehrten Aktivitäten bei der Prävention (z.B. Rauchen, Übergewicht, Hautkrebs-Screening) werden sich langfristig kostendämpfend auswirken. Auch die personalisierte Medizin hilft dabei, die Finanzmittel durch Vermeidung erfolgloser Therapieversuche effizienter einzusetzen.



Patienten brauchen ein Gesundheitswesen, das innovationsoffen ist. Dies zu ermöglichen, ist die Aufgabe aller Akteure im Gesundheitswesen. Echter Fortschritt muss honoriert werden und echter Fortschritt muss beim Patienten ankommen. Darauf zielte die letzte große Arzneimittelreform der Politik, indem sie Nutzenbewertung und Preisverhandlung einführte. Dadurch sollte Fortschritt belohnt werden. Und gerade Krebsmedikamente sind ein gutes Beispiel dafür, dass die forschenden Pharma-Unternehmen mit neuen Krebsmitteln entscheidend dazu beitragen, Patienten mit schweren Krankheiten zu helfen und immer öfter sogar zu heilen!"

Hintergund: Moderate Kostenentwicklung bei Krebsmedikamenten

Basierend auf dem Apothekenverkaufspreis ohne Berücksichtigung von Rabatten ergibt sich folgendes Bild: Die jährlichen Ausgaben der GKV für Onkologika im ambulanten Bereich lagen in den Jahren 2011 bis 2014 zwischen 3,5 bis 3,9 Mrd. Euro. Dies entspricht zwischen 10,0% und 10,9 % der gesamten GKV-Ausgaben für Medikamente, die sich 2014 auf 38 Mrd. Euro summierten. Die mittlere jährliche Steigerungsrate für die Ausgaben betrug 4,3 %. Empirisch lässt sich eine Kostenexplosion also nicht bestätigen und dies, obwohl ein Schwerpunkt der Innovation derzeit im Bereich Onkologie liegt.

Der Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (VFA) ist der Wirtschaftsverband der forschenden Arzneimittelhersteller in Deutschland. Er vertritt die Interessen von 45 weltweit führenden Herstellern und ihren über 100 Tochter- und Schwesterfirmen in der Gesundheits-, Forschungs- und Wirtschaftspolitik. Die Mitglieder des VFA repräsentieren rund zwei Drittel des gesamten deutschen Arzneimittelmarktes und beschäftigen in Deutschland rund 95.000 Mitarbeiter. 16.500 davon arbeiten in Forschung und Entwicklung. Die Pressekonferenzen des VFA - ab sofort auch im Internet. Mehr dazu unter: http://www.vfa.de/onlinepk


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Datum: 24.08.2015 - 13:15 Uhr
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